Intergenerationelle Bildungsmobilität

Der familiäre Hintergrund kann die Bildungskarriere stark beeinflussen. Kinder und Jugendliche mit gebildeten Eltern wachsen in einem privilegierten Umfeld auf, was den Zugriff auf soziokulturelle Ressourcen anbelangt. Dadurch erhöhen sich ihre Chancen, ebenfalls einen hohen Bildungsstand zu erwerben. Vom Bildungssystem wird erwartet, dass es komparative Vor- und Nachteile nivelliert und die Chancengleichheit sowie die Bildungsmobilität der Bevölkerung gewährleistet.

Tabellen

Methodologie

Berechnungsmethode

Vorliegender Indikator liefert Hinweise auf die vom Bildungssystem intendierte Vermittlung der Chancengleichheit, indem die prozentualen Anteile der Bildungsstand der Befragten mit dem höchsten Abschluss der Eltern verglichen wird.

Zur Beschreibung der sozialen Durchlässigkeit wurden zuerst drei Kategorien auf Basis des Bildungsniveaus gebildet. Diese drei Kategorien sind:

  • Obligatorische Schule (inklusive 10. Schuljahr / Brückenangebote oder andere Kurzausbildungen / Zwischenjahre)
  • Sekundarstufe II: Allgemeinbildung (Fachmittelschule, Lehrerseminar, Gymnasiale Maturität, Fachmaturität, Berufsmaturität) oder Berufsbildung, (Anlehre, berufliche Grundbildungen)
  • Tertiärstufe: höhere Berufsbildung (Eidgenössischer Fachausweis, Eidgenössisches Diplom, Abschluss höhere Fachschule) oder Hochschulen (Universität, Fachhochschule, Pädagogische Hochschule).

Um die Ausbildungen der Befragten nicht zu unterschätzen, beinhalten folgende Berechnungen nebst den abgeschlossenen auch die laufenden Ausbildungen der Befragten. Für das Bildungsniveau der Eltern wurde jeweils der Elternteil mit der höchsten abgeschlossenen Ausbildung berücksichtigt. Je nachdem ob die Befragten eine höhere, tiefere oder gleichwertige Ausbildung im Vergleich zu ihren Eltern besitzen, wurden die Kategorien „Aufwärtsmobilität“, „Keine Veränderung“ oder „Abwärtsmobilität“ gebildet. Berücksichtigt wurden alle Befragten zwischen 25 und 75 Jahre.

Dimensionen

Nationalität
Die Unterscheidung nach Nationalität umfasst die Kategorien Schweizer/innen und Ausländer/innen. Als Schweizer zählen Schweizer/innen sowie Doppelbürger/innen. Staatenlose und Ausländer/innen fallen in die Kategorie Ausländer/innen. Dem Migrationshintergrund der Befragten wird somit nicht Rechnung getragen.

Periodizität

Alle 5 Jahre

Nächste Aktualisierung

2022

Definitionen

Publikationen

Quellen

Sie können die Indikatoren nach einem der folgenden Aufrufe auswählen

Kontakt

Bundesamt für Statisitk Sektion Bildungssystem
Espace de l'Europe 10
CH-2010 Neuchâtel
Schweiz
Tel.
+41 58 483 93 66

Von Montag bis Freitag
09.00-12.00 Uhr und 13.30-16.30 Uhr

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https://www.bfs.admin.ch/content/bfs/de/home/statistiken/bildung-wissenschaft/bildungsindikatoren/themen/wirkung/bildungsmobilitaet.html