Übergang HBB

Die höhere Berufsbildung schliesst in der Regel an den Erwerb eines Eidgenössischen Fähigkeitszeugnisses (EFZ) oder einen gleichwertigen Titel an. Sie ist der Schlüssel zu höheren Funktionen in der Arbeitswelt, sei es im Bereich der Produktion, der Verwaltung, der Führung oder der Ausbildung. Sie ist eine Alternative zu den Tertiärausbildungen der Hochschulen, indem sie stärker auf die Berufspraxis fokussiert.

Der Indikator zeigt den Anteil der Personen mit einem Abschluss der höheren Berufsbildung am Total der Personen mit einer Berufsbildung der Sekundarstufe II. Damit beschreibt er den Anteil der Personen, die, nachdem sie sich für die Berufswelt entschieden haben, ihren Bildungsweg weitergegangen sind und einen Abschluss der berufsbildenden Tertiärstufe erlangt haben. Für die Berechnung des Indikators wurden lediglich Erwerbstätige im Alter von 25 bis 64 Jahren berücksichtigt.

Tabellen

Daten der Grafiken

Methodologie

Quote der Übergänge zur höheren Berufsbildung

Diese Quote beschreibt den Anteil der erwerbstätigen Personen mit einem Abschluss der höheren Berufsbildung am Total der erwerbstätigen Personen mindestens mit einem Berufsbildungsabschluss auf der Sekundarstufe II. Somit wurden in den Berechnungen also lediglich jene Personen berücksichtigt, die im Rahmen der Sekundarstufe II eine berufliche Ausbildung abgeschlossen haben. Das heisst, dass z.B. Personen, die nach einer klassischen akademischen Laufbahn einen Abschluss der höheren Berufsbildung erlangt haben, keine Berücksichtigung fanden.

Folgende Ausbildungen sind in der Kategorie « Berufsbildung auf der Sekundarstufe II » zusammengefasst:

  • Anlehre und berufliche Grundbildung mit eidgenössischem Berufsattest (EBA); Lehre (EFZ);
  • Zwei- bis dreijährige Ausbildungen der vollzeitlichen Berufsfachschulen (Handelsmittelschulen, Berufsfachschulen);
  • Berufsmaturität.

Ausgeübter Beruf (ISCO)

Der ausgeübte Beruf wurde gemäss der internationalem Berufsnomenklature ISCO (International Standard Classification of Occupations) auf der höchsten Aggregationsstufe (Berufshauptgruppe) codiert.

Wirtschaftsabschnitt

Der Wirtschaftsabschnitt wurde gemäss der „Allgemeinen Systematik der Wirtschaftszweige (NOGA) 2008“ codiert. Aufgrund der geringen Anzahl Erhebungswerte in gewissen Kategorien wurden einige Branchen zusammengefasst. Folgende Kategorien wurden schliesslich unterschieden:

  • Industrie: B. Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden; C. Verarbeitendes Gewerbe/ Herstellung von Waren
  • Verkehr; Energie- und Wasserversorgung: D. Energieversorgung; E. Wasserversorgung; Abwasser- und Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen
    Bau: F. Baugewerbe
  • Handel und Reparatur: G. Handel; Instandhaltung und Reparatur von Motorfahrzeugen
  • Gastgewerbe: I. Gastgewerbe/Beherbergung und Gastronomie
  • Information und Kommunikation; Kunst und Unterhaltung: J. Information und Kommunikation; R. Kunst, Unterhaltung und Erholung
  • Finanzdienstleistungen: K. Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen
  • Grundstücks- und Wohnungswesen; Dienstleistungen: L. Grundstücks- und Wohnungswesen; Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen; S. Erbringung von sonstigen Dienstleistungen
  • Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen: M. Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen
  • Öffentliche Verwaltung und Unterricht: O. Öffentliche Verwaltung, Verteidigung; Sozialversicherung; P. Erziehung und Unterricht; U. Exterritoriale Organisationen und Körperschaften
  • Gesundheits- und Sozialwesen: Q. Gesundheits- und Sozialwesen
  • Andere: A. Land- und Forstwirtschaft, Fischerei; T. Private Haushalte mit Hauspersonal; Herstellung von Waren und Erbringung von Dienstleistungen durch private Haushalte für den Eigenbedarf ohne ausgeprägten Schwerpunkt

Andere Eigenschaften des Indikators

Die publizierten Zahlen stellen eine gewichtete Hochrechnung dar. Bei der Interpretation der Ergebnisse muss berücksichtigt werden, dass Resultate, die auf kleinen Fallzahlen beruhen, einem relativ grossen Zufallsfehler unterliegen können.

  • Bei Auswertungen zwischen 1991 und 2009 werden Hochrechnungswerte, die auf weniger als 5 Interviews basieren, aus Gründen des Datenschutzes nicht publiziert und durch ein « X » ersetzt. Die Hochrechnungswerte die auf 5 bis 49 Interviews basieren werden in Klammern « ( ) » dargestellt und sind mit grosser Vorsicht zu interpretieren.
  • Ab 2010, im Rahmen von Jahresdurchschnittswerten der Quartalsvariablen, werden Hochrechnungswerte, die auf weniger als 5 Interviews basieren, aus Gründen des Datenschutzes nicht publiziert und durch ein « X » ersetzt. Die Hochrechnungswerte die auf 5 bis 89 Interviews basieren werden in Klammern « ( ) » dargestellt und sind mit grosser Vorsicht zu interpretieren.

Betrachtet man die Absolventen aus einer diachronischen Optik, oder betrachtet man sie – immer noch mit derselben Perspektive – auf verschiedenen Altersstufen, ergeben sich bei der Definition der höheren Berufsbildung Probleme. Aus historischen Gründen ist es nicht möglich, eine klare Grenze zwischen höherer Berufsbildung und Hochschulausbildung zu ziehen. Mit der Schaffung der Fachhochschulen auf der Grundlage der ehemaligen höheren Fachschulen (HTL, HWV, höhere Fachschulen für Gestaltung) Mitte der 1990er-Jahre entstand eine Grauzone zwischen den beiden Kategorien. Seit 2000 können Absolventen einer höheren Fachschule, die zu einer FH umgewandelt wurde, die Gleichstellung ihres Abschlusses mit einem FH-Abschluss verlangen. Diese Übergangsphase ist mittlerweile weitgehend abgeschlossen. Im Laufe der Zeit und unter Berücksichtigung der in Betracht zu ziehenden Gruppe, wird diese Grauzone mit den Jahren ganz verschwinden.

In 2017 wurde aufgrund einer neuen Gewichtung der Daten die Zeitreihe von 2010 bis 2015 revidiert.

Aktualisierungsrythmus

Jährlich

Nächste Acktualisierung

Juin 2019

Definitionen

Quellen

Verwandte Indikatoren

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09.00-12.00 Uhr und 13.30-16.30 Uhr

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