Ausbildungswahl auf der Sekundarstufe II

Nach der obligatorischen Schule oder eventuell einer Übergangsausbildung (Brückenangebote) beginnen Schülerinnen und Schüler grossmehrheitlich eine Ausbildung auf der Sekundarstufe II. Bildungsprogramme auf der Sekundarstufe II bereiten Lernende auf weiterführende Ausbildungen auf der Tertiärstufe (höhere Berufsbildung und Hochschulen) und/oder auf die Ausübung eines Berufes vor.

Jugendlichen stehen zwei unterschiedliche Bildungswege auf der Sekundarstufe II offen: die Berufsbildung und die Allgemeinbildung. Die Berufsbildung umfasst Ausbildungen, die auf einen Abschluss der beruflichen Grundbildung vorbereiten (Eidgenössisches Berufsattest EBA und Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis EFZ). Die Allgemeinbildung vereint die gymnasialen Maturitätsschulen sowie Fachmittelschulen.

Der Indikator informiert über die Wahl der Bildungswege der Absolvent/innen der obligatorischen Schule. Er zeigt den Anteil der Schüler/innen unter 20 Jahren im ersten Ausbildungsjahr einer mehrjährigen zertifizierenden Ausbildung.

Tabellen

Daten der Grafiken

Detaillierte Daten

Methodologie

Ausbildungswahl auf der Sekundarstufe II

Da der Indikator primär Informationen zur Wahl des ersten Bildungsweges nach der obligatorischen Schule liefern soll, wird die Grundgesamtheit wie folgt definiert:

  • Um eine Verzerrung der Resultate aufgrund unterschiedlicher Ausbildungsdauern zu vermeiden, wurden nur Personen im ersten Ausbildungsjahr berücksichtigt;
  • Um die Anzahl Personen, die eine Ausbildung auf dem zweiten Bildungsweg absolvieren, soweit als möglich von den Berechnungen auszuschliessen, werden Personen von den Berechnungen ausgeschlossen, die älter als 19 Jahre sind;
  • Nur Lernende in zertifizierenden Ausbildungen mit einer Dauer von mindestens zwei Jahren wurden für die Berechnungen berücksichtigt.

Konkret handelt es sich um die folgenden Ausbildungen:

Allgemeinbildung

  • Gymnasiale Maturitätsschulen;
  • Fachmittelschulen (ehemals Diplommittelschulen);
  • Schulen für Unterrichtsberufe (ehemals Lehrerseminare). Die Lehrkräfteausbildung wurde im Jahr 2000 tertiarisiert. Seit 2004 gibt es keine neuen Lernenden in der Lehrkräfte Ausbildung auf der Sekundarstufe II mehr.

Berufsbildung

  • Berufliche Grundbildung (Eidg. Berufsattest BA und Eidg. Fähigkeitszeugnis EFZ);
  • Anlehre. Seit dem Inkrafttreten des neuen Berufsbildungsgesetzes 2004 werden die Anlehren sukzessive durch zweijährige berufliche Grundbildungen ersetzt, die zu einem Eidg. Berufsattest führen.   

Andere Eigenschaften des Indikators

Lernende, die sich an einer Schule befinden, die sie nach der Berufslehre auf eine Berufsmaturitätsschule oder nach dem Fachmittelschuldiplom auf die Fachmaturität vorbereiten, werden aus den Berechnungen ausgeschlossen. Diese Lernenden absolvieren eine zweite Ausbildung auf der Sekundarstufe II, welche die Erstausbildung (Eidg. Fähigkeitszeugnis oder ein Fachmittelschuldiplom) ergänzt und den Hochschulzugang ermöglicht. Ebenfalls nicht berücksichtigt werden Personen, die eine nicht-zertifizierende Übergangsausbildung zwischen der Sekundarstufe I und der Sekundarstufe Il (10. Schuljahr, Vorlehre, andere allgemeinbildende Ausbildung) oder eine einjährige Berufsbildung absolvieren.

Bruch der Zeitreihen

2011: Die Daten des Kantons Tessin sind unvollständig und wurden bei der Berechnung nicht berücksichtigt.

Aktualisierungsrythmus

Jährlich

Nächste Aktualisierung

Juni 2019

Definitionen

Publikationen

Quellen

Verwandte Indikatoren

Sie können die Indikatoren nach einer der folgenden Bildungsstufen auswählen

Kontakt

Bundesamt für Statisitk Sektion Bildungssystem
Espace de l'Europe 10
CH-2010 Neuchâtel
Schweiz
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Von Montag bis Freitag
09.00-12.00 Uhr und 13.30-16.30 Uhr

Kontakt

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