Sekundarstufe II: Ausbildungswahl

Jugendlichen stehen nach der obligatorischen Schule zwei unterschiedliche Bildungswege auf der Sekundarstufe II offen: die Berufsbildung und die Allgemeinbildung. Die Verteilung der Lernenden im ersten Ausbildungsjahr auf die beiden Bildungswege ist ein Indikator für die Ausbildungspräferenzen der Jugendlichen. Allerdings ist zu beachten, dass nicht alle Jugendlichen ihren bevorzugten Weg einschlagen können, sei es aus Mangel an Ausbildungsplätzen, fehlender Vorqualifikationen oder anderen Gründen.

Hauptergebnisse

  • Knapp 70% der Lernenden im ersten Ausbildungsjahr auf der Sekundarstufe II sind in einer beruflichen Grundbildung.
  • Bei den Frauen beträgt dieser Anteil lediglich 60% während dem es bei den Männern fast 75% sind.
  • In der französischsprachigen Schweiz ist der Anteil Lernende im ersten Ausbildungsjahr in beruflichen Grundbildungen vergleichsweise tief.

Tabellen

Methodologie

Berechnungsmethode

Verteilung der Lernenden im ersten Ausbildungsjahr der Sekundarstufe II auf berufliche Grundbildungen, gymnasiale Maturitätsschulen und Fachmittelschulen.

Da der Indikator primär Informationen zur Wahl des ersten Bildungsweges nach der obligatorischen Schule liefern soll, wird die Grundgesamtheit wie folgt definiert:

  • Um eine Verzerrung der Resultate aufgrund unterschiedlicher Ausbildungsdauern zu vermeiden, wurden nur Personen im ersten Ausbildungsjahr berücksichtigt;
  • Um die Anzahl Personen, die eine Ausbildung auf dem zweiten Bildungsweg absolvieren, soweit als möglich von den Berechnungen auszuschliessen, werden Personen von den Berechnungen ausgeschlossen, die älter als 19 Jahre sind;
  • Nur Lernende in zertifizierenden Ausbildungen mit einer Dauer von mindestens zwei Jahren wurden für die Berechnungen berücksichtigt.Konkret handelt es sich um die folgenden Ausbildungen:

Allgemeinbildung

  • Gymnasiale Maturitätsschulen;
  • Fachmittelschulen (ehemals Diplommittelschulen);
  • Schulen für Unterrichtsberufe (ehemals Lehrerseminare). Die Lehrkräfteausbildung wurde im Jahr 2000 tertiarisiert. Seit 2004 gibt es keine neuen Lernenden in der Lehrkräfte Ausbildung auf der Sekundarstufe II mehr.

Berufsbildung

  • Berufliche Grundbildung (Eidg. Berufsattest BA und Eidg. Fähigkeitszeugnis EFZ);
  • Anlehre: seit dem Inkrafttreten des neuen Berufsbildungsgesetzes 2004 werden die Anlehren sukzessive durch zweijährige berufliche Grundbildungen ersetzt, die zu einem Eidg. Berufsattest führen.

Dimensionen

Kanton
Das Kriterium für den kantonalen Vergleich ist der Wohnkanton, d.h. der Kanton, in dem die Schüler/innen und Studierenden ihren gesetzlichen Wohnsitz haben.

Andere Eigenschaften des Indikators

Lernende, die sich an einer Schule befinden, die sie nach der Berufslehre auf eine Berufsmaturitätsschule oder nach dem Fachmittelschuldiplom auf die Fachmaturität vorbereiten, werden aus den Berechnungen ausgeschlossen. Diese Lernenden absolvieren eine zweite Ausbildung auf der Sekundarstufe II, welche die Erstausbildung (Eidg. Fähigkeitszeugnis oder ein Fachmittelschuldiplom) ergänzt und den Hochschulzugang ermöglicht. Ebenfalls nicht berücksichtigt werden Personen, die eine nicht-zertifizierende Übergangsausbildung zwischen der Sekundarstufe I und der Sekundarstufe Il (10. Schuljahr, Vorlehre, andere allgemeinbildende Ausbildung) oder eine einjährige Berufsbildung absolvieren.

Bruch der Zeitreihen

  • 2011: Die Daten des Kantons Tessin sind unvollständig und wurden bei der Berechnung nicht berücksichtigt.

Periodizität

Jährlich

Nächste Aktualisierung

2020

Definitionen

Publikationen

Quellen

Sie können die Indikatoren nach einem der folgenden Aufrufe auswählen

Kontakt

Bundesamt für Statisitk Sektion Bildungssystem
Espace de l'Europe 10
CH-2010 Neuchâtel
Schweiz
Tel.
+41 58 483 93 66

Von Montag bis Freitag
09.00-12.00 Uhr und 13.30-16.30 Uhr

Kontakt

https://www.bfs.admin.ch/content/bfs/de/home/statistiken/bildung-wissenschaft/bildungsindikatoren/bildungsstufen/sekii/ausbildungswahl-sekii.html