Einstellungen gegenüber Vielfalt

Konzept

Rassismus bedeutet die Abwertung bestimmter Personen oder Gruppen aufgrund biologischer oder kultureller Eigenschaften, die ihnen zugeschrieben werden. Der Index zu Rassismus erfasst die Zustimmung oder die Ablehnung dieser Einstellung.

Interpretation

Im Jahr 2020 beträgt der Durchschnittswert des Index zu rassistischen Einstellungen 1,4 auf einer Skala von 1 (Ablehnung dieser Einstellung) bis 4 (Zustimmung zu dieser Einstellung). Im Beobachtungszeitraum sind negative Einstellungen (Indexwerte zwischen 3 und 4) in der Bevölkerung weniger verbreitet als positive Einstellungen (zwischen 1 und 2).

Vergleich

Die Zustimmung zu rassistischen Einstellungen ist weniger verbreitet und weniger stark als die zu allen anderen Formen negativer Einstellungen gegenüber Vielfalt: 1.4 gegenüber etwa 2 für Fremdenfeindlichkeit sowie Feindseligkeit.

Mehr Zahlen zu diesem Thema

Die für die Berechnung des Rassismus-Indexes verwendeten Resultate werden unten detailliert aufgeführt. Sie zeigen, welche Gruppen oder Personen durch ihre «Andersartigkeit» in der Bevölkerung ein Gefühl gestört zu werden hervorrufen können und in welchen Situationen diese Andersartigkeit als besonders problematisch wahrgenommen wird.

  • Prävalenz & Arbeitswelt: Unabhängig vom Kontext und Grund gibt ein Drittel der Bevölkerung an, sich manchmal durch Vielfalt gestört zu fühlen. Vor allem im beruflichen Rahmen kann Vielfalt Unbehagen hervorrufen.
  • Sprache: Das Gefühl durch Personen gestört zu werden, die eine andere Sprache sprechen, ist im beruflichen Umfeld stärker ausgeprägt (19%) als in den anderen Kontexten (11%-12%). Wird dieser Faktor in der Analyse nicht berücksichtigt, ist die Arbeitswelt der Kontext, in dem die Bevölkerung sich am wenigsten durch Vielfalt gestört fühlt (10% gegen 13%).
  • Fahrende Lebensweise: Im Alltag kann sich die Bevölkerung vor allem durch die Gegenwart von Personen, die eine fahrende Lebensweise pflegen, gestört fühlen (18,5%). Personen, die sich gestört fühlen, erwähnen vor allem Zigeuner aber auch Roma.
  • Integration: Neben den bereits erwähnten Gründen kann die Anwesenheit von als «nicht integriert» wahrgenommenen Personen, sowie von Personen, die die Kultur und Werte der Schweiz nicht achten als störend erlebt werden.

Weiterführende Informationen

Tabellen

Quellen

Kontakt

Bundesamt für Statistik Sektion Demografie und Migration
Espace de l'Europe 10

CH-2010 Neuchâtel
Schweiz

Kontakt

https://www.bfs.admin.ch/content/bfs/de/home/statistiken/bevoelkerung/migration-integration/zusammenleben-schweiz/vielfalt.html