Gefühl gestört zu werden

Die nachstehenden Daten zeigen auf, welche Merkmale der «Anderen» die Bevölkerung der Schweiz als störend empfindet. Sie machen deutlich, in welchen Situationen diese Unterschiede als besonders problematisch wahrgenommen werden.

Rund 5% der Bevölkerung empfinden in ihrem Alltag eine Person wegen ihrer anderen Hautfarbe als störend. Als weitere Gründe folgen die Nationalität (7%), die Religion (9%) und die Sprache (11%). 19% empfinden in ihrem Alltag die Anwesenheit von Personen, die eine fahrende Lebensweise pflegen, als störend.

Welche Gruppen werden von der Bevölkerung, die sich gestört fühlt, besonders genannt?

  • "Fahrende" bzw. Personen, die in Wohnwagen leben; unter den Gruppen mit fahrender Lebensweise werden die Zigeuner am häufigsten genannt, gefolgt von den Roma
  • Personen, die keine der Landessprachen sprechen, unabhängig von der Staatsangehörigkeit
  • "Nicht-integrierte" Personen und Personen, die die Schweizer Kultur und Werte nicht respektieren
  • Muslime als ethnische Gruppe

Das Gefühl, gestört zu werden, kann je nach Umfeld und Grad der Nähe zwischen den Personen unterschiedlich stark sein.

33% der Bevölkerung nehmen – unabhängig vom Umfeld und der Ursache – bestimmte Aspekte als störend wahr. Das Zusammenleben mit Personen, die eine andere Hautfarbe, Religion, Sprache oder Nationalität haben, empfinden 19% der in der Schweiz lebenden Personen in ihrer Nachbarschaft und 18% in ihrem Alltag als störend. In beruflichen Situationen wird die Vielfalt als störender empfunden als in den anderen Bereichen; es trifft auf 23% der Personen zu.

Weiterführende Informationen

Tabellen

Quellen

Kontakt

Bundesamt für Statistik Sektion Demografie und Migration
Espace de l'Europe 10

CH-2010 Neuchâtel
Schweiz

Kontakt

https://www.bfs.admin.ch/content/bfs/de/home/statistiken/bevoelkerung/migration-integration/zusammenleben-schweiz/gefuehl-der-stoerung.html