Rassismus und Integration

Die nachstehenden Daten zeigen auf, wie die Bevölkerung die Massnahmen zur Bekämpfung von Rassendiskriminierung und die Schweizer Integrationspolitik wahrnimmt. Zudem machen sie deutlich, von welchen Akteuren ein stärkeres bzw. weniger starkes Engagement erwartet wird.

Die Bevölkerung hat tendenziell ein positives Bild der Integration der Migrantinnen und Migranten in der Schweiz, während der Rassismus als ernstes gesellschaftliches Problem wahrgenommen wird.

55% der in der Schweiz lebenden Personen sind der Ansicht, dass die Integration der Migrantinnen und Migranten in der Schweiz gut funktioniert. 43% beurteilen die Situation hingegen als schlecht. Für mehr als ein Drittel der Bevölkerung ist das Thema Rassismus kein ernstes Problem. 59% nehmen dagegen Rassismus als gesellschaftliches Problem wahr.

Im Folgenden wird eine Beurteilung der Wirksamkeit der Massnahmen, die in der Schweiz zur Integration der Migrantinnen und Migranten sowie zur Bekämpfung von Rassendiskriminierung ergriffen werden, präsentiert.

55% der Bevölkerung halten die Integrationsmassnahmen für angemessen, 16% haben den Eindruck, dass zu viel unternommen wird, und 26% denken, dass zu wenig getan wird. In Bezug auf die Rassismusbekämpfung denken 59% der in der Schweiz lebenden Personen, dass die Massnahmen ausreichend sind, 7% finden sie übertrieben und 31% meinen, sie seien ungenügend.

Die Bevölkerung hat eine klare Meinung dazu, wer die nötigen Massnahmen zur Integration der Migrantinnen und Migranten als auch zur Bekämpfung von Rassendiskriminierung ergreifen sollte.

45% der Personen, die mit der Situation in Bezug auf die Integration nicht zufrieden sind, finden, dass der Staat Massnahmen ergreifen sollte. 17% denken, dass dies in der Verantwortung jedes und jeder Einzelnen liegt, während 12% meinen, dass dies Aufgabe von Vereinen oder NGO ist. 11% sagen, dass es an den Ausländerinnen und Ausländern selbst liegt, Integrationsbemühungen zu unternehmen.

Was die Bekämpfung von Rassismus betrifft, finden 29% der Unzufriedenen, dass der Bund, die Kantone oder die Gemeinden entsprechende Massnahmen ergreifen müssten, weitere 24% denken wiederum, dass dies in der Verantwortung jedes Individuums liegen sollte. 19% sind der Ansicht, dass die Massnahmen durch Politikerinnen und Politiker zu ergreifen sind und 15% halten dies für eine Aufgabe der Schulen und Lehrkräfte.

Rangfolge der Akteure
Rang Gesamtwertung Integration Rassismusbekämpfung
Top 5
1 Staat Staat Staat
2 BürgerInnen BürgerInnen BürgerInnen
3 Politik Vereine Politik
4 Schulen AusländerInnen Schulen
5 Vereine Politik Vereine
6 AusländerInnen Sozialbereich Medien
7 Wirtschaft Schulen Gesetzgebung
8 Sozialbereich Wirtschaft Kirchen
9 Gesetzgebung Gesetzgebung AusländerInnen
10 Medien Andere Akteure Wirtschaft

Der Staat wird in beiden Bereichen am häufigsten genannt. Die Eigenverantwortung und die Rolle der Bürgerinnen und Bürger werden am zweithäufigsten genannt. In Bezug auf die Rassismusbekämpfung wird viel von den Politikerinnen und Politikern erwartet, während in Sachen Integration vermehrt auf die Initiative von Vereinen oder NGO gezählt wird.

Weiterführende Informationen

Tabellen

Quellen

Kontakt

Bundesamt für Statistik Sektion Demografie und Migration
Espace de l'Europe 10

CH-2010 Neuchâtel
Schweiz

Kontakt

https://www.bfs.admin.ch/content/bfs/de/home/statistiken/bevoelkerung/migration-integration/zusammenleben-schweiz/evaluation-der-politik.html