Rassismus und Integration

Die nachstehenden Daten zeigen auf, wie die Bevölkerung die Massnahmen zur Bekämpfung von Rassismus und die Schweizer Integrationspolitik wahrnimmt. Zudem machen sie deutlich, von welchen Akteuren ein stärkeres bzw. weniger starkes Engagement erwartet wird.

Die Bevölkerung hat tendenziell ein positives Bild der Integration der Migrantinnen und Migranten in der Schweiz, während der Rassismus als ernstes gesellschaftliches Problem wahrgenommen wird.

64% der in der Schweiz lebenden Personen sind der Ansicht, dass die Integration der Migrantinnen und Migranten in der Schweiz gut funktioniert. 35% beurteilen die Situation hingegen als schlecht. Für 42% der Bevölkerung ist das Thema Rassismus kein ernstes Problem. 58% nehmen dagegen Rassismus als ernstes gesellschaftliches Problem wahr.

Im Folgenden wird eine Beurteilung der Wirksamkeit der Massnahmen, die in der Schweiz zur Integration der Migrantinnen und Migranten sowie zur Bekämpfung von Rassismus ergriffen werden, präsentiert.

61% der Bevölkerung halten die Integrationsmassnahmen für angemessen, 13% haben den Eindruck, dass zu viel unternommen wird, und 25% denken, dass zu wenig getan wird. In Bezug auf die Rassismusbekämpfung denken ebenfalls 61% der in der Schweiz lebenden Personen, dass die Massnahmen ausreichend sind, 5% finden sie übertrieben und 31% meinen, sie seien ungenügend.

Die Bevölkerung hat eine klare Meinung dazu, wer die nötigen Massnahmen zur Integration der Migrantinnen und Migranten als auch zur Bekämpfung von Rassismus ergreifen sollte.

Integration

45% der Personen, die mit der Situation in Bezug auf die Integration nicht zufrieden sind, finden, dass der Staat Massnahmen ergreifen sollte. 20% denken, dass dies Aufgabe von Vereinen ist, während 14% meinen, dass dies in der Verantwortung jedes und jeder Einzelnen liegt. 6% sagen, dass es an den Ausländerinnen und Ausländern selbst liegt, Integrationsbemühungen zu unternehmen.

Rassismusbekämpfung

Was die Bekämpfung von Rassismus betrifft, finden 29% der Unzufriedenen, dass der Bund, die Kantone oder die Gemeinden entsprechende Massnahmen ergreifen müssten, weitere 22% denken, dass dies in der Verantwortung jedes Individuums liegen sollte. 19% sind der Ansicht, dass die Massnahmen durch Politikerinnen und Politiker zu ergreifen sind und 13% halten dies für eine Aufgabe der Schulen.

Rangfolge der Akteure
Rang Gesamtwertung Integration Rassismusbekämpfung
Top 5
1 Staat Staat Staat
2 Bürger/innen Vereine Bürger/innen
3 Vereine Bürger/innen Politik
4 Politik  Sozialbereich Schulen
5 Schulen  Politik Vereine
6 Wirtschaft Schulen Medien
7 Sozialbereich Wirtschaft Wirtschaft
8 Ausländer/innen Ausländer/innen Gesetzgebung
9 Medien Andere Akteure Polizei
10 Gesetzgebung Gesetzgebung Kirchen

Der Staat wird in beiden Bereichen am häufigsten genannt. Die Eigenverantwortung und die Rolle jeder bzw. jedes Einzelnen werden am zweithäufigsten genannt. In Bezug auf die Rassismusbekämpfung wird viel von den Politikerinnen und Politikern erwartet, während in Sachen Integration vermehrt auf die Initiative von Vereinen gezählt wird.

Weiterführende Informationen

Tabellen

Quellen

Kontakt

Bundesamt für Statistik Sektion Demografie und Migration
Espace de l'Europe 10

CH-2010 Neuchâtel
Schweiz

Kontakt

https://www.bfs.admin.ch/content/bfs/de/home/statistiken/bevoelkerung/migration-integration/zusammenleben-schweiz/evaluation-der-politik.html