Quote der geschädigte Personen nach ausgewählten Straftaten

Der Indikator zeigt den Anteil der ständigen Wohnbevölkerung, die aufgrund einer einfachen Körperverletzung oder Drohung gemäss dem Schweizerischen Strafgesetzbuch polizeilich registriert wurden.

Im Hinblick auf die Integration bedeutet eine Verringerung der Quote der geschädigten Personen ausgewählter Straftaten eine Verbesserung.

Hinweis: Die Ergebnisse müssen mit Vorsicht betrachtet werden, denn abgesehen von Geschlecht und Alter stehen in der polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) keine sozioökonomischen Daten zur Verfügung. Solche wären für eine vertiefte Analyse wichtig.

Tabellen

Definitionen

Geschädigte Person: Als geschädigt wird jede natürliche Person bezeichnet, die durch eine rechtswidrige Handlung einen Angriff auf ihre physische, psychische, soziale oder wirtschaftliche Integrität erleiden musste.

Bei der Interpretation der Daten muss darauf geachtet werden, dass die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) nur die ihr bekannt gewordenen Straftaten umfasst. Zur Dunkelziffer, d.h. die der Polizei nicht bekannte Kriminalität, enthält die PKS keine statistischen Daten.

Die ausgewählten Straftaten sind:

– einfache Körperverletzung (Definition gemäss Art. 123 StGB): wer vorsätzlich einen Menschen in anderer Weise an Körper oder Gesundheit schädigt;

– Drohungen (Definition gemäss Art. 180 StGB): wer jemanden durch schwere Drohung in Schrecken oder Angst versetzt.

Methodologie

Mit der Quote der geschädigten Personen wird die Zahl der in den letzten fünf Jahren für ausgewählte Straftaten gemeldeten Opfer angegeben, errechnet auf tausend Einwohnerinnen und Einwohner der entsprechenden mittleren ständigen Wohnbevölkerung, jeweils ohne Personen im Asylprozess mit einer Gesamtaufenthaltsdauer in der Schweiz von mindestens einem Jahr (arithmetisches Mittel der Bevölkerung auf fünf Jahre betrachtet).

Im Gegensatz zur Statistik der Bevölkerung und Haushalte (STATPOP) können Personen im Asylprozess mit einer Aufenthaltsdauer in der Schweiz von mindestens einem Jahr in der polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) nicht zur Wohnbevölkerung gezählt werden, da die Aufenthaltsdauer in der PKS nicht bekannt ist.  

Kontakt

Bundesamt für Statistik Sektion Demografie und Migration
Espace de l'Europe 10

CH-2010 Neuchâtel
Schweiz

Kontakt

https://www.bfs.admin.ch/content/bfs/de/home/statistiken/bevoelkerung/migration-integration/integrationindikatoren/sozialer-zusammenhalt/geschaedigten-straftaten.html