Quote der Beschuldigten nach ausgewählten Straftaten

Dieser Indikator zeigt den Anteil der Personen, die der einfachen Körperverletzung oder des Diebstahls gemäss dem Schweizerischen Strafgesetzbuch polizeilich registriert wurden.

Im Hinblick auf die Integration bedeutet eine Verringerung der Quote der Beschuldigten nach ausgewählten Straftaten eine Verbesserung.

Hinweis: Die Ergebnisse müssen mit Vorsicht betrachtet werden, denn abgesehen von Geschlecht und Alter stehen in der polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) keine sozioökonomischen Daten zur Verfügung. Solche wären für eine vertiefte Analyse wichtig.

Um eine aus kriminologischer Sicht sinnvolle Gruppe vergleichen zu können, konzentriert sich der hier präsentierte Indikator auf Männer zwischen 18 und 34 Jahren, die ihren ständigen Wohnsitz in der Schweiz haben.

Tabellen

Definitionen

Als beschuldigte Person gilt eine Person, die in einer Strafanzeige, einem Strafantrag oder von einer Strafbehörde in einer Verfahrenshandlung einer Straftat verdächtigt, beschuldigt oder angeklagt wurde. Bis zur Verurteilung der beschuldigten Person gilt jedoch die Unschuldsvermutung.

Die Straftaten für diesen Indikator sind:

– einfache Körperverletzung (Definition gemäss Art. 123 StGB): wer vorsätzlich einen Menschen in anderer Weise an Körper oder Gesundheit schädigt;

– Diebstahl (Definition gemäss Art. 139 StGB): wer jemandem eine fremde bewegliche Sache zur Aneignung wegnimmt, um sich oder einen andern damit unrechtmässig zu bereichern.

Bei der Interpretation der Daten muss darauf geachtet werden, dass die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) nur die ihr bekannt gewordenen Straftaten umfasst. Zur Dunkelziffer, d.h. die der Polizei nicht bekannte Kriminalität, enthält die PKS keine statistischen Daten. 

Die Quote der Beschuldigten gibt daher nicht die tatsächliche, sondern die von der Polizei registrierte Kriminalitätsbelastung einzelner Teilgruppen wieder.

Methodologie

Mit der Quote der Beschuldigten wird die Zahl der in den letzten fünf Jahren für ausgewählte Straftaten identifizierten 18- bis 34-jährigen Männer angegeben, errechnet auf tausend Einwohnerinnen und Einwohner der entsprechenden mittleren ständigen Wohnbevölkerung, jeweils ohne Personen im Asylprozess mit einer Gesamtaufenthaltsdauer in der Schweiz von mindestens einem Jahr (arithmetisches Mittel der Bevölkerung auf fünf Jahre betrachtet). Letztere stellen die Bevölkerung mit der grössten Wahrscheinlichkeit für ein rechtswidriges Verhalten dar.

Im Gegensatz zur Statistik der Bevölkerung und Haushalte (STATPOP) können Personen im Asylprozess mit einer Aufenthaltsdauer in der Schweiz von mindestens einem Jahr in der polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) nicht zur Wohnbevölkerung gezählt werden, da die Aufenthaltsdauer in der PKS nicht bekannt ist.

Kontakt

Bundesamt für Statistik Sektion Demografie und Migration
Espace de l'Europe 10

CH-2010 Neuchâtel
Schweiz

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https://www.bfs.admin.ch/content/bfs/de/home/statistiken/bevoelkerung/migration-integration/integrationindikatoren/sozialer-zusammenhalt/beschildigten-straftaten.html