Erfahrung rassistischer Diskriminierung

Tabellen

Definitionen

Unter Diskriminierung versteht man die Praxis, Personen bestimmte Rechte zu verweigern, sie ungerecht oder intolerant zu behandeln, zu demütigen, zu bedrohen oder zu gefährden. Als Erfahrung rassistischer Diskriminierung bezeichnet man die Benachteiligung oder Herabwürdigung von Personen auf Grundlage von körperlichen Eigenschaften, ihrer ethnischen Herkunft, ihrer religiösen Herkunft oder auf Grund ihrer Nationalität. Unter Rassismus versteht man eine Ideologie, in der Personen auf Basis von realen oder imaginären Unterschieden in verschiedene Gruppen mit als unveränderbar betrachteten Eigenschaften eingeteilt werden. Die Verfechter von Rassismus weisen den Personen als Vorwand für die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe eine gemeinsame pseudo-biologische oder kulturelle Herkunft zu. Die Verfechter von Rassismus rechtfertigen über reale und auch imaginäre Unterschiede die Ungleichheiten und Privilegien zwischen den Gruppen.

Im Zusammenhang mit der Integration wurden ausschliesslich Fälle mit Bezug auf die Staatsangehörigkeit, die Religion, die ethnische Herkunft, die Hautfarbe oder andere körperliche Merkmale berücksichtigt. Die Anzahl Personen, die in den fünf Jahren vor der Erhebung mindestens eine Erfahrung rassistischer Diskriminierung gemacht haben, wird geteilt durch die Gesamtzahl der nach ausgewählten soziodemografischen Merkmalen differenzierten Bevölkerungsgruppe. Der Wert wird in Prozent ausgedrückt.

Die Betroffenen konnten mehrere Situationen angeben, in denen sie Opfer einer rassistischen Diskriminierung wurden. Die Häufigkeit des Auftretens einer Situation wurde zur Gesamtheit aller Situationen in Beziehung gesetzt:

- In der Kategorie «sozioökonomische Situationen» wurden die erlebten Vorfälle bei der Wohnungssuche, bei der Suche nach einem Arbeitsplatz oder bei der Bewerbung um eine Arbeits- oder Lehrstelle, in der Schule, während des Studiums oder im beruflichen Alltag erfasst.

- In der Kategorie «öffentliche und staatliche Einrichtungen» wurden die erlebten Vorfälle in den Bereichen öffentliche Verwaltung, Gesundheitswesen, Polizei, Militär und Sozialhilfe erfasst.

- In der Kategorie «soziale Interaktionen» wurden die erlebten Vorfälle im öffentlichen Raum, beim Zugang zu Restaurants, Clubs oder Discos, in der Freizeit, beim Sport, in Vereinen erfasst.

-In der Kategorie «Familien- und Privatsphäre» wurden die erlebten Vorfälle im privaten Bereich oder in der Familie erfasst.

- Wenn keine bestimmte Situation erwähnt wurde, wurde «Andere Situationen» erfasst.

Methodologie

Die Ergebnisse für die kumulierten Jahre 2010/2012/2014 stammen aus der Pilotstudie «Erhebung Zusammenleben in der Schweiz» des GS-EDI.

Die Ergebnisse ab 2016 basieren auf der vom BFS durchgeführten Erhebung Zusammenleben in der Schweiz (ZidS).

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Alle Indikatoren

68 Indikatoren beschreiben die aktuelle Lage und die Entwicklung der Integration der Bevölkerung mit Migrationshintergrund bzw. der Ausländerinnen und Ausländer in 11 gesellschaftlichen Lebensbereichen.

Schlüsselindikatoren

34 Schlüsselindikatoren dokumentieren in kondensierter Form die erreichten Fortschritte auf dem Integrationsweg und den Stand der Integration der Bevölkerung mit Migrationshintergrund oder andernfalls der Bevölkerung nach Staatsangehörigkeit, kombiniert mit dem Geburtsort, sofern diese Variable verfügbar ist.

Kontakt

Bundesamt für Statistik Sektion Demografie und Migration
Espace de l'Europe 10

CH-2010 Neuchâtel
Schweiz

Kontakt

https://www.bfs.admin.ch/content/bfs/de/home/statistiken/bevoelkerung/migration-integration/integrationindikatoren/indikatoren/erfahrung.html