Integration

2017 hatten etwas mehr als 37% der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz ab 15 Jahren einen Migrationshintergrund. Davon gehören 30% zur ersten und gut 7% zur zweiten Generation. Bei dieser Bevölkerungsgruppe soll die Integration in die Gesellschaft der Schweiz gemessen werden.

Für die Messung des Integrationsgrades wurde die zugrundeliegende Typologie der Bevölkerung nach Migrationsstatus leicht angepasst: Zur Bevölkerung mit Migrationshintergrund zählen alle Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit (inklusive Ausländerinnen und Ausländer der dritten Generation). Sie umfasst auch die eingebürgerten Schweizerinnen und Schweizer der ersten Generation, die Eingebürgerten der zweiten Generation mit mindestens einem im Ausland geborenen Elternteil sowie die gebürtigen Schweizerinnen und Schweizer, deren Eltern beide im Ausland geboren wurden.

Zwei weitere Bevölkerungstypologien

Der Migrationsstatus der ständigen Wohnbevölkerung kann in einigen zur Integrationsmessung verwendeten statistischen Datenquellen nicht bestimmt werden, da die dafür notwendigen Variablen nicht vorhanden sind. In solchen Fällen werden folgende Kriterien herangezogen:

- Geburtsort;

- Staatsangehörigkeit.

2017 lag der Anteil der im Ausland geborenen ständigen Wohnbevölkerung bei knapp 30%. 25% der ständigen Wohnbevölkerung hatten eine ausländische Staatsangehörigkeit. Diese beiden Anteile sind kleiner als jener der Personen mit Migrationshintergrund.

Das Integrationsindikatorensystem ist eine unabhängige statistische Datenbasis im Bereich der Integration der Bevölkerung mit Migrationshintergrund in der Schweiz. Erfahren Sie hier mehr darüber: Integrationsindikatoren.

Weiterführende Informationen

Publikationen

Definitionen

Der Begriff «Integration» ist wissenschaftlich nicht eindeutig definiert. Dennoch können drei zentrale Aspekte identifiziert werden:

– Herstellung von Chancengleichheit und Gleichberechtigung, d. h. die gleichberechtigte Teilhabe und Teilnahme an gesellschaftlichen und politischen Entscheidungsprozessen bzw. gleichberechtigte Zugänge zu gesellschaftlichen Ressourcen;

– Angleichung der Lebenslagen zwischen verschiedenen Gruppen der Gesellschaft;

– Offenheit der Aufnahmegesellschaft gegenüber der zugewanderten bzw. nicht-nationalen Bevölkerung als Voraussetzung für Chancengleichheit bzw. Angleichungsprozesse.

Gemäss Schweizer Gesetzgebung soll die Integration längerfristig und rechtmässig anwesenden Ausländerinnen und Ausländern ermöglichen, am wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Leben des Landes teilzuhaben. Ziel der Integration, die einen langen Prozess für die Betroffenen und die Aufnahmegesellschaft darstellt, ist die chancengleiche Teilhabe von Ausländerinnen und Ausländern an der schweizerischen Gesellschaft.

Kontakt

Bundesamt für Statistik Sektion Demografie und Migration
Espace de l'Europe 10

CH-2010 Neuchâtel
Schweiz

Kontakt

https://www.bfs.admin.ch/content/bfs/de/home/statistiken/bevoelkerung/migration-integration/integration.html