Finanzielle Situation der Haushalte

Haushaltseinkommen

Das durchschnittliche Bruttoeinkommen von Paarhaushalten unterscheidet sich kaum danach, ob Kinder im Haushalt leben oder nicht. Einelternhaushalte haben hingegen ein geringeres Einkommen.

Einkommen (in Franken pro Monat) von Haushalten mit erwachsenen Personen im Erwerbsalter, nach Familienhaushaltstyp, kumulierte Daten 2009-2011

 

Durchschnittliche Haushaltsgrösse

Bruttoeinkommen
(Durchschnittswert)

Obligatorische Abzüge1

Verfügbares Einkommen

Paare ohne Kinder2

2.00

11 929

−3 407

8 327

Paare mit einem Kind

3.00

11 215

−3 213

7 893

Paare mit zwei Kindern

4.00

12 238

−3 323

8 823

Paare mit drei oder mehr Kindern

5.17

12 522

−3 383

9 099

Einelternhaushalte

2.48

6 965

−1 606

5 202

1) Beiträge an Sozialversicherungen, Steuern, Krankenkassen (Grundversorgung) und regelmässige Beiträge an andere Haushalte.
2) Nur Paare, bei denen die Person, die am meisten zum Gesamteinkommen des Haushalts beiträgt, jünger als 65 Jahre alt ist.

Quelle: BFS, HABE

Konsumausgaben

Das für Konsumausgaben verfügbare Einkommen wird durch Transferzahlungen (Steuern, Sozialversicherungsbeiträge, eventuelle Alimente, Kinderzulagen, Sozialleistungen, Renten und Bezüge aus der Pensionskasse) beeinflusst, die teilweise von der Familiensituation abhängen.

Trotz diesen Transferzahlungen – am deutlichsten spürbar bei den Einelternhaushalten – sind die Konsumausgaben pro Person geringer je grösser die Familie ist. Die unterschiedlich hohen Spareinlagen in Abhängigkeit vom Haushaltstyp weisen ebenfalls darauf hin, dass kinderreiche Familien und Einelternhaushalte weniger Geld zur Verfügung haben.

Konsumausgaben und Spareinlagen (in Franken pro Monat) von Haushalten mit erwachsenen Personen im Erwerbsalter, nach Familienhaushaltstyp, kumulierte Daten 2009-2011

 

Durchschnittliche Haushaltsgrösse

Konsumausgaben (Durchschnittswerte)

Spareinlagen

Paare ohne Kinder1

2.00

6 355

1 730

Paare mit einem Kind

3.00

6 440

1 004

Paare mit zwei Kindern

4.00

7 131

1 025

Paare mit drei oder mehr Kindern

5.17

7 153

864

Einelternhaushalte

2.48

4 712

714

1) Nur Paare, bei denen die Person, die am meisten zum Gesamteinkommen des Haushalts beiträgt, jünger als 65 Jahre alt ist.

Quelle: BFS, HABE

Familienzulagen und Steuerabzüge

Familienzulagen und Kinderabzüge bei den Steuern sind betreffend das Finanzvolumen die wichtigsten Instrumente der Schweizer Familienpolitik. Beide sind je nach Kanton verschieden ausgestaltet. Einige Kantone bieten spezifische Bedarfsleistungen für Familien mit Kleinkindern.

Seit dem 1. Januar 2009 ist das neue Bundesgesetz über die Familienzulagen in Kraft. Viele Kantone richten höhere Zulagen als die gesetzlich vorgeschriebenen Minimalbeträge aus. Einige Kantone zahlen auch eine Geburtszulage.

Sozialleistungen der Funktion "Familie und Kinder", in Tausend, für die Jahre 2008-2011

Art der Leistung

2008

2009

2010

2011

4 388

4 663

4 937

5 026

davon kantonale Familienausgleichskassen

1 531

2 060

2 281

2 414

davon Familienzulagen in der Landwirtschaft

145

156

147

140

Lohnfortzahlungen bei Mutterschaft2,3

580

646

691

716

Übrige

2 398

2 499

2 596

2 734

Sozialleistungen insgesamt

7 366

7 807

8 225

8 477

1) Mit Inkrafttreten des Familienzulagengesetzes am 1.1.2009 wurde die gesamte Zeitreihe revidiert
2) Seit 1.7.2005 wird der Erwerbsausfall bei Mutterschaft von der EO gedeckt.
3) Zeitreihe von 2005 bis 2011 wurde revidiert.

Quelle: BFS, GRSS

Armut und Sozialhilfe

Die Armutsgefährdung hängt stark von der familiären Situation ab. Alleinlebende Personen ab 65 Jahren und Personen in Einelternhaushalte sind am stärksten armutsgefährdet. Die Armutsgefährdungsquote bei Personen in kinderreichen Familien (drei oder mehr Kinder) ist ebenfalls hoch.

Sozialhilfe: Unterstützungsquote1 nach Unterstützungseinheiten2, in Prozent, für die Jahre 2006, 2008, 2010, 2012 und 2013

 

2006

2008

2010

2012

2013

Total Privathaushalte

4

3.6

3.8

4.5

4.6

Alleinlebende3

5.1

4

...

...

...

Paare ohne Kinder

1

0.8

0.8

0.9

0.9

Paare mit einem Kind

2.1

1.7

1.8

1.9

2.0

Paare mit zwei Kindern

1.6

1.4

1.3

1.4

1.4

Paare mit drei oder mehr Kindern

2.6

2.3

2.2

2.3

2.4

Einelternhaushalte

17.6

16.4

16.7

18.4

18.8

1) Unterstützungsquote: Anteil der Unterstützungseinheiten an allen Haushalten (Volkszählung 2000)
2) Unterstützungseinheit: Alle Personen eines Haushalts die für die Berechnung der Sozialhilfeleistungen berücksichtigt werden und deren Unterhalt ganz oder teilweise durch Sozialhilfeleistungen gedeckt wird.
3) Es handelt sich hier fast ausschliesslich um Personen unter 65 Jahren. Bedürftige Personen ab 65 Jahren erhalten Ergänzungsleistungen und nicht Sozialhilfe.
...= Mehr als 20% der Angaben stehen nicht zur Verfügung.
Quelle: BFS, STATPOP

Weiterführende Informationen

Tabellen

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Grundlagen und Erhebungen

Kontakt

Bundesamt für Statistik Sektion Demografie und Migration
Espace de l'Europe 10

CH-2010 Neuchâtel
Schweiz

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https://www.bfs.admin.ch/content/bfs/de/home/statistiken/bevoelkerung/familien/finanzielle-situation-haushalte.html