Die Mehrheit der Arbeitnehmenden mit Betreuungsaufgaben konnten in der Regel aus familiären Gründen Anfang und Ende der Arbeitszeit kurzfristig verschieben und/oder ganze Tage frei nehmen, ohne dafür Ferientage beziehen zu müssen. Flexible Arbeitszeiten waren für 73% der Männer und 63,5% der Frauen möglich. Umgekehrt konnten etwas mehr Frauen (54,9%) als Männer (48,3%) zusätzliche freie Tage in Anspruch nehmen.
Im Jahr 2018 übernahmen 1,9 Millionen Personen oder 35,5% der ständigen Wohnbevölkerung im Alter von 18 bis 64 Jahren regelmässig mindestens eine Betreuungsaufgabe. So betreuten drei Viertel von ihnen Kinder unter 15 Jahren, knapp ein Fünftel Kinder ab 15 Jahren oder Erwachsene und die restlichen regelmässig beide. Die grosse Mehrheit der Betreuenden war auf dem Arbeitsmarkt aktiv (96% bei den Männern und 80% bei den Frauen).
Allgemein beeinflusst die Betreuung von Kindern unter 15 Jahren die Erwerbstätigkeit von Frauen deutlicher als die von Männern. Die Reduktion des Arbeitspensums war 2018 die von Frauen am häufigsten genannte Folge (60,5%), während Männer am häufigsten die Arbeitszeiten ändern (23%).
Diese Ergebnisse basieren auf dem europäisch koordinierten Modul «Vereinbarkeit von Beruf und Familie» der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung 2018.
Internationale Datenbank:
Datenbank - Eurostat (europa.eu)
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