Die Prioritären Open Government Data der Schweiz

Die «Prioritären Open Government Data» sind Datensätze, deren Weiterverwendung einen erhöhten Nutzen für Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft hat. Die Verwaltung sollte deshalb sicherstellen, dass diese mit hoher Priorität als Open Government Data zur Verfügung gestellt werden. Die Prioritären Open Government Data unterstehen erhöhten Qualitätsanforderungen, um die Weiterverwendung zu unterstützen und den damit verbundenen Nutzen zu maximieren.

Das Konzept der Identifizierung und Veröffentlichung von «High Value Data» (oder hochwertigen Datensätze) ist Bestandteil der «EU-Richtlinie über offene Daten und die Weiterverwendung von Informationen des öffentlichen Sektors» (2019/1024). Die Schweiz orientiert sich an diesem Konzept und definiert eine Liste «Prioritärer Open Government Data», um sicherzustellen, dass die Publikation von Open Government Data in der Schweiz sowohl angebotsgetrieben («open by default») als auch nachfrageorientiert gestaltet wird.

So werden die Prioritären Open Government Data der Schweiz identifiziert:

  1. Das EDI definiert gemeinsam mit den Datenverantwortlichen der übrigen Departemente und der Bundeskanzlei aufgrund der internationalen Empfehlungen die prioritären Kategorien, in denen Prioritäre Open Government Data identifiziert werden können (zum Beispiel: Geoinformation, Erdbeobachtung und Umwelt, Meteorologie, Statistiken und Mobilität).
  2. Gemeinsam mit den Fachämtern wird ein Vorschlag möglicher Prioritärer Open Government Data konkretisiert. Mögliche Kriterien zu deren Identifizierung sind ihr Potential für die Schaffung von Mehrwert und neuer Geschäftsmodelle sowie auch aktuelle oder potentiell wichtige Nachfragen von Nutzern.
  3. Das EDI konsultiert anschliessend die interessierten Kreise, um eine Priorisierung aufgrund der Nachfrage vorzunehmen und eine finale Liste der prioritären Datensätze zu definieren.
  4. Für jeden Datensatz wird ein Auftrag erteilt: Die so mandatierte Bundesstelle prüft die Publikation mit hoher Dringlichkeit und stellt, soweit möglich, sicher, dass die Datensätze unter Einhaltung der Kriterien veröffentlicht werden.

Die ersten Datensätze sollen bis Ende 2020 definiert und wenn möglich auch publiziert sein. Der Prozess wird evaluiert und aufgrund der ersten Erfahrung weiter ausgebaut und regelmässig überprüft.

Die so identifizierten Prioritären Open Government Data unterstehen erhöhten Qualitätsanforderungen, um sicherzustellen, dass ihr Potential realisiert wird (Liste der Qualitätsanforderungen in Bearbeitung):

  • Hoher Grad der Maschinenlesbarkeit: Die Daten stehen beispielsweise via APIs oder als Linked Open Data zur Verfügung.
  • Vollständige Beschreibung: Sämtliche im Standard vorgehsehen Metainformationen werden in maschinenlesbarer Form veröffentlicht.
  • Minimale rechtliche Einschränkungen: Um das Potential der Daten zu realisieren, werden nur die zwingend notwendigen Einschränkungen angewendet, immer unter Berücksichtigung der rechtlichen Grundlagen.

Weitere Informationen zu diesem Prozess werden über diese Seite und über die weiteren Kommunikationskanäle der Geschäftsstelle Open Government Data bekannt gegeben.

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