Medienmitteilung

Unternehmensgruppen in der Schweiz 2014-2017 Unternehmensgruppen sind in der Schweiz für rund ein Drittel der Beschäftigten und knapp neun Zehntel des internationalen Warenhandels verantwortlich

17.12.2018 - Ende 2017 waren in der Schweiz 46 614 Unternehmen Teil einer Unternehmensgruppe. Sie stellten etwas mehr als ein Drittel der Gesamtbeschäftigung. Über den Zeitraum 2014 bis 2017 kam es zu bedeutenden Verschiebungen zwischen den Sitzländern der ausländisch kontrollierten Multinationalen. Eine überragende Bedeutung kommt den Unternehmensgruppen im grenzüberschreitenden Warenhandel zu, wo sie knapp neun Zehntel des Handelsvolumens bewältigen. Dies geht aus den Ergebnissen der neuen Statistik der Unternehmensgruppen des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.

Einheiten, die Teil einer Unternehmensgruppe sind, haben einen wichtigen Platz in der Schweizer Unternehmenslandschaft. Die Statistik der Unternehmensgruppen (STAGRE) erlaubt es erstmals, deren Bedeutung umfassend aufzuzeigen und zu analysieren. Ausländisch kontrollierte Wirtschafts-akteure in der Schweiz gehören per Definition vollumfänglich zum Bezugsraum der STAGRE. Somit ermöglicht diese Statistik, den Stellenwert der aus dem Ausland kontrollierten Unternehmen in der Schweiz zu beziffern.

Weitgehend stabile Bedeutung der Unternehmensgruppen

Per Ende 2017 waren in der Schweiz 46 614 Einheiten Teil einer Unternehmensgruppe. Diese Akteure verfügten über 1 810 976 Beschäftigte, was etwas mehr als einem Drittel der Gesamtbeschäftigung der Schweiz entsprach. Über die vier Referenzjahre, für welche Daten vorliegen, ist die Bedeutung der Unternehmensgruppen weitgehend stabil geblieben. Mit jährlich 0,7% entspricht die mittlere Wachs-tumsrate der Beschäftigten von Unternehmensgruppen weitgehend der Tendenz in der Gesamtwirt-schaft (2014 bis 2016: 0,7%).

Unternehmensgruppen mit Sitz in der Schweiz waren von wesentlich grösserer Bedeutung als ausländisch kontrollierte Gruppen. Letztere umfassten zuletzt 12 107 Unternehmen mit 478 865 Beschäftigten. Somit sind fast dreimal mehr Beschäftigte in Unternehmensgruppen unter Schweizer Kontrolle zu finden als in ausländisch kontrollierten Gruppen. Dasselbe Kräfteverhältnis gilt auch bezogen auf die Anzahl der Unternehmen. Die Beschäftigung von inländisch und ausländisch kontrollierten Gruppen wuchs zwischen 2014 und 2017 in vergleichbarem Umfang (0,7% bzw. 0,9%). 

Top drei der Sitzländer konstant, China holt auf

Die Zusammensetzung und Rangfolge der drei wichtigsten Sitzländer für in der Schweiz aktive Filialen ausländischer multinationaler Unternehmensgruppen blieb zwischen 2014 und 2017 unverändert. 2017 waren mehr als die Hälfte aller Beschäftigten in ausländischen Unternehmens-gruppen einem der Top-3-Länder Deutschland (24,8%), Vereinigte Staaten (18,5%) und Frankreich (12,4%) zuzurechnen. Dieselbe Rangordnung liess sich auch in allen Referenzjahren bezogen auf die Anzahl Unternehmen finden.

Diese Konstanz an der Spitze sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es zwischen 2014 und 2017 zu bedeutenden Verschiebungen bezüglich der Sitzländer von ausländisch kontrollierten Unternehmen gekommen ist. So hat sich die Anzahl Arbeitsplätze in chinesisch kontrollierten Unternehmen mehr als versiebenfacht, nämlich von 1815 auf 13 965. Ein Anstieg der Beschäftigten war ebenfalls in Unternehmen unter britischer bzw. liechtensteinischer Kontrolle zu verzeichnen (+14,1% bzw. +16,9%; mittlere jährliche Wachstumsraten 2014–2017), während die Beschäftigung der Einheiten von französischen Multinationalen zurückging (–6,1%).

Unternehmensgruppen insbesondere in Industrie und Handel präsent

Unternehmensgruppen sind in den verschiedensten Branchen vertreten, insbesondere aber im verarbeitenden Gewerbe und im Handel. Im Jahr 2016 stellten in den zwei genannten Wirtschafts-abschnitten Unternehmensgruppen 798 000 Arbeitsplätze; dies entspricht 44% aller Beschäftigten von Unternehmensgruppen. In den ausländisch kontrollierten Unternehmensgruppen konzentriert sich gar mehr als die Hälfte (53%) aller Beschäftigten (248 000 an der Zahl) auf diese zwei Wirtschaftsabschnitte

Im Internationalen Warenhandel dominieren die Unternehmensgruppen

Bezüglich der Importe und Exporte von Waren (inklusive Edelmetalle) nehmen Unternehmens-gruppen eine absolut herausragende Stellung ein: 86% der Importe und 92% der Exporte werden von Unternehmen abgewickelt, die Teil einer Gruppe sind. Bei den Einfuhren sind ausländisch kontrol¬lierte Gruppen stärker vertreten als inländisch kontrollierte, während letztere für die Mehrheit der Ausfuhren verantwortlich sind. Der Löwenanteil der Importe und Exporte von Unternehmensgruppen lässt sich auf Einheiten zurückführen, die einem der beiden bereits weiter oben erwähnten Wirtschaftsabschnitte verarbeitendes Gewerbe oder Handel angehören.

Zusätzliche Informationen wie Tabellen und Grafiken finden Sie im nachfolgenden PDF.


 

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