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Parahotellerie im Jahr 2020 Parahotellerie im Jahr 2020: Logiernächte sinken um 11,3%, Nachfrage auf Campingplätzen steigt stark an

14.06.2021 - Die Parahotellerie verzeichnete im durch die Covid-19-Pandemie geprägten Jahr 2020 insgesamt 14,8 Millionen Logiernächte. Gegenüber 2019 entspricht dies einem Rückgang von 11,3%. Die inländische Nachfrage stieg um 3,8% auf 11,9 Millionen Logiernächte, der Anteil der Inlandgäste lag damit bei 80,3%. Die Logiernächtezahl der ausländischen Besucherinnen und Besucher sank hingegen um 44,4% auf 2,9 Millionen. Die europäischen Gäste verbuchten mit 2,8 Millionen (–35,7%) den grössten Logiernächteanteil der ausländischen Gäste. Soweit einige der definitiven Ergebnisse des Bundesamtes für Statistik (BFS).

Anhand der kumulierten Zahlen der Hotellerie und der Parahotellerie kann eine Gesamtbilanz für die touristische Beherbergung in der Schweiz erstellt werden. 2020 wurden in der Schweiz 38,5 Millionen Logiernächte verzeichnet, was gegenüber 2019 einem Minus von 31,5% entspricht. Die inländischen Gäste generierten 28,3 Millionen Logiernächte (–3,7%), die ausländischen Gäste 10,3 Millionen (–61,9%).  

Nur leichter Logiernächterückgang bei den Ferienwohnungen

Im Jahr 2020 ging der grösste Anteil der Logiernächte in der Parahotellerie auf kommerziell bewirtschaftete Ferienwohnungen zurück (48,4%). Mit einem Jahrestotal von 7,2 Millionen Logiernächten nahm die Nachfrage gegenüber 2019 um 1,3% ab. Bei den inländischen Gästen wurden 5,5 Millionen Logiernächte verbucht (+26,4% gegenüber dem Vorjahr), bei den ausländischen Gästen 1,7 Millionen (–42,2%). Mehr als 95% der Logiernächte der ausländischen Gäste wurden von Gästen aus Europa generiert (1,6 Millionen; –31,7%). 

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in kommerziell bewirtschafteten Ferienwohnungen belief sich 2020 auf 6,6 Nächte. Verteilt auf die sieben Grossregionen war die Nachfrage mit insgesamt 2,8 Millionen Logiernächten in der Genferseeregion am stärksten, gefolgt von der Ostschweiz mit 2,5 Millionen Logiernächten.

Einbruch um 39% bei den Kollektivunterkünften

Mit einem Rückgang von 39,0% bei 3,4 Millionen Logiernächten im Jahr 2020 waren die Kollektivunterkünfte am stärksten durch die Covid-19-Pandemie betroffen. Sowohl bei den Schweizer Gästen (3,0 Millionen Logiernächte; –34,3%) als auch bei den Besucherinnen und Besuchern aus dem Ausland (450 000; –58,8%) brach die Nachfrage stark ein. Mit 414 000 Logiernächten (–48,6%) hatten die Gäste aus Europa den grössten Anteil an der ausländischen Nachfrage (92,1%). Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in einer Kollektivunterkunft betrug 2,5 Nächte. Die Ostschweiz positionierte sich mit 1,0 Millionen Logiernächten an der Spitze der Grossregionen. 

Starkes Wachstum auf Campingplätzen

Mit 4,2 Millionen Logiernächten registrierten die Campingplätze im Jahr 2020 – trotz der behördlich verordneten Schliessung im Frühjahr – 11,1% mehr Logiernächte als im Vorjahr. Dies hauptsächlich weil die Anzahl Logiernächte in den Monaten Juli bis Oktober um 33,1% anstieg im Vergleich zur Vorjahresperiode. Ganzjährig gingen 3,4 Millionen Logiernächte auf das Konto von inländischen Gästen, was einer Zunahme von 33,9% entspricht. Die Besucherinnen und Besucher aus dem Ausland (davon 99,3% aus Europa) verzeichneten 760 000 Logiernächte (–36,8%). Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag 2020 bei 3,2 Logiernächten. Mit 973 000 Logiernächten war der Espace Mittelland die Grossregion mit der höchsten Anzahl Logiernächten auf Campingplätzen, gefolgt von der Genferseeregion (967 000).

Zusätzliche Informationen wie Tabellen finden Sie in der nachfolgenden PDF-Datei.


 

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