Medienmitteilung

Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer im Jahr 2023 Immer mehr Schweizerinnen und Schweizer wohnen im Ausland, insbesondere in Europa

28.03.2024 - Ende 2023 lebten 813 400 Schweizer Staatsangehörige im Ausland. Ihre Zahl ist gegenüber 2022 gewachsen (+13 400 Personen bzw. +1,7%). Nahezu zwei Drittel der Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer sind in Europa niedergelassen, über ein Viertel in Frankreich. Viele sind aber auch auf anderen Kontinenten wohnhaft. Dies sind einige Ergebnisse der Auslandschweizerstatistik des Bundesamtes für Statistik (BFS).

Am 31. Dezember 2023 waren 813 400 Schweizerinnen und Schweizer bei einer zuständigen Schweizer Vertretung im Ausland angemeldet, was gegenüber 2022 einer Zunahme um 1,7% entspricht. Dieser Anstieg ist höher als jener im Vorjahr (+1,5%).

Gegenüber 2022 nahm die Zahl der Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer auf den meisten Kontinenten zu, so in Asien (+3,1%), Europa (+1,9%), Ozeanien (+1,2%), Nordamerika (+1,0%) sowie Lateinamerika und Karibik (+0,4%). Nur in Afrika ist sie zurückgegangen (-0,2%). Diese Entwicklungen sind nur teilweise auf die Wanderungsbewegungen der Schweizerinnen und Schweizer zurückzuführen. Ebenfalls dazu beigetragen haben die Differenz zwischen der Anzahl Geburten und der Anzahl Todesfälle sowie die Einbürgerungen. Drei Viertel der Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer haben mehrere Staatsangehörigkeiten.

Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer leben hauptsächlich in Europa 

520 700 der insgesamt 813 400 Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer leben in Europa (64%), rund ein Viertel allein in Frankreich (209 300). Darauf folgen Deutschland (99 600 Personen), Italien (52 000), das Vereinigte Königreich (40 200) und Spanien (26 500). Gegenüber 2022 hat die Zahl der Schweizer Staatsangehörigen in diesen fünf Ländern zugenommen. Am stärksten fiel der Anstieg in Spanien (+2,7%), am geringsten in Frankreich und Italien (je +1,4%) aus. Demgegenüber leben in Portugal vergleichsweise wenige Schweizer Staatsangehörige (6900), wobei ihre Zahl dort europaweit am stärksten gestiegen ist (+13,9%).

Beliebteste Länder auf den anderen Kontinenten

2023 lebten 292 700 Schweizerinnen und Schweizer ausserhalb des europäischen Kontinents, namentlich in Nordamerika (16%), Lateinamerika und in der Karibik (7%) sowie in Asien (7%), Ozeanien (4%) und Afrika (2%).

Die grösste Schweizer Gemeinschaft ausserhalb Europas findet sich in Nordamerika, vor allem in den USA, wo mit 83 700 Personen ein Zehntel aller Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer wohnt. Ein grosser Teil von ihnen (58%) ist im erwerbsfähigen Alter (18-64 Jahre). An zweiter Stelle folgt Kanada mit 41 500 Schweizer Staatsangehörigen.

In der Region Lateinamerika und Karibik sind die meisten Schweizerinnen und Schweizer in Argentinien zu finden (15 100 bzw. 2% aller Auslandschweizer/-innen), gefolgt von Brasilien (13 600) und Chile (5700). Die in Argentinien lebenden Schweizerinnen und Schweizer haben zu 95% mehrere Staatsangehörigkeiten (gegenüber 75% aller Auslandschweizer/-innen). Der Männeranteil ist in Argentinien tiefer als bei der Gesamtheit der im Ausland lebenden Schweizerinnen und Schweizer (83 gegenüber 86 Männer pro 100 Frauen). In den anderen Ländern mit den meisten Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern ausserhalb Europas sind diese Werte höher, aber die Frauen sind überall in der Mehrheit.

Auf dem asiatischen Kontinent ist die grösste Schweizer Gemeinschaft in Israel zu finden (23 700 Personen bzw. 3% aller Auslandschweizer/-innen). Darauf folgen Thailand (10 400) und die Philippinen (3600). Beim Altersaufbau zeigt sich in Israel ein sehr grosser Anteil junger Menschen: 46% der dort lebenden Schweizerinnen und Schweizer sind jünger als 18 Jahre (gegenüber 21% bei der Gesamtheit der Auslandschweizer/-innen). Zum Vergleich: In Thailand und in den Philippinen liegt der Anteil dieser Altersgruppe lediglich bei 12% bzw. 17%. Die in Israel lebende Schweizer Bevölkerung zeichnet sich zudem durch eine gleichmässigere Geschlechterverteilung aus (97 Männer pro 100 Frauen) als in der Gesamtheit aller Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer.

In Ozeanien konzentriert sich die Schweizer Gemeinschaft hauptsächlich auf Australien (26 400) und Neuseeland (7300). 3% aller Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer leben in Australien. Wie in den USA ist der Anteil der Personen zwischen 18 und 64 Jahren leicht höher als der Durchschnitt (58% gegenüber 56%).

Auf dem afrikanischen Kontinent leben die meisten Schweizerinnen und Schweizer in Südafrika (7700 bzw. 1% aller Auslandschweizer/-innen). Der Anteil der Personen ab 65 Jahren liegt dort deutlich über dem Wert aller im Ausland lebenden Schweizerinnen und Schweizer (32% gegenüber 23%). In Südafrika ist der Anteil der Schweizer Staatsangehörigen ohne weiteren Pass mit 26% höher als in den Ländern der anderen Kontinente, in denen jeweils die grösste Schweizer Gemeinschaft lebt (Frankreich: 18%; USA: 23%; Argentinien: 5%; Israel: 15%; Australien: 18%).

In diesen Ländern stieg die Zahl der Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer zwischen 2022 und 2023 an, und zwar um 1,4% in Frankreich (+2854 Personen), um 1,2% in den USA (+1005), um 0,3% in Argentinien (+42), um 1,1% in Australien (+286) und um 3,6% - und damit am stärksten - in Israel (+833). Unter Berücksichtigung des Altersaufbaus ist der Anstieg in Israel wohl weitgehend auf die Geburt von Schweizer Kindern zurückzuführen. In Südafrika wie auch auf dem gesamten afrikanischen Kontinent ist die Zahl der Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer rückläufig (-111; -1,4%).

Immer mehr ältere Menschen

21% der Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer waren unter 18 Jahre alt. Der Anteil der 18- bis 64-Jährigen belief sich auf 56% und jener der Personen ab 65 Jahren auf 23%. Gegenüber 2022 sind die entsprechenden Bestände um +1,2%, +0,9% bzw. +3,9% gewachsen. Wie bereits im Vorjahr war die Zunahme in der ältesten Altersgruppe am stärksten. In den Ländern mit einer grossen Schweizer Gemeinschaft ist der Anteil der Personen ab 65 Jahren in Thailand (41%), Portugal (34%), Spanien (32%) und Südafrika (32%) am höchsten. Zwischen 2022 und 2023 wuchs er in Portugal und Thailand mit +15,6% bzw. +8,2% besonders stark.

Zusätzliche Informationen finden Sie in der nachfolgenden PDF-Datei.


 

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