Medienmitteilung

Schweizerische Gesundheitsbefragung 2017: Alkoholkonsum In den letzten 25 Jahren ist der tägliche Alkoholkonsum in der Schweiz stark zurückgegangen

25.11.2019 - 2017 tranken mehr als 80% der Bevölkerung Alkohol. Dieser Anteil hat sich seit 25 Jahren kaum verändert, während sich der Anteil Personen, die täglich Alkohol konsumieren, von 20% im Jahr 1992 auf 11% im Jahr 2017 halbiert hat. Demgegenüber ist bei den Personen, die sich mindestens einmal pro Monat betrinken, seit zehn Jahren eine Zunahme zu verzeichnen. 2017 belief sich ihr Anteil auf 16%. Männer trinken häufiger und weitaus mehr Alkohol als Frauen. Gemäss der vom Bundesamt für Statistik (BFS) durchgeführten Schweizerischen Gesundheitsbefragung (SGB) nehmen die Geschlechterunterschiede jedoch tendenziell ab.

2017 tranken nach eigenen Angaben 68% der Männer und 49% der Frauen mindestens einmal pro Woche Alkohol. Die Trinkgewohnheiten variieren stark nach Geschlecht und Alter und haben sich im Laufe der letzten 25 Jahre verändert.

15% der Männer konsumieren täglich Alkohol

2017 gaben 15% der Männer und 7% der Frauen an, täglich Alkohol zu trinken. Der tägliche Alkoholkonsum nimmt mit steigendem Alter stetig zu und verzeichnet beim Übergang ins Rentenalter einen sprunghaften Anstieg. 26% der Personen ab 65 Jahren trinken täglich Alkohol.

In den vergangenen 25 Jahren hat der Anteil der Personen, die Alkohol konsumieren, stagniert (1992: 84%; 2017: 82%). Der Anteil der täglich Konsumierenden ist hingegen von 20% auf 11% zurückgegangen. Bei den Männern halbierte er sich von 30% im Jahr 1992 auf 15% im Jahr 2017, bei den Frauen sank er im gleichen Zeitraum von 12% auf 7%.

Darüber hinaus ging der Anteil der täglich Alkohol trinkenden Personen in allen Altersklassen bis 64 Jahre zurück. Bei den Personen ab 65 Jahren bewegt er sich hingegen seit 25 Jahren auf ungefähr gleichem Niveau (1992: 29%; 2017: 26%). In dieser Altersklasse ist der Anteil der täglich Konsumierenden nach wie vor am höchsten.

Rauschtrinken hat in den letzten zehn Jahren zugenommen

Die Trinkgewohnheiten haben sich im Lauf der Zeit verändert. Tendenziell wird weniger oft Alkohol getrunken, dafür bei bestimmten Gelegenheiten in grösseren Mengen. Episodisch riskanter Konsum bzw. Rauschtrinken ist bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis 34 Jahre stärker verbreitet und entspricht dem Konsum von mindestens vier Standardgläsern (Frauen) bzw. fünf Gläsern (Männer) eines alkoholischen Getränks innerhalb weniger Stunden.

Der Anteil der Personen, die sich mindestens einmal pro Monat betrinken, stieg von 11% im Jahr 2007 auf 16% im Jahr 2017 an. Bei den 15- bis 24-Jährigen hat sich der Unterschied zwischen den Geschlechtern in den letzten zehn Jahren verringert: Der Anteil der jungen Frauen, die sich mindestens einmal pro Monat betrinken, hat sich verdoppelt (von 12% auf 24%), während jener der jungen Männer unverändert blieb (jeweils 30%).

Jugendliche und junge Erwachsene bevorzugen Bier, ältere Wein

Rund die Hälfte der Bevölkerung trinkt mindestens einmal pro Woche Wein (51%) oder Bier (43%). Bei den Spirituosen und Alcopops betragen diese Anteile 16% bzw. 2%. Während Bier und Spirituosen in erster Linie bei Männern beliebte Getränke sind, wird Wein von beiden Geschlechtern in ähnlichem Umfang getrunken (Männer: 53%; Frauen; 48%).

Die Konsumgewohnheiten unterscheiden sich stark je nach Alter. Während bei den 15- bis 24-Jährigen 40% mindestens einmal pro Woche Bier und 23% mindestens einmal wöchentlich Wein trinken, liegen diese Anteile bei den Personen ab 75 Jahren bei 26% (Bier) und 60% (Wein). Spirituosen werden am meisten von den 15- bis 34-Jährigen konsumiert. Alcopops werden hingegen hauptsächlich von den 15- bis 24-Jährigen getrunken.

Mehr Frauen als Männer haben nie Alkohol konsumiert

Jede fünfte Person trank im Jahr 2017 keinen Alkohol, wobei die Frauen häufiger abstinent waren (23%) als die Männer (13%). 10% der Bevölkerung haben nie Alkohol getrunken und 8% sind Ex-Konsumierende. Deutlich mehr Frauen als Männer haben nie Alkohol konsumiert (15% gegenüber 6%). In den letzten 25 Jahren ist der Anteil der abstinenten Personen stabil geblieben (1992: 16%; 2017: 18%); dies gilt für beide Geschlechter.

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