17.11.2020 - Neue statistische Informationen

Subjektives Wohlbefinden und Lebensbedingungen 2018: Webaktualisierung

In der ersten Hälfte des Jahres 2020 hatte die Gesundheitskrise infolge der Covid-19-Pandemie in der Schweiz keinen Einfluss auf die Zufriedenheit mit dem jetzigen Leben und den persönlichen Beziehungen, das Gefühl von Glück oder den selbst wahrgenommenen Gesundheitszustand.

Das Vertrauen in das politische System hat dagegen signifikant zugenommen. Der Anteil Personen, die ein hohes oder sehr hohes Vertrauen in das politische System angeben, stieg während des partiellen Lockdowns von 47,5% auf 54,0%. Besonders gewachsen ist das Vertrauen bei den Personen über 65 Jahren, Frauen, den Personen mit schweizerischer Nationalität und den Personen mit höherem Bildungsstand (Sekundarstufe II oder tertiäres Bildungsniveau).

Seit Beginn der Gesundheitskrise wurden aber auch Sorgen bezüglich der künftigen finanziellen Situation geäussert, insbesondere eine deutlich geringere Arbeitsplatzsicherheit: Der Anteil der Erwerbsbevölkerung, die das Risiko, ihren Arbeitsplatz zu verlieren, als sehr gering einschätzt, ist von 64,2% Anfang 2020 auf 53,5% während des partiellen Lockdowns gesunken. Vor allem Männer, ausländische Personen, und Personen mit finanziellen Schwierigkeiten, äussern eine geringere Arbeitsplatzsicherheit.

Darüber hinaus befand sich die Schweiz hinsichtlich des subjektiven Wohlbefindens vor der globalen Gesundheitskrise unter den am besten gestellten Ländern in Europa: 38% der Schweizer Wohnbevölkerung bezeichneten sich im Jahr 2018 als sehr zufrieden mit ihrem jetzigen Leben, gegenüber 25% in Europa. Auf europäischer Ebene steigt die Zufriedenheit mit dem jetzigen Leben mit dem BIP pro Einwohnerin bzw. Einwohner, sowie mit dem Vertrauen in die Institutionen und in andere.

Thema Wirtschaftliche und soziale Situation der Bevölkerung

Zugeordnete Dokumente


https://www.bfs.admin.ch/content/bfs/de/home.gnpdetail.2020-0647.html