Medienmitteilung

Polizeiliche Kriminalstatistik 2016

2016 erneut weniger Einbrüche in der Schweiz


Neuchâtel, 27.03.2017 (BFS) - Gemäss der polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) des Bundesamtes für Statistik (BFS) sind die Einbrüche 2016 um weitere 11 Prozent zurückgegangen. Während 2012 mit 201 polizeilich registrierten Einbrüchen pro Tag der bisherige Höchststand seit der Statistikrevision im Jahr 2009 erreicht wurde, fiel diese Zahl im Jahr 2016 auf 127. Ferner ging die Anzahl der beschuldigten Minderjährigen von 2009 bis 2016 bei den Widerhandlungen gegen das Strafgesetzbuch insgesamt um fast die Hälfte zurück.

2016 nahmen die Widerhandlungen gegen das Strafgesetzbuch um 4,1 Prozent und jene gegen das Ausländergesetz um 0,7 Prozent ab. Die Straftaten gegen das Betäubungsmittelgesetz verzeichneten ein Minus von 3,3 Prozent, der Handel mit Betäubungsmitteln blieb hingegen unverändert. Die Einbrüche (Einbruch- und Einschleichdiebstähle) waren zwischen 2015 und 2016 erneut rückläufig (-11%), dies entspricht 5,6 Einbrüchen pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Verzeigungen wegen anderer Diebstähle ebenfalls rückläufig

Diese rückläufige Tendenz ist auch bei anderen Diebstahlsformen zu beobachten: bei unspezifizierten Diebstählen, Entreissdiebstählen, Trickdiebstählen, Taschendiebstählen, Diebstählen ab/aus dem Fahrzeug (mit oder ohne Fahrzeugeinbruch) und bei Fahrzeugdiebstählen.

Verzeigungen wegen Verleumdungen, Beschimpfungen und übler Nachrede haben zwischen 2015 und 2016 hingegen um 16, 5 bzw. 4 Prozent zugenommen. Alle diese Straftaten verzeichnen seit der Statistikrevision im Jahr 2009 eine Zunahme, Verleumdungen haben sich sogar mehr als verdoppelt; sie sind von 667 Straftaten im Jahr 2009 auf 1384 im Jahr 2016 gestiegen.

Alle drei Wochen stirbt eine Frau durch häusliche Gewalt

2016 starben in der Schweiz 19 Personen, davon 18 Frauen, durch häusliche Gewalt. Mit anderen Worten: Durchschnittlich ereignete sich alle 20 Tage ein solches Tötungsdelikt an einer Frau. Detailangaben hierzu werden im Juni veröffentlicht.

Zahl der beschuldigten Minderjährigen hat sich seit 2009 halbiert

Die Zahl der wegen Widerhandlungen gegen das Strafgesetzbuch beschuldigten Minderjährigen (7938) ist im Vergleich zum Vorjahr erneut zurückgegangen (-1,4%). 2016 wurden nur halb so viele Minderjährige verzeigt wie noch 2009. Sie machen neu 10 Prozent sämtlicher Beschuldigten aus. Die Zahl der beschuldigten jungen Erwachsenen (18- bis 24-Jährige) ist ebenfalls gesunken (-0.3%) und erreichte den tiefsten Stand seit 2009. Bei den Erwachsenen ab 25 Jahren erhöhte sich die Anzahl der Beschuldigten im Vergleich zum Vorjahr um 2,4 Prozent auf 55'984.

Detailinformationen auf der Internetseite des BFS

Im Jahresbericht sind die Ergebnisse der polizeilichen Kriminalstatistik zusammenfassend dargestellt. Genauere Informationen zu einzelnen Themen wie häuslicher Gewalt, Tötungsdelikten oder Straftaten gegen das Vermögen sind auf der Internetseite des BFS zu finden. Dort stehen auch eine interaktive Datenbank zu den Straftaten und Beschuldigten nach Kanton sowie interaktive Karten und Grafiken zur Verfügung.


 

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Polizeiliche Kriminalstatistik 2016
(PDF, 3 Seiten, 97 kB)


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