Nachhaltige Entwicklung - MONETBildung und Kultur - Frühzeitige Schulabgänger/innen
In einer nachhaltigen Gesellschaft soll das Humankapital, also Wissen und Können, vermehrt und qualitativ verbessert werden (Prinzipien 7a und c; 10a und b). Wissen und Können sind ein Schlüssel für die persönliche Entfaltung und ein unabdingbarer «Rohstoff» für eine innovative und leistungsfähige Gesellschaft. In einer wissensbasierten Gesellschaft und Wirtschaft ist der Erwerb einer nachobligatorischen Ausbildung (Sekundarstufe II) eine Mindestanforderung, um Risiken auf dem Arbeitsmarkt (prekäre Erwerbsarbeit und Arbeitslosigkeit) zu minimieren, und er bildet eine Grundlage zur Teilnahme am lebenslangen Lernen.
Der Indikator zeigt den Anteil der 18- bis 24-Jährigen, die über keinen nachobligatorischen Abschluss verfügen und an keiner Aus- oder Weiterbildung teilnehmen.
Relevante Prinzipien der Nachhaltigen Entwicklung: 7a Entwicklung des Humankapitals, 7c Förderung der Lernfähigkeit, 10a Förderung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, 10b Innovations und wettbewerbsfreundliche Wirtschaftsordnung
Kommentar
Der Anteil frühzeitiger Schulabgänger/innen bewegt sich zwischen 6% und 10%. Solche frühzeitigen Ausbildungsabbrüche können mit der Familiensituation oder der Lage auf dem Arbeitsmarkt zusammenhängen. Die Längsschnittuntersuchung TREE (Transition Erstausbildung – Erwerbsleben) zeigt, dass die individuellen Lebensläufe sehr vielfältig sind und sozioökonomische, kulturelle oder geografische Faktoren eine wichtige Rolle bei den frühzeitigen Ausbildungsabbrüchen spielen. Die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK), Arbeitgeberverbände, Gewerkschaften und der Bund haben sich zum Ziel gesetzt, den Anteil der 25-Jährigen, die keinen Bildungsabschluss auf Sekundarstufe II erworben haben, bis 2020 auf unter 5% zu senken.
Bemerkung:
Ziel der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren: 95% der 25-Jährigen mit einem Diplom der Sekundarstufe II bis 2020.
Weiterführende Informationen:
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