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Statistik Schweiz

Nachhaltige Entwicklung - MONETThema 03 - Anteil Langsamverkehr am Freizeitverkehr

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Bedeutung des Indikators
In einer Nachhaltigen Entwicklung gilt es, die Belastung der Umwelt durch Abfälle und Emissionen zu minimieren (Postulat 17a) und den Verbrauch natürlicher Ressourcen zu begrenzen (Postulat 16a und 16b). Dieser Grundsatz ist auch bei der Gestaltung unserer Freizeit zu beachten. Heute verursacht die Freizeitmobilität in der Schweiz 44% aller zurückgelegten Distanzen, was einen beträchtlichen Ressourcenverbrauch sowie Schadstoff- und Lärmemissionen zur Folge hat. Am umweltschonendsten ist die Fortbewegung zu Fuss oder mit dem Velo, auch als Langsamverkehr bezeichnet. Der Langsamverkehr hat zudem eine positive Wirkung auf die Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden. Aus der Sicht der Nachhaltigen Entwicklung ist diese Art der Freizeitmobilität also vorzuziehen.
Der Indikator zeigt den Anteil zu Fuss oder mit dem Velo zurückgelegter Distanzen am gesamten Freizeitverkehr. Seine Entwicklung gibt einen Hinweis auf ein verändertes Freizeitverhalten.

Relevante Postulate der Nachhaltigen Entwicklung: 2b Gesundheitsförderung, 16a Verbrauchsbegrenzung für erneuerbare Ressourcen, 16b Verbrauchsbegrenzung für nicht erneuerbare Ressourcen, 17a Begrenzung abbaubarer Abfälle und Schadstoffe
Anteil Langsamverkehr am Freizeitverkehr
Quelle: ARE, BFS: Mikrozensus Verkehrsverhalten Daten zur Grafik

Kommentar
Der Anteil der zu Fuss oder mit dem Velo zurückgelegten Distanzen am gesamten Freizeitverkehr betrug im Jahr 2005 10.0%. Damit ist der Anteil des Langsamverkehrs am Freizeitverkehr seit 2000 (9.5%) leicht gestiegen. Das Auto war 2005 mit einem Anteil von 69% der Distanzen das dominierende Verkehrsmittel im Freizeitverkehr, gefolgt von der Bahn mit 13%. Die übrigen gut 8% verteilen sich auf Bus, Tram, Postauto, Motorrad und andere Verkehrsmittel.
Da zu Fuss und mit dem Velo naturgemäss nur kürzere Distanzen zurückgelegt werden, fallen selbst gelegentliche längere Auto- oder Zugreisen bereits stark ins Gewicht. Deshalb ist nicht zu erwarten, dass der Langsamverkehr distanzmässig je einen überwiegenden Anteil des Freizeitverkehrs ausmachen wird.

Der registrierte Anstieg des Anteils des Langsamverkehrs ist zum Teil ein Nebeneffekt des steigenden Anteils der Bahn. Er muss daher nicht zwingend auf mehr Freizeitaktivitäten in der näheren Umgebung und eine im Sinne der Nachhaltigen Entwicklung erwünschte Veränderung hinweisen.


Weiterführende Informationen:

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