Neu wurde die monetäre Evaluation der unbezahlten Arbeit mittels der durchschnittlichen Arbeitskosten
pro geleistete Arbeitsstunde durchgeführt, an Stelle des bisher verwendeten Brutto-brutto-Stundenlohns. Der Arbeitskostenansatz entspricht der für das Satellitenkonto Haushaltsproduktion angewendeten Marktkostenmethode besser, da für die monetäre Evaluation der unbezahlten Arbeit angenommen wird, dass der Privathaushalt respektive die Privatperson die unbezahlte Arbeit durch eine über den Markt vermittelte Arbeitskraft ausführen lässt und so theoretisch in die Position eines Arbeitgebers versetzt wird.
Die wichtigsten Unterschiede zu den früheren Berechnungen: Der Brutto-brutto-Lohn bezieht sich auf die bezahlten Stunden; die Arbeitskosten auf die effektiv gearbeiteten Stunden, weshalb der Äquivalenz-Stundenlohn höher ausfällt (Ferien, Feiertage, Krankheit, Unfall oder Abwesenheit aus anderen Gründen werden dabei berücksichtigt). Als Berechnungsbasis für die Arbeitskosten wurde die Lohnstrukturerhebung 2006 gewählt, die neben Lohndaten für die Privatwirtschaft und den Bund auch Daten der kantonalen und kommunalen öffentlichen Sektoren enthält. Dies hat einen unterschiedlichen Einfluss auf die Arbeitskosten für bestimmte Tätigkeitsgruppen.
Entsprechend dem höheren Lohnansatz fällt auch die monetäre Bewertung der unbezahlten Arbeit höher aus als bei den früheren Berechnungen.

