Der Bundesrat hat der Schaffung einer neuen Jugendstrafvollzugsstatistik der vorsorglich angeordneten Schutzmassnahmen und der Sanktionen (JUSAS) zugestimmt. Diese Statistik hat zum Ziel, die Notwendigkeit, Wirkung und Effizienz der strafrechtlichen Sanktionen zu evaluieren. Sie soll es ermöglichen, die Verläufe der Strafverfolgung bei Jugendlichen über ihre gesamte Jugend hindurch zu beobachten und ihre Chancen auf Resozialisierung beurteilen zu können.
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Neuchâtel, 26.03.2012 (BFS) – Im Jahr 2011 wurden in der polizeilichen Kriminalstatistik des Bundesamts für Statistik (BFS) 692'954 Straftaten erfasst. Im Vergleich zum Vorjahr haben die Straftaten gegen das Strafgesetzbuch um 6 Prozent zugenommen (+31'980 Straftaten). Dieser Anstieg ist bei den Diebstählen (+16%, +29'787) besonders ausgeprägt, während beispielsweise bei den Straftaten im Zusammenhang mit Widerhandlungen gegen Leib und Leben (-7%, -1842) oder gegen die sexuelle Integrität (-3%, -200) eine Abnahme zu verzeichnen ist. Ebenfalls zugenommen haben die Verzeigungen aufgrund von Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz (+2%, +2038) sowie gegen das Ausländergesetz (+10%, +2792). In Bezug auf die Beschuldigten zeigt sich im Bereich des Strafgesetzbuches (-1,9%, -1521) lediglich bei den Minderjährigen (-21%, -2849) und den jungen Erwachsenen (-0,6%, -91) ein Rückgang.
Neuchâtel, 21.03.2011 (BFS) - Im Jahr 2010 wurden in der polizeilichen Kriminalstatistik des Bundesamts für Statistik (BFS) 656'858 Straftaten erfasst. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Straftaten gegen das Strafgesetzbuch um 5 Prozent gesunken. Einen Anstieg hat es hingegen bei den Verzeigungen aufgrund Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz (+4%) und gegen das Ausländergesetz (+7%) gegeben. Über alle Straftaten betrachtet, beläuft sich der Rückgang auf 2 Prozent. Auch bei den Beschuldigten zeigt sich ein Rückgang von gut einem Prozent, der bei den Minderjährigen (-8%) besonders ausgeprägt ist.
Neuchâtel, 11.01.2011 (BFS) - Am 1. September 2010 waren in der Schweiz 6181 Personen in Einrichtungen des Freiheitsentzugs inhaftiert. Dies ist der höchste Bestand seit 1999. Die Belegungsrate nahm gegenüber 2009 um 1,5 Prozentpunkte auf 92,5 Prozent im gesamtschweizerischen Mittel zu. In den lateinischen Kantonen ist eine Sättigung festzustellen, und ihre Belegungsrate von 105 Prozent zeigt eine weitere Verschlechterung der Situation an. Von den Inhaftierten befanden sich 31 Prozent in Untersuchungshaft, 61 Prozent im Straf- und Massnahmenvollzug, 6 Prozent waren im Rahmen von Zwangsmassnahmen gemäss Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer und 2 Prozent aus anderen Gründen inhaftiert. Seit 2004 ist der prozentuale Anteil an ausländischen Inhaftierten stabil und macht 72 Prozent des Gesamtbestandes aus.
Neuchâtel, 22.03.2010 (BFS) - 2009 wurden in der neuen polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) 446'505 Fälle mit insgesamt 676'309 Straftaten registriert. Diese verteilen sich mehrheitlich auf das Strafgesetzbuch (82%) und dabei hauptsächlich auf Diebstähle und Sachbeschädigungen. Verstösse gegen das Betäubungsmittelgesetz (13%) und gegen das Ausländergesetz (4%) sind weitere, neu in der nun vereinheitlichten und gesamtschweizerisch vergleichbaren polizeilichen Kriminalstatistik des Bundesamtes für Statistik (BFS) erfasste Straftaten. Damit liegen für das Jahr 2009 erstmals die nationalen Daten nach neuem Konzept vor.
Neuchâtel, 19.01.2010 (BFS) - Am 2. September 2009 waren in der Schweiz 6084 Personen in Einrichtungen des Freiheitsentzugs inhaftiert. Dies ist der zweithöchste Bestand seit 1999. Von den Inhaftierten befanden sich 31 Prozent in Untersuchungshaft, 59 Prozent im Straf- und Massnahmenvollzug, 7 Prozent waren im Rahmen von Zwangsmassnahmen gemäss Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer und 3 Prozent aus anderen Gründen inhaftiert. Die Belegungsrate betrug 91 Prozent und lag damit 5 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Besonders hoch war die Rate mit 100 Prozent in der lateinischen Schweiz, wo einige Gefängnisse sogar überbelegt waren. Die Zahl der Inhaftierten im Verhältnis zur Wohnbevölkerung ist ebenfalls gestiegen: Sie hat von 76 auf 80 Inhaftierte pro 100'000 Personen zugenommen.
Neuchâtel, 30.10.2009 (BFS) - Mit dem am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen revidierten Sanktionenrecht wurden zwei neue Strafen eingeführt: die Geldstrafe und die gemeinnützige Arbeit. Am häufigsten wurden im Jahr 2008 Geldstrafen ausgesprochen, meistens waren sie mit einer Busse verbunden. Dadurch stieg die Gesamtsumme der monetären Strafen zwischen 2005 und 2008 um mehr als zwei Drittel. Während der Anteil der unbedingten Freiheitsstrafen für Straftaten, die vorher in der Regel mit einer Freiheitsstrafe unter sechs Monaten geahndet wurden, stark rückläufig war, ist er für die schwerwiegendsten Delikte stabil geblieben.
Neuchâtel, 19.05.2009 (BFS) - Der Anteil der Schweizer Staatsangehörigen, die nach einer strafrechtlichen Verurteilung erneut straffällig werden, nimmt seit Ende der 1980er-Jahre ständig ab. Am häufigsten werden Personen wiederverurteilt, die jung, männlich und bereits vorbestraft sind und die schwere Straftaten begangen haben. Bei den Minderjährigen und jungen Erwachsenen sind Rückfälle häufiger geworden, jedoch nicht bei den schwersten Delikten. In Kantonen, deren Sanktionspraxis als streng gilt, sind Rückfälle nicht seltener als in Kantonen mit milderen Strafen. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse der vom Bundesamt für Statistik (BFS) durchgeführten Analysen zu den strafrechtlichen Rückfällen.
Das Statistische Jahrbuch der Stadt Zürich ist soeben erschienen. Bewährt und begehrt, ist es ein wichtiges Aarbeitsmittel für die einen oder aber ein schöner, zum Verweilen einladender Schmökerband für die anderen. Das Buch bietet mit seinen 544 Seiten die umfassendsten statistischen Informationen über die Stadt Zürich und seine Wohnquartiere
Neuchâtel, 08.09.2008 (BFS) - Die Opferhilfe-Beratungsstellen haben hauptsächlich mit Straftaten zu tun, die im Rahmen enger Beziehungen erlitten werden. 2007 bestand bei über der Hälfte der Beratungen zwischen dem Opfer und der tatverdächtigen Person eine familiäre Beziehung. Bei den Opfern handelt es sich mehrheitlich um Frauen und bei den Tatverdächtigen um Männer. Dies sind die jüngsten Ergebnisse der Opferhilfestatistik des Bundesamtes für Statistik (BFS).
Neuchâtel, 10.03.2008 (BFS) - In den Jahren 2000 - 2004 wurden in der Schweiz im Jahresdurchschnitt 50 Frauen und 11 Männer Opfer eines versuchten oder vollendeten Tötungsdeliktes seitens des ehemaligen oder aktuellen Partners. An den Folgen der Tat starben dabei pro Jahr im Mittel 22 weibliche und 4 männliche Opfer. Frauen aus der ständigen ausländischen Wohnbevölkerung waren 2,4-mal häufiger Opfer einer solchen Straftat als Schweizer Frauen. Gut die Hälfte aller weiblichen Opfer wurde bereits vor der Tat von demselben Tatverdächtigen bedroht und/oder tätlich angegriffen. Männer aus der ständigen ausländischen Wohnbevölkerung traten 3,1-mal häufiger als Tatverdächtige in Erscheinung als Schweizer. Diese und weitere Ergebnisse ergab eine Analyse der Daten einer Sondererhebung des Bundesamts für Statistik (BFS).
Neuchâtel, 08.01.2008 (BFS) - Die Polizei führt vermehrt Verkehrskontrollen durch und es werden mehr Fahrzeuglenkende auf ihren Blutalkoholgehalt geprüft. Mehr als ein Drittel der von der Polizei angehaltenen Fahrzeuglenkenden musste sich einer Atemalkoholkontrolle unterziehen. Einer von zehn Tests stellte einen Blutalkoholgehalt von über 0,5 Promille fest. Die Deliktsquoten im Jahr 2007 haben sich gegenüber 2005 kaum verändert. Soweit einige wichtige Ergebnisse der Erhebung der Atemalkoholkontrollen, die im Juni 2007 vom Bundesamt für Statistik (BFS) bei den Polizeibehörden durchgeführt wurde.
Neuchâtel, 01.11.2007 (BFS) - Die Zahl der verwahrten Personen im Massnahmevollzug stieg zwischen 1992 und 2006 um das 2,5 Fache von 83 Verwahrten auf 218. Das bis 2006 gültige Strafgesetzbuch kennt zwei Arten der Verwahrung - die der Gewohnheitsverbrecher und der geistig Abnormen. Befanden sich Ende 1992 noch 37 Gewohnheitsverbrecher in der Verwahrung, so waren es Ende 2006 nur noch halb so viele (19 Personen). Ganz anders verhält es sich mit den Verwahrungen geistig Abnormer; durch eine restriktive Entlassungspraxis hat sich die Zahl der Insassen von 46 (Ende 1992) auf 199 (Ende 2006) vervierfacht. Bei den 218 Verwahrten handelte es sich vorwiegend um Männer (92%), die im Mittel 44 Jahre alt waren und die schweizerische Staatszugehörigkeit (77%) besassen.
Neuchâtel, 04.09.2007 (BFS) - Mehr und mehr Jugendliche werden strafrechtlich verurteilt. Dass dies kein neuartiges Phänomen ist, zeigt der fast durchgängige, langsame Anstieg der Urteilsraten bei Jugendlichen seit Mitte des letzten Jahrhunderts. Wie die heute vorgelegten Analysen zeigen, wirkt sich diese Zunahme bei Jugendlichen später nicht auf eine Erhöhung der Erwachsenenkriminalität aus. Bei Jugendkriminalität handelt es sich überwiegend um Vermögensstraftaten, insbesondere Diebstahl, während Strassenverkehrsdelikte und Drogendelikte, welche nicht den Drogenkonsum betreffen, kaum vorkommen. Wurden früher mehrheitlich stationäre Sanktionen, wie ausserfamiliäre Platzierungen und Einschliessungen, ausgesprochen, überwiegen heute Arbeitsleistungen und weniger eingriffsintensive ambulante Massnahmen.
Neuchâtel, 24.05.2007 (BFS) - Mit Inkrafttreten des revidierten Strafgesetzbuches am 1. Januar 2007 gerät das neue Sanktionsrecht, insbesondere die weitere Zurückdrängung der Freiheitsstrafe, in den Blickpunkt von Fachleuten und Bevölkerung. Das Bundesamt für Statistik präsentiert in Form einer Ausstellung Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Anwendung dieser Strafe sowie den Wandel der Einrichtungen des Freiheitsentzugs.
Neuchâtel, 27.02.2007 (BFS) - Am 6. September 2006 waren 5888 Personen in Schweizer Gefängnissen inhaftiert. Ein Drittel von ihnen befand sich in Untersuchungshaft. 80 Prozent der Untersuchungshäftlinge waren ausländischer Nationalität, davon besassen 55 Prozent keine Aufenthaltsbewilligung. Dieser Anteil hat seit 2004 zugenommen, während der Anteil der Ausländer mit Aufenthaltsbewilligung zurückgegangen ist. Besonders häufig wurde die Untersuchungshaft in den Kantonen Basel-Stadt, Genf und Zürich (in 33% der Verurteilungen) angeordnet, dort ist auch die mediane Aufenthaltsdauer verhältnismässig kurz (2 Tage). In diesen Kantonen betrafen 2005 die Verurteilungen mit einer angerechneten Untersuchungshaft von höchstens 2 Tagen in 83 Prozent der Fälle Ausländer. Über die Hälfte dieser ausländischen Personen wurde wegen Verstössen gegen das Gesetz über den Aufenthalt und die Niederlassung von Ausländern (ANAG) verurteilt. Dies geht aus der neusten Erhebung zum Freiheitsentzug des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.
Neuchâtel, 11.12.2006 (BFS) - Die Polizei führt immer mehr Strassenverkehrskontrollen durch, um dem Fahren in angetrunkenem Zustand und Geschwindigkeitsübertretungen vorzubeugen. Die Strassenverkehrsteilnehmenden erwarten nicht, häufiger kontrolliert zu werden, geben aber an, weniger oft Widerhandlungen im Strassenverkehr zu begehen. Nahezu die Hälfte der Lenkerinnen und Lenker ist weiterhin der Ansicht, es würden zu wenig Alkoholkontrollen durchgeführt. Die Senkung des Alkoholgrenzwerts auf 0,5 Promille und anlassfreie Kontrollen stossen auf zunehmende Akzeptanz. Soweit die wichtigsten Ergebnisse der Statistik der polizeilichen Verkehrskontrollen sowie einer telefonischen Umfrage des Bundesamtes für Statistik (BFS) und der Schweizerischen Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu).
Neuchâtel, 12.10.2006 (BFS) - In den Jahren 2000 - 2004 registrierte die Polizei jährlich durchschnittlich 213 Opfer versuchter oder vollendeter Tötungsdelikte. Pro Jahr waren im Durchschnitt 127 Opfer männlich und 86 Opfer weiblich. Kamen bei den Opfern 1,5 männliche auf ein weibliches Opfer, dann waren es bei den Tatverdächtigen sieben männliche auf eine weibliche Tatverdächtige. Sieben von zehn Opfern kannten die tatverdächtige Person bereits vor der Tat. Bei den weiblichen Opfern stammten diese meistens aus dem häuslichen Bereich. Diese und andere Ergebnisse ergab eine Sondererhebung des Bundesamts für Statistik (BFS).
Neuchâtel, 02.10.2006 (BFS) - Die Beratungsstellen haben hauptsächlich mit Gewalt im Rahmen enger Beziehungen zu tun. 2005 bestand, wie bereits in den Vorjahren, bei rund drei Vierteln der Beratungen eine Beziehung zwischen dem Opfer und der tatverdächtigen Person, bei über der Hälfte handelte es sich dabei um eine Familienbeziehung. Die Opfer sind überwiegend Frauen und Kinder, die diesen Taten wiederholt ausgesetzt sind, ohne dass die Polizei oder das Gericht davon Kenntnis besitzt. Dies sind die jüngsten Ergebnisse der Opferhilfestatistik des Bundesamtes für Statistik (BFS).
Seit 2002 verzeichnen die Anstalten und Institutionen des Freiheitsentzugs einen starken Anstieg der Anzahl Insassinnen und Insassen. Am Stichtag der Erhebung 2005, am 7. September, waren sie durchschnittlich zu 93 Prozent ausgelastet. Der prozentuale Anteil der verschiedenen Haftformen ist seit Anfang dieses Jahrzehnts stabil geblieben. Am Stichtag 2005 befand sich ein Drittel der inhaftierten Personen in Untersuchungshaft, und über die Hälfte der Untersuchungshäftlinge verfügten entweder über keine Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz oder wiesen einen ungewissen Aufenthaltsstatus auf. Die jährlichen Eintritte in die Auslieferungs- und Ausschaffungshaft haben sich zwischen 2002 und 2004 kaum verändert, während in derselben Zeitspanne die mittlere Aufenthaltsdauer zugenommen hat. Dies geht aus der neuesten Erhebung zum Freiheitsentzug des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.
Die im Januar 2005 in Kraft getretenen Massnahmen, wie beispielsweise die Senkung der gesetzlichen Blutalkohollimite und anlassfreie Atemalkoholkontrollen, zeigen Auswirkungen auf das Verhalten der Motorfahrzeuglenkenden: Die Zahl der schweren Strassenverkehrsunfälle ist stark zurückgegangen (-12%), vor allem diejenige der Unfälle unter mutmasslichem Alkoholeinfluss (-26%). Gleichzeitig ist auch eine Abnahme der Zahl der Unfälle mit überhöhter Geschwindigkeit als mutmasslicher Ursache zu beobachten (-10%). Neben der breiten öffentlichen Diskussion und den Informationskampagnen in den Medien dürften auch die intensiveren Polizeikontrollen das Verhalten beeinflusst haben. Die langfristige Wirksamkeit dieser Massnahmen bleibt zu überprüfen. Das neu auf der BFS-Website abrufbare Indikatorensystem zur Strassenverkehrsdelinquenz soll hierfür einen Beitrag leisten.
Von 1984 bis 2003 ist die Zahl der jährlich ins Strafregister eingetragenen Verurteilungen von 57'000 auf über 86'000 Fälle gestiegen. Die Analyse dieser Entwicklung nach Hauptsanktion zeigt praktisch eine Verdoppelung der Bussen und eine starke Zunahme der bedingten Freiheitsstrafen. Demgegenüber nehmen die unbedingten Freiheitsstrafen und die Massnahmen tendenziell ab. In über 90 Prozent der Fälle beträgt die Dauer der unbedingten Freiheitsstrafen weniger als sechs Monate. Soweit einige wichtige Ergebnisse aus 20 Jahren Strafurteilsstatistik des Bundesamtes für Statistik (BFS).
Wenn Minderjährige (von 7 bis unter 18 Jahre) verurteilt werden, so geschieht dies mehrheitlich wegen Konsums von Betäubungsmitteln oder Diebstahl. 13 Prozent der Urteile umfassen ein im strafrechtlichen Sinne oft weniger gravierendes Gewaltdelikt. Während der Anteil der Urteile wegen Diebstahls in den letzten drei Jahren stabil geblieben ist, hat sich jener der Urteile wegen Konsums von Betäubungsmitteln 2003 verringert. Straftätige Minderjährige werden oft mit einer Arbeitsleistung, einem Verweis oder einer unbedingten Busse bestraft. Soweit einige wichtige Ergebnisse der Jugendstrafurteilsstatistik des Bundesamtes für Statistik (BFS).
Der Grossteil der polizeilichen Verzeigungen aufgrund des Betäubungsmittelgesetzes betrifft ausschliesslich den Konsum von Betäubungsmitteln, und zwar vor allem von Cannabis. Die Zahl dieser Verzeigungen hat im vergangenen Jahrzehnt kontinuierlich zugenommen, wobei von diesem Anstieg vor allem Minderjährige betroffen sind. Die Anzahl der Verzeigungen wegen des Konsums anderer Betäubungsmittel ist seit Mitte der 1990er-Jahre rückläufig. Soweit die wichtigsten Ergebnisse einer aktuellen Studie des Bundesamtes für Statistik (BFS).
Wenn Kinder oder Jugendliche (7 bis unter 18 Jahre) verurteilt werden, so geschieht dies mehrheitlich wegen des Konsums von Betäubungsmitteln oder wegen Diebstahls. In den vergangenen vier Jahren war eine von zehn geahndeten Straftaten ein Gewaltdelikt. Oft handelte es sich dabei um strafrechtlich gesehen wenig gravierende Taten. Minderjährige werden in der Regel mit einem Verweis, einer Arbeitsleistung oder einer unbedingten Busse bestraft. Angesichts der öffentlichen Diskussion zur Jugendgewalt lässt sich sagen, dass die Jugendkriminalität hauptsächlich von geringfügigen Delikten bestimmt wird. Soweit die wichtigsten Ergebnisse der Erhebung zur Jugendstrafurteilsstatistik des Bundesamtes für Statistik (BFS) von 2002.