Verzeigungen. Die erweiterte und modernisierte Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) konnte gesamtschweizerisch erstmals 2010 ausgewertet werden. Im Jahr 2009 wurden gesamthaft 446'505 Kriminalfälle mit 676'309 strafrechtlich relevanten Handlungen – Straftaten – registriert. Von diesen Straftaten entfielen 82% auf das Strafgesetzbuch (StGB, 553'421 Straftaten), 13% auf das Betäubungsmittelgesetz (BetmG, 85'742), 4% auf das Ausländergesetz (AuG, 27'056) und 1% auf weitere Bundesnebengesetze (10'090). Die Aufklärungsquote bei Tötungsdelikten lag bei 88%, bei Vermögensstraftaten bei 17%.
Kriminalität, StrafrechtPanorama
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Das Panorama zu «Kriminalität, Strafrecht»
| Dokument / Objekt | Titel | Periode | |
|---|---|---|---|
| 593 KB |
Kriminalität, Strafrecht: Panorama (xx-d-00.01-pan-19) Bundesamt für Statistik BFS |
2011 | |
Aus dem Inhalt
Weitere Schwerpunkte in diesem Panorama
- Verurteilungen: Wurden Mitte der 1980er-Jahre etwas über 45'000 Verurteilungen gegen Erwachsene gezählt, so hat sich deren Zahl verdoppelt und liegt seit 2005 bei rund 90 000. Die Entwicklung läuft je nach dem den Verurteilungen zu Grunde liegenden Gesetz sehr unterschiedlich.
- Delinquenten: Die Kriminalstatistiken zeigen deutlich, dass Frauen viel seltener strafrechtlich in Erscheinung treten als Männer. Bei den Verzeigungen liegt der Frauenanteil bei 22% (2009), wobei je nach Straftaten beträchtliche Unterschiede bestehen. (...) Bei den Urteilen ist die durchschnittliche Frauenquote (14%) etwas niedriger als bei den Verzeigungen. Auch hier bestehen je nach Deliktart beträchtliche Unterschiede.
- Jugenddelinquenz: 2009 wurden 15'064 Urteile gegen Minderjährige ausgesprochen. 47% betrafen Straftaten gegen das Vermögen und 29% Betäubungsmitteldelikte. 16% der Urteile (rund 2400) wurden wegen Gewaltdelikten gefällt.
- Sanktionspraxis: Am häufigsten wurden im Jahr 2009 Geldstrafen, d. h. monetäre, nach Tagessätzen berechnete Strafen, ausgesprochen. Sie betrafen 86% der 94'574 Verurteilungen von erwachsenen Personen. Bei 9% wurden als Hauptstrafe eine Freiheitsstrafe und bei 5% eine gemeinnützige Arbeit verhängt.
- Einrichtungen des Freiheitsentzugs: In der Schweiz gab es 2009 114 Einrichtungen des Freiheitsentzugs
(2008: 117) mit insgesamt 6683 Plätzen. Am Stichtag, dem 2. September 2009, waren 6084 (2008: 5780) Plätze belegt. Die Belegungsrate betrug 91%.
Zuletzt aktualisiert am: 25.02.2011

