Verzeigungen. Die modernisierte Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) stellt für die Jahre 2009 und 2010 sehr detaillierte Informationen zur polizeilich registrierte Kriminalität für die ganze Schweiz zur Verfügung. Im Jahr 2010 wurden gesamthaft 429'324 Kriminalfälle mit 656'858 strafrechtlich relevanten Handlungen – Straftaten – registriert. Von diesen Straftaten entfielen 80% auf das Strafgesetzbuch (StGB, 527'897 Straftaten), 14% auf das Betäubungsmittelgesetz (BetmG, 89'173), 4% auf das Ausländergesetz (AuG, 28'943) und 2% auf weitere Bundesnebengesetze (10'845). Die Aufklärungsquote bei Tötungsdelikten lag bei 91%, bei Vermögensstraftaten bei 19%.
Kriminalität, StrafrechtPanorama
Das Panorama ist ein Überblick über wichtige Entwicklungen und Zusammenhänge im Bereich "Kriminalität, Strafrecht" – ein Dokument mit Text und Grafiken, angeboten zum Download im Format pdf.
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Das Panorama zu «Kriminalität, Strafrecht»
| Dokument / Objekt | Titel | Periode | |
|---|---|---|---|
| 665 KB |
Kriminalität, Strafrecht: Panorama (xx-d-00.01-pan-19) Bundesamt für Statistik BFS |
2012 | |
Aus dem Inhalt
Weitere Schwerpunkte in diesem Panorama
- Verurteilungen: Wurden Mitte der 1980er-Jahre etwas über 45'000 Verurteilungen gegen Erwachsene gezählt, so hat sich deren Zahl mehr als verdoppelt und liegt 2010 bei rund 98'000. Die Entwicklung läuft je nach dem den Verurteilungen zu Grunde liegenden Gesetz sehr unterschiedlich.
- Delinquenten: Die Kriminalstatistiken zeigen deutlich, dass Frauen viel seltener strafrechtlich in Erscheinung treten als Männer. Bei den Verzeigungen liegt der Frauenanteil bei 22% (2010), wobei je nach Straftaten beträchtliche Unterschiede bestehen. (...) Bei den Urteilen ist die durchschnittliche Frauenquote (15%) etwas niedriger als bei den Verzeigungen. Auch hier bestehen je nach Deliktart beträchtliche Unterschiede.
- Jugenddelinquenz: 2010 wurden 15'646 Urteile gegen Minderjährige ausgesprochen. 46% betrafen Straftaten gegen das Vermögen und 29% Betäubungsmitteldelikte. 17% der Urteile (rund 2600) wurden wegen Gewaltdelikten gefällt.
- Sanktionspraxis: Am häufigsten wurden im Jahr 2010 Geldstrafen, d. h. monetäre, nach Tagessätzen berechnete Strafen, ausgesprochen. Sie betrafen 86% der 98'200 Verurteilungen von erwachsenen Personen. 85% dieser Geldstrafen wurden bedingt ausgesprochen. Bei 9% der Verurteilungen wurden als Hauptstrafe eine Freiheitsstrafe und bei 4% eine gemeinnützige Arbeit verhängt.
- Einrichtungen des Freiheitsentzugs: In der Schweiz gab es 2010 114 Einrichtungen des Freiheitsentzugs (2009: 114) mit insgesamt 6683 Plätzen. Am Stichtag, dem 1. September 2010, waren 6181 (2009: 6084) Plätze belegt. Die Belegungsrate betrug 93%.
Zuletzt aktualisiert am: 06.03.2012

