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Statistik Schweiz

Kriminalität, StrafrechtPanorama


Das Panorama ist ein Überblick über wichtige Entwicklungen und Zusammenhänge im Bereich "Kriminalität, Strafrecht" – ein Dokument mit Text und Grafiken, angeboten zum Download im Format pdf.

Wer nicht einen allgemeinen Überblick, sondern vor allem die aktuellsten Zahlen und detailliertere Daten sucht, findet sie in den Angeboten der einzelnen Unterthemen in der Navigation links.

Das Panorama zu «Kriminalität, Strafrecht»

Dok. Titel Periode
Kriminalität, Strafrecht: Panorama. Download (). Inhalt wird in neuem Fenster geöffnet. 453 KB Kriminalität, Strafrecht: Panorama
(xx-b-00.01-pan-19)
Bundesamt für Statistik BFS
2010
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Aus dem Inhalt

Bei den Verurteilungen nach Strafgesetzbuch (StGB) blieben die Zahlen bis 2001 praktisch konstant; bezogen auf die Wohnbevölkerung waren sie sogar rückläufig. Von 2002 bis 2004 war ein starker Anstieg zu beobachten, erstmals auch relativ zur Wohnbevölkerung. Seither blieben die Zahlen unverändert (rund 28'000 Urteile pro Jahr).

Die Vermögensdelikte bilden nach wie vor die weitaus ­grösste Gruppe der StGB-Delikte (die Hälfte aller StGB-Verurteilungen ergehen zumindest unter anderem wegen eines Ver­mögensdeliktes). Bei den Gewaltstraftaten haben in den letzten Jahren vor allem die weniger schwerwiegenden Tatformen deutlich zugenommen.


Weitere Schwerpunkte in diesem Panorama

  • Strassenverkehrsdelinquenz: Die Zahl der Verurteilungen wegen Verstössen gegen das Strassenverkehrsgesetz hat sich seit 1984 um gut das Zweieinhalbfache auf rund 54'000 (2008) erhöht..
  • Delinquenten: Die Kriminalstatistiken zeigen deutlich, dass Frauen viel seltener strafrechtlich in Erscheinung treten als Männer. Bei den Verzeigungen liegt der Frauenanteil bei 16% (Jahresdurchschnitt seit 1984), wobei je nach Straftaten beträchtliche Unterschiede bestehen. Besonders tief liegt der Anteil bei Verletzungen der sexuellen Integrität (2008: 3%), relativ hoch bei Veruntreuung (2008: 24%).
  • Jugenddelinquenz: 2008 wurden 14'600 Urteile gegen Minderjährige ausgesprochen. 48% betrafen Straftaten gegen das Vermögen und 26% Betäubungsmitteldelikte. 17% der Urteile (rund 2400) wurden wegen Gewaltdelikten gefällt.
  • Sanktionspraxis: Am häufigsten wurden im Jahr 2008 Geldstrafen, d. h. monetäre, nach Tagessätzen berechnete Strafen, ausgesprochen. Sie betrafen 86% der 91'271 Verurteilungen von erwachsenen Personen. Bei 9% wurden als Hauptstrafe eine Freiheitsstrafe und bei 5% eine gemeinnützige Arbeit verhängt.
  • Einrichtungen des Freiheitsentzugs: In der Schweiz gab es 2008 117 Einrichtungen des Freiheitsentzugs (2007: 115) mit insgesamt 6736 Plätzen. Am Stichtag, dem 3. September 2008, waren 5780 Plätze belegt. Somit lag die Belegungsrate wie in den beiden Vorjahren bei 86%.
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