PolitikPanorama
Das Panorama ist ein Überblick über wichtige Entwicklungen und Zusammenhänge im Bereich «Politik» – ein Dokument mit Text und Grafiken, angeboten zum Download im Format pdf.
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Das Panorama zu «Politik»
| Dokument / Objekt |
Titel |
Periode |
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431 KB |
Politik: Panorama
(xx-d-00.01-pan-17)
Bundesamt für Statistik BFS
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2012
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Aus dem Inhalt
Bei den Nationalratswahlen 2011 hat die Entwicklung des Parteiensystems der letzten Jahrzehnte eine Änderung erfahren. Zwar hielt der Prozess, wonach die traditionellen bürgerlichen Parteien FDP.Die Liberalen (im Folgenden FDP genannt) und CVP an Parteistärke verlieren, weiter an. Von diesen Verlusten profitierten erstmals seit langem nicht mehr die SVP, sondern die jungen Parteien GLP und BDP.
Diese gewannen zusammen über 9 Prozentpunkte dazu und erreichten je eine Parteistärke von 5,4%. Fast alle anderen Parteien gehörten dagegen mehr oder weniger ausgeprägt zu den Verliererinnen. Am stärksten traf es die bürgerlichen Parteien CVP, FDP und SVP sowie die Grünen.
Weitere Schwerpunkte in diesem Panorama
- Frauen im Parlament: Die Frauen – 53% der Wahlberechtigten – sind im 200-köpfigen Nationalrat mit 29% vertreten. Hatte sich ihre Zahl seit den ersten Nationalratswahlen mit Frauenbeteiligung (1971) stetig vergrössert, so ist sie 2011 erstmals leicht gesunken (–1 auf 58). (...) In den Bundesrat wurde erstmals 1984 eine Frau gewählt. Nach einem Unterbruch zwischen 1989 und 1993 war stets mindestens 1 Frau im Bundesrat vertreten. 2010 erreichten die Frauen erstmals die Mehrheit in der Landesregierung: sie besetzten 4 der 7 Sitze, 2011 sank die Zahl der Frauen wieder auf 3.
- Initiativen und Referenden: Von 1848 bis 2011 wurde in Volksabstimmungen auf eidgenössischer Ebene über 554 Vorlagen entschieden. Dabei zeigt sich eine starke Häufung in den letzten Jahrzehnten: Die Abstimmungen zu rund der Hälfte aller Vorlagen fanden in den letzten 33 Jahren statt. Die meisten Abstimmungen betrafen obligatorische Referenden, nämlich 212; rund 75% davon wurden angenommen.
- Wahlbeteiligung: Die Beteiligung an den Nationalratswahlen hat im 20. Jahrhundert stetig abgenommen. Am massivsten war der Rückgang nach 1967: Innert dreier Legislaturperioden fiel die Wahlbeteiligung um fast 18 Punkte auf 48,0% (1979) – eine Entwicklung, die nicht zuletzt auf die Einführung des Frauenstimm- und -wahlrechts (1971) zurückzuführen ist. Seither bewegen sich die Werte zwischen 42% und 49%.
Zuletzt aktualisiert am: 06.03.2012