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Statistik Schweiz

Informationsgesellschaft - IndikatorenBildung - IKT-Nutzung in der Schule


Methodologie

Wie bereits im Jahr 2003 so wurden auch 2006 im Rahmen der PISA-Untersuchungen (Programme for International Student Assessement) Schülerinnen und Schüler der OECD-Länder im Alter von 15 Jahren einem Leistungstest sowie einer anschliessenden schriftlichen Befragung unterzogen. Insgesamt haben in den 57 an der Studie beteiligten Ländern mehr als 400’000 Jugendlich den Test im Zusammenhang mit der dritten PISA-Erhebung absolviert. Da der Schuleintritt in der Schweiz im Allgemeinen später als in anderen Ländern erfolgt, hatten die befragten Schweizer Jugendlichen zum Zeitpunkt des Tests etwas weniger Schuljahre absolviert. Die internationale Erhebung trug diesem Umstand nicht Rechnung, weshalb für den Vergleich zwischen den Sprachregionen innerhalb der Schweiz zusätzliche repräsentative Stichproben von Jugendlichen im 9. Schuljahr erhoben wurden. Für PISA 2000 wurden insgesamt 12'500 und für PISA 2003 gar 25’000 Schweizer Jugendliche befragt. Die 2003 erhobene Stichprobe war so konzipiert, dass sie einen Vergleich zwischen den drei Sprachregionen der Schweiz ermöglicht. Alle französischsprachigen Kantone, das Tessin sowie die Kantone Bern, Wallis, Aarau, St. Gallen, Thurgau und Zürich waren Teil der Stichprobe. Im Jahre 2006 nahmen 24'700 Jugendliche am PISA-Test teil. Die internationale Stichprobe wurde erneut durch eine nationale Stichprobe aus Schülerinnen und Schülern des neunten Schuljahres ergänzt. Teilgenommen haben alle französischsprachigen Kantone und Teilkantone (Bern und Wallis), sowie das Tessin. Folgende deutschsprachige Kantone hatten sich für eine Zusatzstichprobe entschieden: Aargau, Basel-Landschaft, Bern, Schaffhausen, St.Gallen, Thurgau, der deutschsprachige Teil des Wallis und Zürich. Der Teil des PISA Fragebogens zur Informatik war für die teilnehmenden Länder jeweils fakultativ. Für den internationalen Vergleich wurden für diesen Indikator lediglich Länder berücksichtigt, die im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) als «fortgeschritten» gelten. Bei PISA 2006 haben 38 Länder an der Befragung mittels des IKT-Fragebogens teilgenommen. Bei PISA 2003 waren nahmen lediglich 32 der 41 teilnehmenden Staaten an der IKT-Befragung teil und bei PISA 2000 waren es gar nur 26 der 43 teilnehmenden Länder. Die Schweiz hat in allen drei Erhebungen jeweils an der IKT-Befragung teilgenommen.. Eine Reihe von Fragen der PISA 2006 Erhebung zielte auf die Erfassung der Computer- und Internetzugangsmöglichkeiten der Schüler und Schülerinnen. Darüber hinaus wurde erfasst, mit welcher Häufigkeit respektive an welchen Orten diese Medien genutzt werden und zu welchen Zwecken und aus welchen Interessen dies geschieht. Der internationale Vergleich wird an Hand von drei verschiedenen Indizes vollzogen: Der erste Indize gibt Auskunft über die Intensität der Computernutzung zu Hause und in der Schule. Während der Zweite auf die Gewandtheit im Umgang mit IKT sowie auf die Art der Computernutzung abhebt, fragt der Dritte nach der unterschiedlichen geschlechtsspezifischen Nutzungsintensität des Computers. Da die Konstruktion der Indizes auf internationaler Ebene von jener auf nationaler Ebene abweicht, sind unmittelbare Vergleiche zwischen den jeweiligen Auswertungen nicht möglich. Bei der Betrachtung der PISA Ergebnisse zu den IKT ist zu berücksichtigen, dass es sich hier unter anderem um im Fragebogen subjektiv geäusserte Einschätzungen der Befragten und nicht nur um objektive Gegebenheiten handelte (wie beispielsweise bei der Erfassung der Schulleistungen durch Tests). Folglich sind kulturelle, wie auch soziale Unterschiede der Befragten zu berücksichtigen und internationale sowie regionale Vergleiche mit Vorsicht zu interpretieren.

Indizes zur Art der Computernutzung und Sicherheit im Umgang mit IKT nach Vergleichsländern, PISA 2006
Die Indizes fassen mehrere Fragen des Schülerfragebogens zusammen. Sie wurden so konstruiert, dass der Mittelwert der OECD-Länder bei 0 liegt und rund zwei Drittel der Jugendlichen Werte zwischen -1 und +1 aufweisen. Höhere Indexwerte geben eine häufigere Nutzung bzw. eine grössere Gewandtheit an.
Die Fragen zur Computernutzung wurden auf einer Fünferskala erhoben, die von „fast täglich“, „mehrmals die Woche“, „ein- bis zweimal im Monat“, „weniger als einmal im Monat“, bis „nie“ reicht.
Der Gebrauch von Programmen und des Internets wurde in beiden Fällen mit je sechs Fragen erfasst. Der Begriff «Informatikprogramme» umfasst das Schreiben von Texten, das Benutzen von Tabellen (kalkulations)programmen sowie von Grafik- und Zeichnungssoftware und schliesslich das Schreiben von Programmen.
Dem Internet zugeordnet sind: Internet als Suchmaschine für Menschen, Begriffe und Ideen, Internet, um mit einer Gruppe oder einem Team zusammenzuarbeiten, Software herunterladen, Musik herunterladen, elektronische Kommunikation (Chat oder E-Mail), Computerspiele.
Die Fragen zur Gewandtheit im Umgang mit IKT wurden auf einer Viererskala erhoben, die von „Ich kann das sehr gut alleine“ bis „Ich weiss nicht, was das bedeutet“ reicht. Für komplexe Aufgaben wurde nach acht (logischen) Operationen gefragt: a) mit Hilfe eines Programms Viren aufspüren und sie beseitigen, b) modifizieren von digitalen Photos und anderen Grafikelementen, c) eine Datenbank errichten, d) benutzen eines Textverarbeitungssystems (z.B. Verfassen einer Schularbeit), e) Kurven mit Hilfe von Tabellenkalkulationsprogrammen zeichnen, f) erstellen einer Präsentation , g) erstellen einer multimedialen Präsentation (mit Ton, Bild und Video), h) erstellen einer Web Seite.
Die Gewandtheit bei Internetaufgaben wurde mit fünf Fragen erhoben: ins Internet gehen, aus dem Internet Dateien kopieren oder herunterladen, Dokument oder Datei an ein E-Mail anhängen, vom Internet Musik herunterladen, E-Mail schreiben und verschicken, «Online Chatten».

Quellen


Links

PISA

 

 

Zuletzt aktualisiert am: 10.02.2010
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