Informationsgesellschaft - IndikatorenIKT-Sektor - IKT-Sektor Beschäftigte
Die Zahl der IKT-Beschäftigten, aufgeschlüsselt nach Geschlecht und Beschäftigungsgrad, ermöglicht Rückschlüsse auf die Relevanz des IKT-Sektors für den Schweizer Arbeitsmarkt.
Dieser Indikator wird nach folgenden Dimensionen präsentiert:
Zwischen 1985 und 2008 hat die Zahl der Beschäftigten im IKT-Sektor der Schweizer Wirtschaft um 88% zugenommen (durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 2.8% für den IKT-Sektor insgesamt und 7.2% im Bereich der Datenverarbeitung), während die Gesamtstellenzahl der Beschäftigten in diesem Zeitraum um lediglich 23% stieg (durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 0.6%). Besonders ausgeprägt war das Wachstum der Beschäftigtenzahlen Ende der 90er-Jahre. Die Zahl der Beschäftigten im Bereich der Datenverarbeitung überstieg im Jahr 2008 jene von 1985 um fast das Fünffache. In den anderen Wirtschaftszweigen des IKT-Sektors fiel die Zunahme der Beschäftigtenzahlen dagegen schwächer aus.
Den vorläufigen Höchststand erreichte die Beschäftigung im IKT-Sektor im Jahr 2001. Mit dem Platzen der Dotcom-Blase im Jahr 2001 und der dadurch einhergehenden Rezession, nahm die Zahl der Beschäftigten im IKT-Sektor wieder ab: Zwischen 2001 und 2005 verringerte sie sich um 12%. Im Jahr 2008 betrug der Anteil der IKT-Beschäftigten am Total der Beschäftigten am schweizer Arbeitsmarkt 4.2% (1985: 2.8%).
Gemessen in Vollzeitäquivalenten (VZÄ ) weist die Entwicklung der Beschäftigung im IKT-Sektor im Zeitraum 1991 - 2008 eine deutlich stärkere Dynamik auf, als jene der Gesamtwirtschaft (durchschnittliches jährliches Wachstum von +2,0% gegenüber +0,2% für die Gesamtwirtschaft).
Während der wirtschaftlichen Krise zu Beginn der neunziger Jahre waren nur unbedeutende Bewegungen am schweizerischen IKT-Arbeitsmarkt zu verzeichnen. Dies änderte sich jedoch von der Mitte der neunziger Jahre an, wobei die Zahl der IKT-Beschäftigten in VZÄ eine enorme Dynamik entwickelte.
In den Jahren 1997 - 2001 stieg die vollzeitäquivalente Beschäftigung des IKT-Sektors jährlich um durchschnittlich 8,2% und erreicht mit 10,2% im Jahre 1998 einen Höhepunkt. Diese rasante Entwicklung erklärt sich durch den technologischen Fortschritt, den Beginn der Internetvermarktung und der Deregulierung im Bereich der Telekommunikation.
Das stärkste Beschäftigungswachstum im IKT-Sektor verzeichnet die Branche der Informatikaktivitäten: Zwischen 1997 und 2001stieg die vollzeitäquivalente Beschäftigung dieser Branche jährlich um durchschnittlich 15,9%. Im gleichen Zeitraum variierte die Wachstumsrate der Beschäftigung in VZÄ für die Gesamtwirtschaft zwischen –0,6% und +1,3%.
Im Jahre 2001 erfolgte eine erste Abschwächung dieser Expansion im IKT-Sektor (die Wachstumsrate ging um 5,4 Prozentpunkte zurück). Das Platzen der Internetblase machte sich auf dem gesamten IKT-Sektor bemerkbar, sodass zwischen 2002-2004 die Zuwachsraten einbrachen, im Jahr 2003 erreichte die Wachstumsrate den Tiefpunkt (–5,7%).
Die Gesamtwirtschaft wurde von der Trendwende ab 2001 weniger stark betroffen. Die entsprechende Wachstumsrate der vollzeitäquivalenten Beschäftigung der Gesamtwirtschaft lag 2001 -2007 zwischen –0,7% und +0,5%.
Mit dem ab 2004 einsetzenden wirtschaftlichen Aufschwung gelang die Wachstumsrate der Beschäftigung in VZÄ in den Jahren 2005 und 2006 wieder in den positiven Bereich, wobei für den IKT-Sektor geringfügig höhere Werte zu beobachten waren als für die Gesamtwirtschaft. Obwohl diese Entwicklung 2007 immer noch eine positive Tendenz aufwies, lag sie jedoch unter dem Wert des Vorjahres und unter der Wachstumsrate der Beschäftigten in der Gesamtwirtschaft. 2008 lag die Wachstumsrate der Beschäftigung im IKT-Sektor wieder über jener für die Gesamtwirtschaft.
Der Anteil der im IKT-Sektor beschäftigten Frauen sank von 30% im Jahre 1995 auf 26% im Jahre 2008. Dagegen stieg der Anteil der weiblichen Arbeitskräfte am gesamten Arbeitsmarkt seit 1985 kontinuierlich an (Stand 2008: 44%).
In Bezug auf die Beschäftigtenzahlen sind die Frauen innerhalb des IKT-Sektors im Bereich der Datenverarbeitung am schwächsten vertreten (21%). Ganz besonders fällt der seit 1995 zu verzeichnende kontinuierliche Rückgang der weiblichen Beschäftigten bei den Fernmeldediensten auf: Betrug 1995 der Anteil der weiblichen Arbeitskräfte in diesem Bereich noch 42%, so ging dieser bis 2008 auf 31% zurück.
Der Anteil der Vollzeitstellen im IKT-Sektor war 2008 höher als in der gesamten Wirtschaft: 84% der Beschäftigten im IKT-Bereich arbeiteten vollzeit, im Vergleich zu einem Anteil von 70% für den gesamten Arbeitsmarkt.
Weiterführende Informationen:
| Objekt | File | Periode | |
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IKT-Sektor Beschäftigte (ind30603d) Bundesamt für Statistik BFS |
1985-2008 | |
Letzte Änderung: 01.09.2010
