Informationsgesellschaft - IndikatorenBildung - Informatik-Weiterbildung
In Hinblick auf die Entwicklung der Teilnahme an entsprechenden Weiterbildungskursen wurden für die Untersuchung die Jahre 1996, 1999, 2003, 2006 und 2009 berücksichtigt. Bei der Interpretation der Ergebnisse ist zu beachten, dass der Fragebogen für die Erhebungen ab 2006 überarbeitet wurde. Diese Änderungen führten im Vergleich zu den anderen Referenzjahren zu einem Rückgang der Teilnehmerquote. So nahm die Kursteilnehmerquote in Bezug auf die ständige Wohnbevölkerung um 1.7 Prozentpunkte und in Bezug auf die Erwerbsbevölkerung um 2.1 Prozentpunkte ab. Die Auswirkungen der Fragebogenmodifikation von 2006 können jedoch nur für die gesamte Teilnehmerquote aller Weiterbildungskurse und nicht für einzelne, spezifische Weiterbildungsangebote berechnet werden. Es lässt sich z.B. nicht feststellen, wie stark sich die diesbezüglichen Veränderungen auf die Teilnehmerquote bei Weiterbildungskursen in Informatik auswirkten. Es ist jedoch zu merken, dass für 2009 die Ständige Wohnbevölkerung zwischen 25 und 64 Jahren in Betracht genommen wurde. Für frühere Jahren war es die Ständige Wohnbevölkerung zwischen 20 und 74 Jahren..
Dieser Indikator wird nach folgenden Dimensionen präsentiert:
Der Anteil der Informatikkurse an allen besuchten Weiterbildungskursen beträgt 2009 rund 11%. Betrachtet man nur die beruflich orientierten Kursbesuche, so liegt dieser Anteil bei 13%. Während die Informatik auch im Jahr 2009 aus beruflichen Gründen das wichtigste Kursthema ist, liegt sie gemessen am Total sämtlicher besuchter Weiterbildungskurse nach den Sprachkursen und Kursen zum Thema „Gesundheit und Medizin“ auf dem dritten Platz.
In den letzten Jahren hat der Bereich „Informatik“ bei den Kursbesuchenden deutlich an Nachfrage eingebüsst. So betrug 1999 der Anteil der Informatik an allen Weiterbildungskursen noch 21% und ging somit im Vergleich zu 2009 um 11 Prozentpunkte zurück. Bei den aus beruflichen Gründen besuchten Kursen betrug der Anteil an Informatikkursen im Jahr 1999 sogar 26% und sank im Vergleich zu 2009 gar um 13%.
Frauen besuchen weniger häufig Informatikkurse als Männer. Ihre Teilnahmequote betrug 2009 4,3%, im Vergleich zu 5.6% für Männer (1999 lag die Teilnahmequote für Männer noch bei 12%). Diese Veränderungen ergeben sich vermutlich aus Unterschieden im Bildungsstand und in der Erwerbstätigkeit. Informatikkurse gehören nicht nur bei den Männern, sondern auch bei den Frauen zu den am häufigsten belegten Kursen. Am stärksten kommt dies bei der beruflich begründeten Weiterbildung zum Ausdruck: Sowohl erwerbstätige Männer, als auch erwerbstätige Frauen, messen dem Thema Informatik im Bereich der Weiterbildung offensichtlich eine grosse Bedeutung bei.
Je höher der Bildungsstand desto häufiger werden Weiterbildungskurse in der Informatik besucht. 2% der Wohnbevölkerung ohne nachobligatorische Ausbildung nutzten im Jahr 2009 das Weiterbildungsangebot im Bereich der Informatik. Bei Personen mit einem Abschluss auf Sekundarstufe II nahmen 5.2% ein entsprechendes Angebot wahr. Die Teilnahmequote bei Personen mit einem tertiären Bildungsabschluss betrug im gleichen Jahr sogar 6.1%. Dabei bilden sich Personen mit einem universitären Bildungsabschluss seltener in der Informatik weiter als Personen, die über einen ausseruniversitären tertiären Bidlungsabschluss verfügen.
Die Informatik hat einen wichtigen Stellenwert bei der Nutzung von Weiterbildungsangeboten auf allen Bildungsniveaus. Dabei ist der Anteil der Informatikkurse an allen besuchten Weiterbildungskursen bei Personen ohne nachobligatorische Ausbildung in etwa gleichhoch wie bei Personen mit tertiärer Ausbildung (jeweils rund 12%). Während zwischen 1996 und 1999 die Beteiligungsquote bei Weiterbildungskursen in der Informatik relativ konstant blieb, ging sie danach signifikant zurück. Dieser Rückgang ist bei allen Bildungsniveaus festzustellen. Am ausgeprägtesten war dieser Rückgang jedoch bei Personen, die über einen Bildungsabschluss auf tertiärem Niveau verfügen.
Die Beteiligung an Weiterbildungen im Bereich Informatik ist altersabhängig. Am aktivsten ist dabei die Altersgruppe der 35- bis 54-Jährigen. Der Stellenwert der Informatikkurse im gesamten Weiterbildungsangebot ist allerdings auch bei den 25- bis 34- und den 55- bis 64-Jährigen hoch. Während die Beteiligungsquote bei Weiterbildungen im Bereich Informatik zwischen 1996 und 1999 von 9.4% auf 9.7 % leicht anstieg, betrug sie 2009 lediglich noch 4.9%. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob der beobachtete Rückgang nur temporärer Natur ist oder ob es sich hier um eine Trendwende handelt.
Weiterführende Informationen:
| Objekt | File | Periode | |
|---|---|---|---|
| 101 KB |
Informatik-Weiterbildung (ind30403d) Bundesamt für Statistik BFS |
1996-2009 | |
Verwandte Indikatoren:
- Themen nicht-formaler Bildungsaktivitäten
Letzte Änderung: 13.09.2010
