Informationsgesellschaft - IndikatorenBildung - IKT-Infrastruktur
Dieser Indikator wird nach folgenden Dimensionen präsentiert:
Im Jahre 2007 sind nahezu alle Schulen des Landes mit Computern ausgestattet, die im Unterricht benutzt und/oder die den Schülern zur Verfügung gestellt werden. Die Verspätung in der Ausstattung der Grundschulen im Jahre 2001 wurde somit wettgemacht.
Die Internetverbindung ist ebenfalls eine gewöhnliche infrastruktur, da 95% der Schulen über einen Zugang verfügen. Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Schulgraden sind geringfügig und diejenige zwischen den Sprachregionen nicht wesentlich.
In der Zeit der Verbreitung des mobilen Internets ist der Anteil der Laptops ein guter Indikator für die Anpassung der Schulinfrastruktur an die technologische Entwicklung. Während im Jahre 2001 der Anteil der Laptops lediglich 4.5% war, betrug er im Jahre 2007 ein Drittel. Im Bereich tragbarer Ausstattungen wird der offensichtliche Vorteil der Primärstufe gegenüber der Sekundärstufe dadurch kompensiert, dass in den Schulen der sekundären Grade eine größere Flexibilität der verfügbaren Laptops herrscht.
Die Anzahl der Schüler pro an Internet angeschlossenen Computer kann als Indikator zum Vergleich der Lage der Schweiz mit jener der anderen europäischen Länder dienen. Mit 13 Schülern in der Primärstufe und mit 7,1 Schülern in der Sekundärstufe II (Berufsbildung) pro an Internet angeschossenen Computer siedelt sich die Schweiz genau im europäischen Durchschnitt von 2006 an. Für die Sekundärstufe I (9.1 gegen 10.3) und für die Sekundärstufe II allgemeine Bildung (8.2 gegen 8.8) ist die Lage geringfügig besser. Demgegenüber weisen die skandinavischen Länder, die Niederlande und das Vereinigte Königreich ein deutlich höheres Ausstattungsniveau schon im Jahre 2006 auf. Beispielsweise teilen sich in Dänemark lediglich 2,1 Schüler in der Sekundärstufe II Berufsbildung und 5.6 Schüler in der Primärstufe einen an Internet angeschlossenen Computer.
Je höher der Schulgrad ist, desto höher ist der Anteil der Computer, die in speziellen Sälen installiert sind. Während in der Primärstufe etwa drei viertel der Computer im Klassenzimmer verfügbar sind, fällt der Anteil auf ein viertel in der Sekundärstufe I und ist noch niedrigerer in der Sekundärstufe II.
Die Verallgemeinerung der tragbaren Rechner stellt eine mögliche Lösung zur Erhöhung des konsekutiven Bedürfnisses von spezifischen Räumen an der Verdichtung der Ausstattung dar.
Die Schweiz zeigt eine bemerkenswerte Entwicklung ihrer Informatikschulinfrastrukturen im Laufe der vergangenen Jahre. Außer den vorhergehenden Indikatoren stellt man fest, daß der Anteil Primärschulen, die über eine Internet-Adresse verfügen, von 15% im Jahre 2001 auf 41% im Jahre 2007 übergeht und jener der Schulen von Sekundarstufe I von 53% auf 72%. Jedoch in internationalem Vergleich siedelt sich die Schweiz nicht an der Spitze an. Offensichtlich ist dieser Indikator insofern zutreffend, als über eine Internetadresse zu verfügen die Möglichkeit impliziert, mehrfache Anwendungen ausgehend von der Internetsite zu entwickeln.
So im Jahre 2007 haben 54% der Gesamtheit der Schweizer Schulen eine Internetadresse gegen 63% der Schulen der Länder der Europäischen Gemeinschaft im Jahre 2006. Diese schlechte Position ist hauptsächlich auf die Verspätung der Schulen der Primärstufe und in einem geringeren Maße der Sekundärstufe I zurückzuführen. Auf dem Niveau der Sekundarstufe II verfügen mehr als 90% der Schweizer Schulen über ihre Internetadresse, während der europäische Durchschnitt um 85% liegt.
Die Online-Plattformen für die Lehre und andere Anwendungen, die den Schülern virtuell Arbeitsräume anbieten, sind Träger von pädagogischen Innovationen, in denen die Information und die Kommunikation eng verbunden sind. Etwa die Hälfte der Schulen benutzt bereits eine Online Lehrplattform (mit individuellem Zugang durch Passwort). Die anderen typischen Anwendungen von web 2.0 sind weniger häufig und werden in der Westschweiz mehr verwendet als in der Deutschschweiz, abgesehen vom „wiki“ (abänderungsfähiges dynamisches Netz durch jeden Besucher), das von einem Drittel der Schulen in der Deutschschweiz praktiziert wird.
Weiterführende Informationen:
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IKT-Infrastruktur an den Volksschulen in der Schweiz nach Schulstufe, 2001 (ind30401d) Bundesamt für Statistik BFS |
2001-2007 | |
