Seite drucken | Fenster schliessen
Statistik Schweiz

Informationsgesellschaft - IndikatorenUnternehmen - IKT Kenntnisse und Beschäftigung

IKT-Kenntnisse und -Fertigkeiten nahmen in den letzten Jahren stetig an Bedeutung zu und wurden zu einem integralen Bestandteil des modernen Lebens. Verschiedene Untersuchungen weisen darauf hin, dass zwischen einer über gute IKT-Fähigkeiten verfügenden Belegschaft und dem weiteren technischen Entwicklungspotenzial sowie den Wachstumsaussichten einer Volkswirtschaft, unmittelbare Wechselwirkungen bestehen.

Dieser Indikator zeigt zum einen den Anteil der Beschäftigung mit IKT-Bezug in der Volkswirtschaft. Zum anderen vermittelt er einen ersten Richtwert über das Ausmass der potenziell durch IKT-basiertes Offshoring betroffenen Tätigkeiten auf. Damit wird ein weiteres Mal die Kraft zum Wandel und zur Strukturveränderung von IKT dokumentiert.

Dieser Indikator wird nach folgenden Dimensionen präsentiert:

Im Jahr 2010 beträgt der Anteil der Beschäftigten, die über einen IKT-Bezug verfügen, in den meisten der hier aufgeführten Länder zwischen 19 und 36%. In der Schweiz gehen gut 23,6% der Berufstätigen einer Arbeit nach, für deren Ausübung IKT-Kenntnisse benötigt werden. In dieser Zahl sind sämtliche IKT-Spezialisten sowie alle IKT-Anwender mit Grund- und fortgeschrittenen Kenntnissen enthalten (Weite Definition der Berufe mit IKT-Anforderungen). Luxemburg (35,3%) und das Vereinigte. Königreich (28,1%) verfügen in Europa über den grössten Anteil an Beschäftigten mit unmittelbarem IKT-Bezug, gefolgt von den nordischen Ländern.

Betrachtet man nur die ausgewiesenen IKT-Spezialisten, die in der Regel 3-4% der Beschäftigten ausmachen, so ergibt sich ein anderes Bild. Im Jahr 2010 liegt die Schweiz am zweiten Platz hinter Schweden mit einem Anteil von 5,0% IKT-Spezialisten.
Bei der Interpretation dieser Zahlen ist jedoch Vorsicht geboten: Der IKT-Gehalt, bzw. die IKT-Intensität einer Berufstätigkeit kann von Land zu Land variieren. Dadurch sind Quervergleiche nur bedingt möglich.

Internationaler Vergleich 2010
Quelle:


Die bis in jüngster Zeit geltende Regel, dass der Dienstleistungssektor im Vergleich zum Industriesektor weniger von Arbeitsauslagerungen in andere Länder betroffen ist, wird zunehmen obsolet. Fortschritte im Bereich IKT (Hardware wie Software) erlauben, dass immer neue Arbeitsschritte digitalisiert oder automatisiert werden können. Damit ist in vielen Fällen die Voraussetzung für ein erfolgreiches, IKT-basiertes Offshoring dieser Dienste und Tätigkeiten gegeben.
Wie in Schweden und im Vereinigten Königreich so sind auch in der Schweiz 22% der gesmten Beschäftigung von einem potentiellen, durch IK-Technologien ermöglichten Offshoring betroffen. Lediglich in Luxemburg liegt der Anteil mit 27% noch höher. Die Schätzungen geben jedoch lediglich an, wie viele Arbeitsplätze im äussersten Fall in ein anderes Land transferiert werden könnten. Sie sagen nicht, wie viele der Arbeitsplätze am Ende auch wirklich betroffen sein werden.

Potenzielles Offshoring
Quelle:



Weiterführende Informationen:

Objekt File Periode
IKT Kenntnisse und Beschäftigung.ind30205d Download (XLS, 94 KB). Inhalt wird in neuem Fenster geöffnet. 94 KB IKT Kenntnisse und Beschäftigung
(ind30205d)
Bundesamt für Statistik BFS
2004 - 2010

 

 

 

Letzte Änderung: 20.10.2011
Zuletzt aktualisiert am: 10.02.2010
Seite drucken | Fenster schliessen