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Statistik Schweiz

Informationsgesellschaft - IndikatorenUnternehmen - E-Commerce

Dieser Indikator zeigt, wie verbreitet E-Commerce bei den Unternehmen in der Schweiz ist. Der Indikator gibt zudem Aufschluss über die Unternehmensmerkmale, welche einen Einfluss auf die Einführung von E-Commerce haben.

Dieser Indikator wird nach folgenden Dimensionen präsentiert:

Der beschaffungsseitige E-Commerce ist mit 75% der Firmen mehr als doppelt so stark verbreitet wie der internetgestützte E-Verkauf (31% der Firmen). Seit 2002 hat sowohl der E-Einkauf als auch der E-Verkauf stetig zugenommen.

Verbreitung von E-Commerce in den Unternehmen
Quelle:


Sowohl beim E-Einkauf als auch beim E-Verkauf liegt die Schweiz klar über dem Durchschnitt der EU-15 Staaten.

Bezüglich der für den elektronischen Geschäftsverkehr (E-Commerce) wichtigen Infrastruktur, nahm die Schweiz im Juli 2010 mit 1873 gesicherten Web-Servern pro Million Einwohner im Vergleich zu den anderen OECD-Ländern (847 gesicherte Server pro Million Einwohner) eine günstige Position ein. Lediglich ein Land schneidet besser ab als die Schweiz: Dänemark. Die Zahl gesicherter Server hat in der Schweiz stark zugelegt, wurden doch im Juli 1998 lediglich 21 Server pro Million Einwohner registriert. Dieser deutliche Anstieg der Anzahl gesicherter Web-Server widerspiegelt den Willen der wirtschaftlichen Akteure, mit der sich abzeichnenden Entwicklung des E-Commerce Schritt zu halten.

Einkäufe und Verkäufe über Internet, internationaler Vergleich
Quelle:


Im Jahr 2008 ist die internetgestützte Beschaffung in der Industrie (80%) etwas stärker verbreitet als im Dienstleistungssektor (72%). Der Bausektor hat seinen Rückstand nachgeholt und liegt jetzt bei 79% . Am häufigsten ist der elektronische Einkauf bei den „modernen“ Dienstleistungen und in der Industrie (vor allem Hightech-Branchen).

Der verkaufsseitige E-Commerce ist in der Industrie (Hightech-Branchen und andere Branchen) und bei den traditionellen Dienstleistungen am stärksten verbreitet.

Verbreitung von E-Commerce nach Sektor
Quelle:


Die grösseren Firmen betreiben häufiger E-Beschaffung als die kleinen und mittelgrossen Firmen.

Der E-Verkauf wird am häufigsten von den mittelgrossen und den grossen Firmen betrieben. Die kleinen Firmen liegen jedoch nicht weit zurück und überholen sogar in 2008 die mittelgrossen Firmen für die Einkäufe.

Verbreitung von E-Commerce in den Unternehmen nach Grösse
Quelle:


Der Anteil von E-Commerce an der Beschaffung sowie am Verkauf von Gütern und Dienstleistungen gibt Auskunft über die E-Commerce-Intensität eines Unternehmens.
Die E-Beschaffungs-Intensität der Unternehmen mit E-Beschaffung hat sich zwischen 2001 und 2008 kontinuierlich erhöht (von 2,9% im Jahr 2001 auf 15,1% im Jahr 2008). Auf der Basis sämtlicher Unternehmen liegen die Werte bedeutend tiefer (1,9% im Jahr 2001 und 7,2% im Jahr 2008).

Anteil Käufe und Verkäufe von Gütern/Dienstleistungen
Quelle:


Wie bereits im Jahr 2002 so stechen auf der Beschaffungsseite auch im Jahr 2008 zwei Arten des Nutzens hervor, einerseits die Verbesserung der Markttransparenz (bessere Kenntnis des Angebots der Lieferanten), andererseits die Beschleunigung der Geschäftsprozesse. Eine gewisse, wenngleich wesentlich schwächere Rolle, spielt auch noch die Senkung der Beschaffungskosten. Die übrigen Nutzungs vorteile sind von untergeordneter Bedeutung.

Der Nutzen des E-Verkaufs ist wesentlich breiter gefächert. Im Vordergrund stehen vier Elemente, nämlich die Erschliessung neuer Märkte (insbesondere die Gewinnung neuer Kundensegmente), die Stärkung der Kundenorientierung, die Imagepflege (auffallend ist, dass dieser Punkt seit 2002 an Bedeutung verloren hat), sowie die Erschliessung neuer Absatzgebiete. . Aber auch Beschleunigung der Geschäftsprozesse und die Lancierung neuer Produkte sind von erheblicher Bedeutung. Die Kostenseite spielt – mit Ausnahme der Senkung des Marketingaufwands – keine grosse Rolle. Insgesamt scheint der E-Commerce, einen erheblichen Ertrag abzuwerfen. Dabei stehen qualitative Motive und Nutzenelemente und nicht Kostenüberlegungen im Vordergrund.

Nutzungszwecke von E-Commerce in den Unternehmen
Quelle:


Bei den Hemmnissen für den internetgestützten Verkauf ist es sinnvoll, zwischen den E-Commerce treibenden Firmen mit E-Verkauf und denjenigen ohne E-Verkauf zu unterscheiden. Zwar sind für die beiden Firmenkategorien mehr oder weniger dieselben Arten von Hemmnissen wichtig, deren relative Bedeutung jedoch unterschiedlich ist. In beiden Fällen stellt die fehlende oder ungenügende Eignung der Produkte ein grundlegendes Hemmnis dar, wenig überraschend insbesondere bei den Firmen ohne verkaufseitigen E-Commerce (60%). Die mangelnde Bereitschaft der Kunden über Internet zu kaufen wird bei Firmen ohne verkaufsseitigen E-Commerce als das zweitwichtigste Hemmnis (gut 24% der Firmen) angegeben. Demgegenüber geben 13 % der Firmen mit E-Verkauf Sicherheitsprobleme bei der Zahlungsabwicklung als zweitwichtigstes Hemmnis an.

Hemmnisse für den Internetbasierten Verkauf
Quelle:



Weiterführende Informationen:

Objekt File Periode
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(ind30204d)
Bundesamt für Statistik BFS
2000 - 2008

 

 

 

Letzte Änderung: 20.10.2011
Zuletzt aktualisiert am: 10.02.2010
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