Informationsgesellschaft - IndikatorenUnternehmen - IKT-Infrastruktur
Das Internet spielt für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen eine immer wichtigere Rolle; es erleichtert den Zugang zu Informationen auf Seiten der Unternehmen, wie auch auf Seiten der Konsumenten. Der Indikator gibt zudem Aufschluss über die Unternehmensmerkmale, die der Einführung dieser neuen Technologien zuträglich sind.
Dieser Indikator wird nach folgenden Dimensionen präsentiert:
Die Nutzung der meisten IKT hat in den letzten Jahren des 20. Jahrhundert massiv zugenommen. Dies gilt ganz besonders für Computer, E-Mail, und Internet. Diese genannten Technologien weisen den typischen S-förmigen Diffusionsverlauf auf. Seither nimmt die Verbreitung nur noch bei einem Teil der IKT deutlich zu, ausgeprägt im Fall von Homepages, etwas weniger stark auch bei Internet und digitalen Assistenten. Der Elektronische Datenaustausch (EDI) in strukturierter Form wird heutzutage vom Internet ersetzt.
Zwischen 2000 und 2002 verlangsamte sich die Diffusion von IKT merklich. Neben dem Umstand, dass für gewisse Technologien bereits im Jahr 2000 die Sättigungsgrenze beinahe erreicht war (so setzten z.B. bereits 94% aller Unternehmen PCs ein), führten auch das Platzen der „Internet-Blase“ an den Börsen und die sich seit Mitte 2000 verschlechternde Konjunktur zu einer Zurückhaltung beim Ausbau der IKT-Infrastruktur. Kommt dazu, dass das Anwendungspotenzial komplexer Technologien in kleineren Firmen beschränkt und damit die Sättigungsgrenze realistischerweise weit unter 100% anzusetzen ist. So werden z.B. Intranet und Extranet im Jahr 2005 von lediglich 43% bzw. 28% aller Firmen eingesetzt. Für die Technologien, die die Sättigungsgrenze nicht bereits annährend erreicht hatten, nahm die Diffusion zwischen 2003, 2005 und 2008 generell wieder zu. Sehr bemerkenswert ist die schnelle Diffusion von Breitbandtechnologien im Vergleich zur starken Abnahme alternativer Übertragungstechniken, speziell von EDI.
Die IKT-Infrastruktur von Schweizer Unternehmen im Jahre 2008 liegt in weiten Bereichen über den EU-15-Durschnittswerten für 2010. Die Schweizer Unternehmen sind in der Gruppe der fortgeschrittenen Länder gut positioniert.
Die Verbreitung von IKT differiert zwischen den Branchen, nicht aber zwischen dem Industrie- und dem Dienstleistungssektor. Im Dienstleistungssektor sind es die „modernen“ Dienstleistungen (EDV/Forschung, Banken/Versicherungen, Dienstleistungen für Unternehmen) sowie – etwas weniger ausgeprägt – der Grosshandel, die IKT besonders häufig einsetzen. In der Industrie gilt dies für den Hightech-Bereich sowie einige Branchen mit einem hohen Anteil von relativ grossen Firmen, die vorwiegend Vor- und Zwischenprodukte herstellen (z.B. Bekleidung, Textil, Papier, Druck, Energie).
Generell werden IK-Technologien von Gross- und Mittelunternehmen häufiger eingesetzt als von Kleinunternehmen. Mit der interessanten Ausnahme von WLAN, EDI und Extranet liegt der Diffusionsgrad der diversen Technologien bei den Grossunternehmen stets am höchsten, gefolgt von den Mittel- und Kleinunternehmen. Die Differenzen zwischen den drei Grössenklassen sind z.T. nicht sehr gross. Auffallend ist, dass der Diffusionsgrad der Breitbandtechnologie bei den Kleinunternehmen bereits 98% erreicht hat. Bei den Grossunternehmen liegt dieser bei 100% und bei den Mittelunternehmen bei 99%.
Weiterführende Informationen:
| Objekt | File | Periode | |
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IKT Infrastruktur in den Unternehmen (ind30201d) Bundesamt für Statistik BFS |
1994 - 2010 | |
Letzte Änderung: 20.10.2011
