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Statistik Schweiz
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Informationsgesellschaft - IndikatorenHochgeschwindigkeits-Internet

Dieser Indikator dokumentiert den Verbreitungsgrad von Hochgeschwindigkeitsinternetverbindungen in der Schweiz und im Ausland. Die zunehmende Verbreitung der entsprechenden Breitbandtechnologien ist für die Entwicklung des E-Commerce, der E-Administration und anderer Anwendungen, wie Internettelefonie oder Audio- und Videoübertragungen, entscheidend.

Dieser Indikator wird nach folgenden Dimensionen gegliedert:

Die Zahl der Abonnenten von Hochgeschwindigkeitsinternetanschlüssen stieg in den letzten Jahren rasant an. Seit 1998 sind die jährlichen Wachstumsraten zweistellig. Während im Dezember 2001 erst 157'000 Breitbandanschlüsse gezählt wurden (2,2 pro 100 Einwohner), nahm deren Zahl seither stetig zu. In 2011 waren es 2'983’281 Anschlüsse (38,3 pro 100 Einwohner).
Während diverse Kabelnetzbetreiber bereits seit 1996 Breitbandzugänge via TV-Kabelmodems anbieten, wird der Breitbandzugang von den Fernmeldeanbietern erst seit dem Jahr 2000 angeboten. Nachdem die Nachfrage nach TV-Kabelmodems ab 1999 an Dynamik gewann, reagierten die Fernmeldeanbieter und nahmen Breitbandzugänge in ihre Angebote auf. Die Einführung dieser neuen ADSL-Angebote wurde häufig von längeren Testphasen begleitet.
Heute gibt es bei weitem mehr ADSL- als Kabelanschlüsse. Noch im Dezember 2000 machten die DSL-Anschlüsse lediglich 8% der Hochgeschwindigkeitsanschlüsse aus, in 2010 belief sich deren Anteil bereits auf 71,5 %.
Der Anteil der Internetanschlüsse über die moderne Glasfasertechnologie und andere Breitbandzugänge ist in der Schweiz weiter sehr gering (weniger als 1%).

Hochgeschwindigkeits-Internet,  Entwicklung 1999-2010
Quelle:


Im Juni 2011, entfielen in der Schweiz auf 100 Einwohner 38,3 Abonnementsfür fixe Breitbandanschlüsse. Damit liegt die Schweiz über dem Durchschnitt der OECD-Länder (25,1%) und zählt zu den diesbezüglich führenden Nationen. Sie liegt auf dem zweiten Platz hinter die Niederlande.
Das gute Abschneiden der Schweiz bei der Verbreitung von Breitbandanschlüssen wird allerdings durch die hierzulande verfügbaren Technologien, bzw. den unterschiedlichen Zugangsgeschwindigkeiten, etwas relativiert: In der Schweiz sind 71,5 0% der Breitband-Internetzugänge DSL-Zugänge, weitere 28% der Zugänge laufen über ein Kabelmodem. In der Aufstellung der durchschnittlichen Ladegeschwindigkeiten liegt die Schweiz unter dem Durchschnitt für die OECD-Länder.

Abonnenten/Abonnentinnen pro 100 Einwohner
Quelle:


Im Gegensatz zu den im internationalen Vergleich relativ guten Positionen der Schweiz bei der Breitband-Penetration, bzw. bei der Nutzung von Breitbandanschlüssen in Haushalten (77% ausgestattete Haushalte im Jahre 2010), ergibt sich für die durchschnittliche Leistung der Breitbandnetze hierzulande ein etwas anderes Bild. Tatsächlich liegt die von den Anschlussanbietern angegebene durchschnittliche Ladegeschwindigkeit in den Breitbandnetzen der Schweiz deutlich unter dem Durchschnitt der OECD-Länder. Während der entsprechende Wert in den Schweizer Breitbandnetzen bei ungefähr 21 Mbit/s liegt, liegt er in den meisten europäischen Ländern höher. Dies gilt insbesondere für Portugal (84 Mbit/s), Frankreich (67 Mbit/s), die Niederlande (40 Mbit/s) und Österreich (29 Mbit/s).

Ladegeschwindigkeit
Quelle:


In den letzten Jahren ist die Anzahl der Haushalte mit einem Hochgeschwindigkeitsinternetanschluss international stark gestiegen. Im Jahre 2010 waren in der Schweiz mehr als 3/4 der Haushalte mit einem Breitbandanschluss ausgestattet.
Beim internationalen Vergleich der Anzahl Haushalte mit Breitbandanschlüssen belegte die Schweiz eine gute Platzierung. Nach Südkorea (mit einem sehr hohen Anteil von 96% der Haushalte), Dänemark, den Niederlanden und Norwegen, bewegte sich die Schweiz 2010 mit 77% deutlich über dem Durchschnitt der Länder der Europäischen Union (61%).

Internationale Entwicklung
Quelle:


Die Konvergenz zwischen Internet und Mobiltelefonie ist ein beeindruckendes Phänomen der letzten Jahre. Die Entwicklung in Richtung eines mobilen Internets kann über die Anzahl der Mobiltelefonteilnehmer gemessen werden, die über den Breitband Mobilfunkstandard (3G+) einen Internetverbindung herstellen; diese Zahl ist von 1,8 Millionen in 2008 auf 3,8 Millionen in 2011 gestiegen. Mit 48,7 Abonnenten auf 100 Einwohner ist die Schweiz im internationalen Vergleich gut platziert, obwohl sie diesbezüglich weit hinter Korea, Japan und Schweden liegt.

Breitbandinternetzugriff auf Mobilnetz, 2011
Quelle:


Der internationale Vergleich der Anteile von optischen Glasfaserverbindungen bei den Hochgeschwindigkeitsinternetverbindungen zeigt, dass die Schweiz ebenso wie Frankreich und Deutschland eher etwas verspätet diese Technologie zu nutzen beginnt. Mit einem Anteil der Fiberoptikanschlüsse hierzulande von lediglich 1% liegt die Schweiz unter dem diesbezüglichen OECD Durchschnitt (13%). Momentan existieren verschiedene Projekte zur Entwicklung der Glasfaserinfrastruktur in der Schweiz, die jedoch vor ihrer Realisierung noch diverse technische, finanzielle und rechtliche Hürden nehmen müssen.

Glasfaser-Verbindungen in Prozent der Breitband-Verbindungen
Quelle:



Weiterführende Informationen:

Objekt File Periode
Hochgeschwindigkeits-Internet.ind30107d Download (XLS, 320 KB). Inhalt wird in neuem Fenster geöffnet. 320 KB Hochgeschwindigkeits-Internet
(ind30107d)
Bundesamt für Statistik BFS
1999 - 2011

 

 

 

Letzte Änderung: 13.02.2012
Zuletzt aktualisiert am: 10.02.2010
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