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Statistik Schweiz

Informationsgesellschaft - IndikatorenHaushalte  und Bevölkerung - Telefoninfrastruktur

Dieser Indikator beschreibt die Telefoninfrastruktur der Schweiz im internationalen Vergleich. Mobiltelefonie, ISDN (Integrated Services Digital Network) und Breitband spielen als Schlüsseltechnologien eine treibende Rolle bei der Entwicklung der Telekommunikation und des Informationsaustauschs und erschliessen neue wirtschaftliche und soziale Potenziale. Verglichen mit dem Tempo der Verbreitung der Festnetztelefonie (PSTN-Zugangsleitungen) erfolgte die Übernahme dieser Technologien in weiten Teilen der Bevölkerung und in der Wirtschaft verhältnismässig schnell.

Der Schweizer Telekommunikationssektor wurde in den letzten Jahren nahezu vollständig liberalisiert. Die vom Bundesrat 2003 beschlossene Öffnung des letzten Kilometers (Entbündelung des Anschlussnetzes) wurde aufgrund der Revision des Gesetzes über die Telekommunikation im ersten Quartal 2007 wirksam.

Dieser Indikator wird nach folgenden Dimensionen präsentiert:

Mit 124 AbonnentInnen pro 100 Einwohner im Jahr 2010 gehört die Schweiz zur Durchschnitt der OECD-Länder. Noch weit vor Kanada, den Vereinigten Staaten, Japan und Frankreich wurde die Schweiz ab 2004 von Deutschland und das Vereinigte Königreich überholt.
In Europa, Finnland und Österreich rangieren hinsichtlich der Teilnehmerdichte beim Mobilfunk mit respektiv 156 und 146 AbonnentInnen auf 100 Einwohner auf den ersten Platzen. Gerade danach kommen Portugal und Italien.
Während das Wachstum der Nutzerzahlen in der Schweiz Ende der 90er Jahre kräftige Sprünge verzeichnete, schwächte sich dieser Trend seit 2001 wieder ab.Sehr schwach in 2004, hat das Wachstum wieder zugenommen in 2007 und 2008, mit einer durchschnittlichen jährlichen Zunahme an Mobilfunkteilnehmern von 8 bis 10%. Seit 2009 zeichnet sich einen Wachstumsrückgang.

Internationaler Vergleich
Quelle:


Seit der zweiten Hälfte der Neunzigerjahre erlebte die Mobiltelefonie in der Schweiz einen ausgeprägten Aufschwung. Während 1996 lediglich jede zehnte Person ein Mobiltelefonabonnement besass, betrug der Versorgungsgrad 2009 bereits quasi 120 Mobiltelefonteilnehmer pro 100 Einwohner. Diese starke Zunahme der Anzahl Mobilfunkteilnehmer sowie Fortschritte in der Internettechnologie wirkten sich auch auf die Entwicklung der Infrastruktur aus. So werden insbesondere leitergebundene Festnetzanschlüsse vermehrt durch Mobilfunkanschlüsse und – wenn auch bisher noch in bescheidenem Ausmass – durch die Internettelefonie substituiert. Die weitere Entwicklung sowie das Ausmass dieser Substitution sind derzeit jedoch nur schwer abzuschätzen.

Ende 2009 zählte die Schweiz 44,9 Festnetzanschlüsse pro 100 Einwohner, was einem Rückgang von 9% seit 2005 entspricht. Während die Anzahl der Festnetzanschlüsse bis 1995 kontinuierlich anstieg, hat sie sich seither verringert.
Die digitale ISDN-Technologie ist teilweise an die Stelle der analogen Technologie getreten, ohne aber die Gesamtnachfrage nach Festnetzanschlüssen zu steigern. Der ISDN-Dienst, der sich Anfang 2000 parallel zur steigenden Nutzung des Internets durch Unternehmen und Haushalte entwickelt hat, wird heute zunehmend durch Dienste ersetzt, die auf Breitbandtechnologien basieren (siehe Indikator „Breitbandanschlüsse“).

Entwicklung
Quelle:


Die rasante Entwicklung auf den Telekommunikationsmärkten spiegelt sich nicht zuletzt auch im Bereich der Mobiltelefonie wieder.
Lag in der Schweiz die Gesamtzahl der Kunden mit und ohne Abonnement (postpaid, prepaid und UMTS) im Jahr 1998 noch bei rund 1.700.000, ist diese Zahl zehn Jahre später bereits um mehr als das Fünffache angestiegen. Dabei entfällt im Jahr 2009 die Mehrzahl der Fälle (57%) auf Kunden mit einem Abonnement (postpaid), während immerhin rund 43% sich im gleichen Jahr für Mobiltelefonie ohne Abonnement (prepaid) entschieden haben.
Nach einer anfänglich eher verhaltenen Entwicklung scheint sich mittlerweile auch der UMTS Standard („Universal Mobile Telecommunications System“) einer steigenden Nachfrage zu erfreuen: Die Anzahl der Kunden mit Abonnement, die auch Zugriff auf UMTS haben ist seit 2007 stark angestiegen und lag im Jahr 2009 bei 59% der Kunden mit pospaid Abonnement.

Abonnemententyp in der Mobiltelefonie
Quelle:



Weiterführende Informationen:

Objekt File Periode
Telefoninfrastruktur.ind30101d Download (XLS, 235 KB). Inhalt wird in neuem Fenster geöffnet. 235 KB Telefoninfrastruktur
(ind30101d)
Bundesamt für Statistik BFS
1990 - 2010

 

Verwandte Indikatoren:

 

 

Letzte Änderung: 30.01.2012
Zuletzt aktualisiert am: 10.02.2010
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