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Statistik Schweiz

Medienindikatoren - IndikatorenMediennutzung - Internetnutzung

Dieser Indikator dokumentiert die Entwicklung der Internetnutzung in der Schweiz, aufgeschlüsselt nach verschiedenen soziodemographischen Merkmalen. Dabei wird deutlich, dass die Internetnutzung hinsichtlich bestimmter Merkmale wie Alter, Geschlecht, Bildung und Einkommen variiert, es kommt diesbezüglich gewissermassen zu einem „digitalen Graben“ zwischen verschiedenen Nutzergruppen.
Die Nutzungsmotive zeigen, worin die Präferenzen für die Verwendung des Internet liegen und wie stark wirtschaftlich relevante Nutzungsmöglichkeiten wie der elektronische Zahlungsverkehr oder das Online-Shopping bereits verbreitet sind.

Dieser Indikator wird nach folgenden Dimensionen präsentiert:

Bereits seit Ende der 90er Jahre lässt sich noch im 2011 in Hinblick auf die Internetnutzung in der Schweiz ein zunehmender Trend verzeichnen.
Von April bis September 2011 gaben 85,2% der Bevölkerung ab 14 Jahren an, das Internet in den vergangenen sechs Monaten mindestens einmal benutzt zu haben. Dieser Personenkreis macht den so genannten „weitesten Nutzerkreis“ (WNK) aus. Der Anteil an regelmässigen Benutzern, das heisst die Befragten, die das Internet täglich oder mehrmals pro Woche benutzen, liegt im gleichen Zeitraum bei 78,5% („engerer Nutzerkreis“ ENK).

Die Internetnutzung hat insgesamt in den vergangenen Jahren stark zugenommen, wobei die jährlichen Zuwachsraten sich jedoch mittlerweile wieder abschwächen. 1997 nutzten erst 7% der Bevölkerung das Internet regelmässig (ENK). Im Herbst 2011 war diese Zahl auf 78,5% der Bevölkerung gestiegen. Im Vergleich zu 1997, als die tägliche Internetnutzung noch bei 5% lag, zählte man im 2011 71% der Internetbenutzer, die täglich das Internet nutzen.

Seit dem Jahr 2000 stieg der Anteil jener Personen, die das Internet täglich oder mehrmals pro Woche nutzen (ENK) nicht nur absolut, sondern auch im Vergleich zu den Personen, die das Internet lediglich innerhalb der vergangenen sechs Monate, aber nicht täglich oder mehrmals pro Woche benutzt haben:
Betrachtet man diesbezüglich die Zahl der Benutzer im WNK, die nicht im ENK enthalten sind, zeigt sich deutlich, dass der Abstand seit 2002 fast kontinuierlich gesunken ist (von 16,2% in 2002 auf 6,7% in 2011). Da der WNK auch den ENK beinhaltet, bedeutet dies vor dem Hintergrund steigender absoluter Zahlen von WNK und ENK, dass seit 2002 vor allem der ENK Zuwächse verzeichnet hat. Noch deutlicher wird dies, wenn man die jährlichen Zuwachsraten von ENK einerseits und von WNK ohne ENK andererseits vergleicht; während für den ENK die Werte stets positiv sind, weisen die Zahlen für den WNK ohne ENK häufig negative Vorzeichen aus.

Aus den hier präsentierten Zahlen lässt sich folgern, dass das Internet mittlerweile zu einem alltäglichen Medium geworden ist. Die Internetnutzung findet in der Schweizer Gesellschaft auch hinsichtlich der Nutzungshäufigkeit insgesamt zunehmend Verbreitung, obwohl Nutzungsunterschiede hinsichtlich verschiedener Merkmale wie Geschlecht, Bildungsstand, Einkommen, Alter, oder auch Sprachregion bestehen.

Entwicklung
Quelle: Ma-Net; Net-Metrix-Base


Wie schon in den Jahren zuvor, lag auch bis September 2011 die Quote der Internetnutzung bei den Männern höher als bei den Frauen (84,2 % im Vergleich zu 73,1%). Allerdings nähert sich die Internetnutzungsquote der Frauen kontinuierlich jener der Männer. Wie aus den Daten für September 2011 hervorgeht, setzt sich der seit 2002 auszumachende Trend einer allmählichen Angleichung zwischen Männern und Frauen bezüglich der Benutzung des Internets fort.

Betrug die Prozentsatzdifferenz zwischen der Internetnutzung (ENK) von Männern und Frauen im März 2003 noch 22,9 Prozentpunkte, hat sich dieser Wert seitdem nahezu kontinuierlich bis September 2011 auf 11,1 verringert. Entsprechend ist auch der Anteil Frauen an der Gesamtzahl der Personen des ENK regelmässig gestiegen: Im Jahr 2011 lag dieser Anteil bei 47,6% im Vergleich zu 25% im Jahr 1997.

Geschlecht
Quelle:


Die Internetnutzung variiert stark mit dem Bildungsstand. Die Nutzungsquote von Personen des ENK mit Abschluss auf der Tertiärstufe II (Hochschulen) ist markant höher (95% der Personen mit einem Hochschulabschluss nutzen das Internet) als diejenige von Personen mit einem Abschluss auf der Sekundarstufe II (77%). Sie liegt am tiefsten bei Personen, mit einem Abschluss der obligatorischen Schule als höchstem Schulabschluss (59%). Dieser Unterschied ebnet sich anscheinend nur langsam ein. Zwischen 2006 und 2011 hat sich die Prozentsatzdifferenz zwischen Internetnutzern mit einem Bildungsabschluss auf dem Niveau der obligatorischen Schule einerseits und Personen mit einem Abschluss auf der Tertiärstufe II andererseits lediglich um 10,5 Prozentpunkte verringert und verbleibt auf einem insgesamt hohen Niveau (36,7 %).

Bildungsstand
Quelle:


Wie bereits im Falle des Bildungsstands, variiert die Internetnutzung auch mit dem Einkommen. Während von April bis September 2011 nur 46% der Personen des ENK mit einem Monatseinkommen von unter 4'000 Franken das Internet nutzten, gilt dies für 96% der Personen mit einem Monatseinkommen von mehr als 10’000 Franken.
Obwohl Bildung und Einkommen bekanntermassen stark assoziiert sind, zeichnet sich bei der Betrachtung der Internetnutzung nach Einkommensklassen ein noch deutlicherer Unterschied ab, als bei der Betrachtung nach dem jeweils erreichten Bildungsabschluss der Internetnutzer (ENK).

Einkommen
Quelle:


Ein weiteres wichtiges Unterscheidungsmerkmal von Personengruppen bei der Internetnutzung ist das Alter. Die Altersgruppe von Personen ab 70 Jahren weist eine deutlich geringere Internetnutzung auf, als beispielsweise jene der 14-19 Jährigen (96% im Vergleich zu 27%). Obwohl immer mehr Menschen in gehobenem Alter das Internet regelmässig benutzen, gibt es keine Annzeichen einer baldigen Annäherung der Zahlen zur Internetnutzung zwischen der Altersklasse der 14-19 Jährigen und jener ab 60 Jahren.

Alter
Quelle:


In Hinblick auf die Internetnutzung (ENK) in der Schweiz nach Sprachregionen lässt sich feststellen, dass das Internet am häufigsten in der Deutschschweiz (79,1%) und, etwas weniger ausgeprägt, in der Französischen Schweiz (78,5%) benutzt wird. Im Vergleich hierzu ist die Internetnutzung in der Italienischen Schweiz schwächer (69,9%). Dieser Unterschied erklärt sich zum Teil vermutlich durch demografische und kulturelle Merkmale, wobei hier in Bezug auf erstere vor allen Dingen der vergleichsweise grössere Bevölkerungsanteil älterer Mitbürger im italienischen Teil der Schweiz zu erwähnen wäre.

Sprachregion
Quelle:


Im Jahr 2011 geben rund 76% der Bevölkerung den privaten Wohnsitz als primären Ort der Benutzung des Internets an, während der Arbeitsplatz nur von 35% der Personen angegeben wird. Betrachtet man lediglich die Erwerbstätigen, so benutzen 57% das Internet auf der Arbeit.
Erwähnenswert ist dabei, dass dieser Umstand zu Beginn der Internetverbreitung gerade umgekehrt war. Bis 2000 wurde das Internet häufiger im Büro als zu Hause verwendet. Das Vordringen des Internets in die Privatsphäre (96% der Internetnutzer surfen zu Hause) zeigt, dass das Netz wirklich ein Alltagsmedium geworden ist. Dabei kann hier leider keine Aussage darüber gemacht werden, wie viele Personen das Internet von zuhause aus für berufliche Zwecke benutzen.

Nutzungsort
Quelle:


Wie sich bei der Befragung Omnibus IKT 2010 zeigte, werden von den Internetnutzern vor allem die sozio-kommunikativen Aspekte geschätz. Über 90% der Internetnutzerinnen und -nutzer verwenden das Internet zum Senden und Empfangen von E-Mails, und drei Viertel von ihnen gaben an, Zeitungen oder Nachrichten online zu lesen.
71% haben in den vorangegangenen zwölf Monaten nach Informationen auf einer Behörden-Website (Gemeinde, Kanton oder Bund) gesucht.
Über die Hälfte der Internetnutzer sucht nach gesundheitsbezogenen Informationen. Nahezu 3 Millionen Personen, also eine Mehrheit der Internetnutzer, machen von den Möglichkeiten des elektronischen Handels (E-Commerce), d.h. des Kaufs bzw. der Bestellung von Waren und Dienstleistungen via Internet, Gebrauch. Ebenfalls die Hälfte der Personen, die sich im Netz bewegen, nutzen Angebote für Reisen und Unterkunft sowie für den elektronischen Zahlungsverkehr (E-Banking).
Rund ein Drittel der Nutzerinnen und Nutzer gebrauchen das Internet für soziale Netzwerke, Chats oder Telefonie. 40% nutzen das Internet zum Herunterladen von Musik, während lediglich 16% Spiele herunterladen oder an Online-Spielen teilnehmen.
Schliesslich informiert sich ein Drittel der Internetnutzer im Netz über politische Themen, aber nur 9% nutzt nach eigenen Angaben die Möglichkeit, sich via Blogs oder sonstige Webseiten zu politischen Themen zu äussern.

Nutzungszwecke
Quelle:



Weiterführende Informationen:

Objekt File Periode
Internetnutzung in der Schweiz.ind30106d Download (XLS, 292 KB). Inhalt wird in neuem Fenster geöffnet. 292 KB Internetnutzung in der Schweiz
(ind30106d)
Bundesamt für Statistik BFS
1997 - 2011

 

 

 

Sie können die Indikatoren nach einem der folgenden Aufrufe anwählen:

 

Letzte Änderung: 30.01.2012
Zuletzt aktualisiert am: 03.02.2010
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