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Statistik Schweiz

Definitionen

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Abschlussquote
Die Netto-Abschlussquote der Absolventen ist der prozentuale Anteil einer fiktiven Altersgruppe, die einen Abschluss erwirbt. Netto-Abschlussquoten bleiben unbeeinflusst von Änderungen des Umfangs der entsprechenden Bevölkerungsgruppe oder des typischen Abschlussalters. Sie werden berechnet, indem man für jeden einzelnen Altersjahrgang die Zahl der Absolventen durch die entsprechende Bevölkerung dividiert und diese Quoten über alle Altersjahrgänge aufsummiert. Berücksichtigt werden lediglich die Erstabschlüsse. Personen, die mehrere Abschlüsse erwerben, werden somit nur einmal in die Berechnung aufgenommen und zwar beim Erwerb des Erstabschlusses. Berücksichtigt werden die Abschlüsse auf der Stufe Lizentiat/Diplom und Bachelor, welche in der Regel als Erstabschlüsse in Hochschulen gelten. Bei den universitären Hochschulen werden auch Masterabschlüsse berücksichtigt, wenn es sich um den ersten Abschluss an einer Hochschule handelt. Ausländische Studierende, die im Ausland einen Bachelor erworben haben, werden von der Berechnung ausgeschlossen. (803)
Abschlussquote (international)
Die Abschlussquote wird als Netto-Quote ausgewiesen. Sie stellt den Anteil von Personen einer synthetischen Alterskohorte dar, die einen Abschluss erwirbt. Netto-Abschlussquoten bleiben unbeeinflusst von Änderungen des Umfangs der entsprechenden Bevölkerungsgruppe oder des typischen Abschlussalters. Sie werden berechnet, indem man für jeden einzelnen Altersjahrgang die Zahl der Absolventen durch die entsprechende Bevölkerung dividiert und diese Quoten über alle Altersjahrgänge aufsummiert. Für Länder, die Daten mit dem nötigen Detaillierungsgrad nicht zur Verfügung stellen können, werden Brutto-Quoten ausgewiesen. Diese bezieht sich auf die Gesamtzahl der Absolventen dividiert durch die Bevölkerung im typischen Abschlussalter. Im Gegensatz zur national ausgewiesenen Abschlussquote Hochschule beinhaltet die international ausgewiesene Abschlussquote Hochschule auch Abschlüsse auf der Stufe Master und Nachdiplom (ohne Doktorat) von Studierenden, die erstmals im schweizerischen Hochschulsystem auf der Stufe ISCED 5A einen Abschluss erzielt haben. Ebenfalls werden im internationalen Vergleich Abschlüsse von höheren Berufsbildungen in die Berechnung aufgenommen, die inhaltlich zu ISCED 5A zu zählen sind. Auf nationaler Ebene verfügen diese Studiengänge nicht über eine formelle Hochschulanerkennung und werden bei der Quotenberechnung deshalb nicht berücksichtigt. Entsprechend ist die im internationalen Vergleich publizierte Abschlussquote Hochschule etwas höher als die Abschlussquote Hochschule, wie sie national verwendet wird. (38)
Anmeldung eines Patents
Um Patentschutz zu erlangen, muss der Erfinder, die Erfinderin ihre Erfindung beschreiben und sie zum Patent anmelden. Sind die Minimalerfordernisse erfüllt, bestätigt das Patentamt das Anmeldedatum. (83)
Arithmetisches Mittel

Das arithmetische Mittel, auch Durchschnitt oder arithmetischer Mittelwert genannt, wird errechnet, indem man die einzelnen Beobachtungswerte addiert und die Summe durch die Anzahl der Beobachtungswerte teilt.

In mathematischer Schreibweise ist der Mittelwert einer Anzahl n Beobachtungswerte x1, x2 bis xn definiert als x = (x1 + x2 + … + xn) / n.

Im Gegensatz zu einem anderen häufig verwendeten Lagemass, dem Median (siehe dort), wird das arithmetische Mittel durch die Grösse der Extremwerte stark beeinflusst. Bei einer streng symmetrischen Häufigkeitsverteilung fällt das arithmetische Mittel mit dem Median zusammen. Im Falle einer asymmetrischen Verteilung, z.B. des Einkommens, mit hohen Extremwerten liegt das arithmetischen Mittel über dem Median, bei tiefen Extremwerten darunter. Je deutlicher die Asymmetrie ist, desto grösser ist der Unterschied zwischen arithmetischem Mittel und Median. Um die Lokation einer Verteilung zu beschreiben ist das arithmetische Mittel darum nur bei ungefähr symmetrischen Verteilungen geeignet. Eine Variante des arithmetischen Mittels, das gewichtete Mittel, ordnet jeder Beobachtung ein Gewicht zu. (748)

Art der Ausgaben, Universitäre Hochschulen (UH)
Personalaufwand: Alle Personalausgaben inklusive Sozialversicherungsbeiträge und Personalweiterbildungskosten.
Sachaufwand (inkl. Gebäudeaufwand): Güter, Dienstleistungen Dritter, Beiträge zugunsten Dritter, Passivzinsen, Abschreibungen auf Finanz- und Verwaltungsvermögen, Mieten, Abschreibungen, Hypothekar- und Baurechtszinsen.
Total Aufwand: Summe von Personal- und Sachaufwand.
Anmerkung: In der Kostenrechnung werden die Gebäudeausgaben durch kalkulatorische Infrastrukturkosten ersetzt. Sie werden für jeden Raumtyp durch das Multiplizieren der Nutzfläche mit dem Preis pro Quadratmeter ermittelt. Das Flächeninventar erfasst die Anzahl Quadratmeter, die die Hochschule für jede Raumkategorie nutzt. Die Fachstelle für Hochschulbauten der SUK bestimmt den Preis pro Quadratmeter der verschiedenen Raumtypen. (949)
Berufseintrittsquote

Die Berufseintrittsquote berechnet sich aus der Anzahl der Absolventen/-innen, die nach x Monaten seit Studienabschluss eine qualifizierte (mindestens Hochschulabschluss) Tätigkeit aufgenommen haben (inklusive Stellenwechsel), dividiert durch die Anzahl erwerbstätiger und Stellen suchender Absolventen und Absolventinnen (Personen, die eine Arbeit ausüben, für die vom Arbeitgeber kein Hochschulabschluss verlangt wurde sowie erwerbslose Personen, die zum Befragungszeitpunkt noch oder wieder auf Stellensuche sind).

Zur Berechnung dieses Indikators wurden folgende Fragen aus dem Fragebogen beigezogen:

1: „Wurde für Ihre jetzige Haupterwerbstätigkeit von Ihrem Arbeitgeber ein Hochschulabschluss verlangt?“ mit den folgenden Antwortkategorien:
„Ja, ausschliesslich in meinem Studienfach“,
„Ja, auch in verwandten Fächern“.

2: „Haben Sie sich für die Zeit nach dem Studium um eine Erwerbstätigkeit bemüht?“ mit den folgenden Antwortmöglichkeiten:
„Ja, vor dem Studienabschluss“,
„Ja, nach dem Studienabschluss, XX Monate lang“. (722)

Berufsmaturität
Die Berufsmaturität versteht sich als Erweiterung der Berufskompetenzen, indem die Grundbildung vertieft und die Allgemeinbildung vervollständigt werden. Sie öffnet die Tür zu den Fachhochschulen. Inhaber und Inhaberinnen der Berufsmaturität verfügen über eine doppelte Qualifikation: ein Fähigkeitszeugnis oder Handelsdiplom einerseits und ein Maturitätszeugnis andererseits. Sie haben einen Beruf und können sich auf dem Arbeitsmarkt präsentieren. (2)
Berufsmaturitätsquote
Anzahl der in einem bestimmten Jahr erteilten Berufsmaturitätszeugnisse in Prozent der theoretisch gleichaltrigen ständigen Wohnbevölkerung. (3)
Beschäftigung in Vollzeitäquivalenten
Die Beschäftigung in Vollzeitäquivalenten resultiert aus der Umrechnung des Arbeitsvolumens (gemessen als Beschäftigte oder Arbeitsstunden) in Vollzeitbeschäftigte. Die Beschäftigung in Vollzeitäquivalenten ist definiert als das Total der geleisteten Arbeitsstunden dividiert durch das Jahresmittel der Arbeitsstunden, die durch Vollzeitbeschäftigte erbracht werden. (639)
Bevölkerung
Schema der verschiedenen Bevölkerungsbegriffe Externe Seite. Inhalt wird in neuem Fenster geöffnet. (135)
Bildungseinrichtungen
Bildungseinrichtungen werden einerseits nach ihrer Funktion in unterrichterteilende und nicht-unterrichterteilende Bildungseinrichtungen unterteilt, andererseits nach der Trägerschaft und Finanzquelle in öffentliche und (unabhängige oder staatlich subventionierte) private Bildungseinrichtungen. (480)
Bildungsherkunft
Bildungsinländer
Als Bildungsinländer gelten alle Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit, die beim Erwerb der Hochschulzulassung ihren Wohnsitz in der Schweiz hatten.
Bildungsausländer
Als Bildungsausländer gelten alle Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit, die im Ausland wohnhaft waren, als sie ihren Hochschulzulassungsausweis erwarben. (943)
Bildungsinstitutionen
Unter einer Bildungsinstitution verstehen wir eine Einrichtung, die einen expliziten Bildungsauftrag besitzt und umsetzt. Träger der Bildungsinstitution ist entweder die öffentliche Hand (Bund, Kanton, Gemeinde oder eine andere öffentliche Trägerschaft) oder eine private Trägerschaft. Zu den Bildungsinstitutionen zählen in klassischer Weise Kindergarten, Schule und Hochschule. Institutionen der Erwachsenenbildung (z.B. Volkshochschule, Migros Klubschule) oder der beruflichen Aus- und Weiterbildung (z.B. Berufsverbände ohne eigenes Ausbildungszentrum) oder Bildungsinstitutionen, welche Brückenangebote zwischen Schule und Ausbildung oder einzelne Module einer Ausbildung anbieten, werden statistisch bis auf Weiteres nicht erfasst. (988)
Bildungsstand der Bevölkerung
Der Bildungsstand der Bevölkerung gibt an, welcher Prozentanteil der Bevölkerung die Ausbildung auf der jeweiligen Bildungsstufe abgeschlossen hat. Wenn nicht anders vermerkt, werden nur die 25- bis 64jährigen Personen berücksichtigt. Diese Bevölkerungsgruppe hat in der Regel ihre erste Ausbildung abgeschlossen und steht dem Arbeitsmarkt zur Verfügung. (481)
Bildungssystem

Überblick über das Bildungswesen der Schweiz: die hauptsächlichen Ausbildungsgänge, das annähernde Alter der Schüler bzw. Studierenden und die ungefähre Dauer der Ausbildungen. Der Gruppierung liegt die ISCED (International Standard Classification of Education) der UNESCO zugrunde.

Überblick Bildungssystem Externe Seite. Inhalt wird in neuem Fenster geöffnet. (339)

Bologna-Reform
Ein europäischer Hochschulraum mit einheitlichen Studienstrukturen und Abschlüssen: das ist das Ziel der Bologna-Deklaration, welche von den europäischen Bildungsministern im Juni 1999 unterzeichnet wurde. Die universitären Hochschulen ersetzten deshalb sukzessive die herkömmlichen Lizenziats- und Diplomstudiengänge durch zweistufige Bachelor- und Masterstudiengänge, wobei der Masterabschluss dem Lizenziat oder Diplom gleichwertig ist. (944)
Bruttoinlandprodukt (BIP)
Das BIP ist ein Mass für die wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft im Laufe eines Jahres. Es misst den Wert der im Inland hergestellten Waren und Dienstleistungen, soweit diese nicht als Vorleistungen für die Produktion anderer Waren und Dienstleistungen verwendet werden - also die sog. Wertschöpfung. Das BIP wird in jeweiligen Preisen und in konstanten Preisen eines bestimmten Jahres errechnet. In konstanten Preisen wird die reale Wirtschaftsentwicklung im Zeitablauf frei von Preiseinflüssen dargestellt. (208)
Darlehen (für Ausbildung)
Einmalige oder wiederkehrende Ausbildungsbeiträge, die zurückbezahlt und in der Regel nach Abschluss der Ausbildung verzinst werden müssen. (17)
Diplommittelschulen
Die Diplommittelschulen erlauben den Besuch einer allgemein bildenden Schule auf post-obligatorischer Stufe für breitere Bevölkerungsschichten. Es ist ein Ausbildungsangebot für all jene Schüler und Schülerinnen, die nicht unbedingt ein Gymnasium besuchen möchten oder können, die aber eine ausreichende Allgemeinbildung erwerben möchten, um eine anspruchsvolle Berufsbildung zu besuchen (im allgemeinen in den Bereichen der Pädagogik, des Gesundheits- oder Sozialwesens, der Verwaltung und der Kunst). (664)
Direkte öffentliche Ausgaben (Bildung)
Laufende Ausgaben ohne die übrigen laufenden Ausgaben (Subventionen an Institutionen und private Haushalte, Transferzahlungen an gemischtwirtschaftliche Unternehmungen oder ans Ausland) in den öffentlichen Bildungsinstitutionen. Für die Berechnung der öffentlichen Ausgaben pro Lernenden werden nur diese laufenden Ausgaben berücksichtigt. (998)
EDK-Regionen
Die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) unterscheidet vier Regionen (Kantonsgruppen): Westschweiz und Tessin: Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Tessin, Waadt, Wallis; Innerschweiz: Luzern, Nidwalden, Obwalden, Schwyz, Uri, Zug; Nordwestschweiz: Aargau, Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Bern, Solothurn; Ostschweiz: Appenzell A-Rh., Appenzell I-Rh., Glarus, Graubünden, St.Gallen, Schaffhausen, Thurgau, Zürich. (346)
Eintritte (Hochschulen)
Als Eintritt gilt eine Person, die sich in einem gegebenen Wintersemester erstmals auf einer bestimmten Studienstufe (Bachelor, Master, Diplom/Lizentiat, Doktorat, Weiterbildung) eines bestimmten Hochschultyps (universitäre Hochschule, Fachhochschule) immatrikuliert.

Eine Person kann im Verlauf ihrer Studienbiographie mehrmals als Eintritt auf unterschiedlichen Studienstufen und in unterschiedlichen Hochschultypen erfasst werden.

Um die Eintritte auf Stufe Bachelor nicht künstlich zu erhöhen, werden Wechsel zwischen "alten" Lizentiats- und Diplomstudiengängen und "neuen" Bachelorstudiengängen nicht als Eintritte gewertet. Dieses Verfahren hat den Vorzug, dass die Summe der Eintritte auf den Stufen Bachelor und Lizentiat/Diplom einen ungefähren Eindruck der Zahl der Studienanfänger/innen vermittelt. Die Angabe bleibt deshalb ungefähr, weil nicht bekannt ist, ob sich diese Personen tatsächlich im ersten Studiensemester einschreiben. Haben sie zuvor bereits einen Teil ihres Studiums an einer ausländischen Hochschule absolviert, so gelten sie zwar als Eintritte auf den Stufen Bachelor oder Lizentiat/Diplom, sind aber keine Studienanfänger/innen mehr. (726)
Eintrittsquote
Die Netto-Eintrittsquote ist der prozentuale Anteil einer fiktiven Altersgruppe, die sich erstmals auf einer bestimmten Studienstufe immatrikuliert. Netto-Eintrittsquoten bleiben unbeeinflusst von Änderungen des Umfangs der entsprechenden Bevölkerungsgruppe oder des typischen Eintrittsalters. Sie werden berechnet, indem man für jeden einzelnen Altersjahrgang die Zahl der Eintritte durch die entsprechende Bevölkerung dividiert und diese Quoten über alle Altersjahrgänge aufsummiert. (482)
Erwerbslosenquote gemäss ILO
Formel: (170)

F+E-Beiträge
Finanzielle Mittel, die zur Förderung von Forschungsaktivitäten zur Verfügung gestellt werden. Sie stehen meist nicht im direkten Interesse des Beitraggebers und werden zugesprochen oder verfügt. Die Verwendung der Mittel durch den Beitragsempfänger ist mehr oder weniger festgelegt. Im Gegensatz zum Auftrag kann der Beitraggeber den Verlauf der einzelnen F+E-Projekte in der Regel nicht mehr beeinflussen. (69)
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Zuletzt aktualisiert am: 12.01.2010
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