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Statistik Schweiz

Tertiärstufe: Hochschulen - IndikatorenEinführung


Die Schweizer Hochschulausbildung befindet sich inmitten eines Wandels. Die Hochschulausbildung wurde mit der Gründung der Fachhochschulen und der Pädagogischen Hochschulen diversifiziert und das bestehende Angebot der universitären Hochschulen dadurch ergänzt. Die Deklaration von Bologna beinhaltet auch eine tief greifende Veränderung der Hochschullandschaft, damit die gemeinsamen Ziele des europäischen Hochschulraumes bis zum Jahr 2010 umgesetzt werden können.

Das Hochschulsystem der Schweiz umfasst derzeit zehn kantonale Universitäten (Neuenburg, Freiburg, Lausanne, Genf, Bern, Zürich, St. Gallen, Basel, Luzern, Svizzera italiana), die beiden Eidgenössischen Technischen Hochschulen (Lausanne und Zürich) sowie andere universitäre Institutionen (Universitäre Fernstudien Schweiz, Brig und das Universitäre Institut Kurt Bösch). Im schweizerischen Hochschulsystem sind zudem die acht vom Bund anerkannten Fachhochschulen (Bern, Suisse occidentale, Nordwestschweiz, Zentralschweiz, Ostschweiz, Zürich, Université professionnelle de la Suisse italienne und Kalaïdos) erfasst, zu denen auch die Pädagogischen Hochschulen zählen. Einzelne nicht integrierte Pädagogische Hochschulen sind in einer speziellen Kategorie vermerkt.

Die Mehrzahl der kantonalen Universitäten bietet ein vielfältiges Angebot an Studienrichtungen an. Lediglich die Hochschule St. Gallen, Luzern und Svizzera italiana haben engere fachspezifische Studienangebote. Die vom Bund geführten Eidgenössischen Technischen Hochschulen bieten Ausbildungen in den Fachbereichen Exakte Wissenschaften, Naturwissenschaften und Technische Wissenschaften an. Die Fachhochschulen unterscheiden sich von den universitären Hochschulen durch stärker praxisorientierte Fachbereichsausbildungen, die vom Bund geregelt werden. Eine Ausnahme bildet die Lehrkräfteausbildung, die unter kantonale Kompetenz fällt.

Das Hochschulindikatorensystem beinhaltet drei nationale Beobachtungsfelder von je etwa 20 Indikatoren, deren Ziel es ist, den hochschulpolitischen Instanzen sowie der interessierten Öffentlichkeit Informationen zum Schweizer Hochschulsystem zur Verfügung zu stellen. Eine Indikatorenreihe beschreibt auch zum ersten Mal das gesamte Hochschulsystem. Die beiden anderen Indikatorensätze legen den Schwerpunkt je auf die universitären Hochschulen und Fachhochschulen. Einige internationale Indikatoren zum Hochschulbereich ergänzen das Indikatorensystem.

Die Indikatoren sind nach einem Input - Output - Modell gegliedert und umfassen insgesamt fünf Kategorien: Kontext, Input, Prozesse, Output und Wirkung. Neben zentralen Merkmalen zu den Studierenden werden auch Informationen zur Finanzierung und zur Personalstruktur des Hochschulsystems gegeben.

Lage und Grösse der Hochschulen in der Schweiz, 2010

Zuletzt aktualisiert am: 29.09.2011
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