Hochschulsystem - Tertiärstufe: Hochschulen - IndikatorenWirkung - Berufseintrittsquote der Absolvent/innen HS
Der Indikator gibt Hinweise darauf, wie viele Hochschulabsolventinnen und -absolventen eine qualifizierte Erwerbstätigkeit ausüben und wie schnell sie eine Erwerbstätigkeit finden, die ihrer Ausbildung entspricht. Die Berufseintrittsquote enthält somit eine qualitative Komponente. Sie zeigt den Anteil der zum Zeitpunkt der Befragung qualifiziert erwerbstätigen Hochschulabsolventinnen und -absolventen an allen Absolvent/innen desselben Abschlussjahrgangs. Dieser Indikator enthält eine zeitliche Dimension (Anzahl Monate zwischen Studienabschluss und Beginn der Erwerbstätigkeit) und vermittelt einen Eindruck davon, wie lange Neudiplomierte brauchen, bis sie eine Stelle finden, die ihren Qualifikationen entspricht. Als qualifizierte Stelle gilt in diesem Kontext eine Beschäftigung, für die der Arbeitgeber einen Hochschulabschluss verlangt.
Mehr als 60% aller Absolvent/innen, die aktiv im Arbeitsprozess teilnehmen, haben etwa drei Monate nach dem Hochschulabschluss den Übertritt in eine qualifizierte Erwerbstätigkeit vollzogen. Die Übertrittskurven der Absolvent/innen der universitären Hochschulen (UH) sowie der Fachhochschulen und pädagogischen Hochschulen (FH/PH) sind in ihrer Form ähnlich, verlaufen aber auf einem unterschiedlichen Niveau. Die Absolvent/innen der FH/PH steigen schneller ins qualifizierte Erwerbsleben ein als diejenigen der UH. Nach sechs Monaten gleichen sich die beiden Kurven an. Danach kehren sich die Verlaufsquoten um und der Einstieg in die Arbeitswelt zeichnet sich für die noch suchenden Absolvent/innen der FH/PH etwas schwieriger als für die Absolvent/innen UH. Ein Jahr nach dem Erhalt des Hochschulabschluss haben 72% der Absolvent/innen UH und 70% der Absolvent/innen FH eine qualifizierte Beschäftigung aufgenommen.
Die Such- und Wartezeit bis zum qualifizierten Berufseinstieg steht in einem engen Zusammenhang mit den erworbenen Fachkenntnissen. So finden sich grössere Unterschiede beim Übergang von der Hochschule in den Arbeitsleben zwischen den einzelnen Fachrichtungen. Absolvent/innen der Fachbereichsgruppen Künste und Geisteswissenschaften haben längere Übergangszeiten als jene der Fachbereichsgruppen Medizin und Pharmazie oder Recht. Ein Jahr nach dem Erwerb des Abschlusses haben weniger als 50% der Hochschulabsolvent/innen aus der Gruppe Künste den qualifizierten Berufseinstieg realisiert. Dieser Anteil liegt bei etwa 94% für die Fachbereichsgruppe Medizin und Pharmazie. Ein Grund dafür liegt sicherlich darin, dass Studiengänge wie Medizin oder Recht auf ein spezifisches Arbeitsfeld ausgerichtet sind und institutionalisierte Einstiegswege gehen. Hingegen ist die Nachfrage nach Absolvent/innen in den Geisteswissenschaften oder den Künsten weniger stark auf ein eindeutiges Berufsfeld ausgerichtet. Dies kann dazu führen, dass der Berufseinstieg bei dieser Gruppe teilweise mit komplexen Übergangsprozessen verbunden ist.
Die unterschiedlichen Arbeitsmarktstrukturen der Schweizer Wirtschaftsregionen haben auch Auswirkungen auf die Berufseintrittsquoten der Absolvent/innen. Im Allgemeinen ist die Beschäftigungssituation in der Deutschschweiz günstiger als in der Westschweiz. Längere Übergangsprozesse lassen sich folglich in der Genferseeregion feststellen.
Mehr als 60% aller Absolvent/innen, die aktiv im Arbeitsprozess teilnehmen, haben etwa drei Monate nach dem Hochschulabschluss den Übertritt in eine qualifizierte Erwerbstätigkeit vollzogen. Die Übertrittskurven der Absolvent/innen der universitären Hochschulen (UH) sowie der Fachhochschulen und pädagogischen Hochschulen (FH/PH) sind in ihrer Form ähnlich, verlaufen aber auf einem unterschiedlichen Niveau. Die Absolvent/innen der FH/PH steigen schneller ins qualifizierte Erwerbsleben ein als diejenigen der UH. Nach sechs Monaten gleichen sich die beiden Kurven an. Danach kehren sich die Verlaufsquoten um und der Einstieg in die Arbeitswelt zeichnet sich für die noch suchenden Absolvent/innen der FH/PH etwas schwieriger als für die Absolvent/innen UH. Ein Jahr nach dem Erhalt des Hochschulabschluss haben 72% der Absolvent/innen UH und 70% der Absolvent/innen FH eine qualifizierte Beschäftigung aufgenommen.
Die Such- und Wartezeit bis zum qualifizierten Berufseinstieg steht in einem engen Zusammenhang mit den erworbenen Fachkenntnissen. So finden sich grössere Unterschiede beim Übergang von der Hochschule in den Arbeitsleben zwischen den einzelnen Fachrichtungen. Absolvent/innen der Fachbereichsgruppen Künste und Geisteswissenschaften haben längere Übergangszeiten als jene der Fachbereichsgruppen Medizin und Pharmazie oder Recht. Ein Jahr nach dem Erwerb des Abschlusses haben weniger als 50% der Hochschulabsolvent/innen aus der Gruppe Künste den qualifizierten Berufseinstieg realisiert. Dieser Anteil liegt bei etwa 94% für die Fachbereichsgruppe Medizin und Pharmazie. Ein Grund dafür liegt sicherlich darin, dass Studiengänge wie Medizin oder Recht auf ein spezifisches Arbeitsfeld ausgerichtet sind und institutionalisierte Einstiegswege gehen. Hingegen ist die Nachfrage nach Absolvent/innen in den Geisteswissenschaften oder den Künsten weniger stark auf ein eindeutiges Berufsfeld ausgerichtet. Dies kann dazu führen, dass der Berufseinstieg bei dieser Gruppe teilweise mit komplexen Übergangsprozessen verbunden ist.
Die unterschiedlichen Arbeitsmarktstrukturen der Schweizer Wirtschaftsregionen haben auch Auswirkungen auf die Berufseintrittsquoten der Absolvent/innen. Im Allgemeinen ist die Beschäftigungssituation in der Deutschschweiz günstiger als in der Westschweiz. Längere Übergangsprozesse lassen sich folglich in der Genferseeregion feststellen.
Weiterführende Informationen:
Verwandte Indikatoren:
Letzte Änderung: 28.04.2011
Zuletzt aktualisiert am: 23.11.2010
