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Statistik Schweiz

Universitäre Hochschulindikatoren - Tertiärstufe: Hochschulen - IndikatorenKontext - Erwerbstätigkeit der Studierenden UH

Dieser Indikator zeigt den Anteil der Studierenden an schweizerischen universitären Hochschulen, die eine studentische Erwerbstätigkeit ausüben.

Die universitären Studiengänge sind als Vollzeitausbildungen konzipiert. Dieses Konzept entspricht jedoch kaum mehr der Realität des studentischen Lebens. Drei Viertel der UH-Studierenden sind neben ihrem Studium erwerbstätig. Die Erwerbstätigenquote und der Umfang der Erwerbstätigkeit variieren nach Massgabe gewisser Faktoren. Bei den Fachbereichsgruppen zum Beispiel ist die studentische Erwerbstätigkeit in denjenigen Studienfächern sehr hoch, die im Vergleich zu anderen Fächern nicht so stark reglementiert sind und sich somit leichter mit einer stetigen Erwerbstätigkeit kombinieren lassen. So sind die Erwerbstätigenquote und der Erwerbsgrad der Studierenden in den Geistes- und Sozialwissenschaften durchschnittlich am höchsten. In den Technischen Wissenschaften, den Exakten und Naturwissenschaften sowie in den Wirtschaftswissenschaften sind Ausmass und Umfang der studentischen Erwerbstätigkeit eher gering. Diese Unterschiede zwischen den Fachbereichsgruppen treten auch auf der Ebene der einzelnen Hochschulen hervor: Diejenigen mit spezifischen Lehrschwerpunkten in den Technischen Fächern (ETHZ, EPFL) oder Wirtschaft (SG) weisen die tiefsten Erwerbstätigenquoten unter den Studierenden auf.

Erwerbstätigkeit und Beschäftigungsgrad steigen mit zunehmendem Alter. Die Studierenden zwischen 26 und 35 Jahren weisen die höchsten Erwerbsquoten auf, wobei dieser Befund differenziert werden muss. Die Kategorie der 36-jährigen und älteren Studierenden umfasst nämlich einen grossen Anteil Frauen, die ein Studium neu beginnen bzw. wieder aufnehmen und keine Erwerbstätigkeit ausüben. Die erwerbstätigen Studierenden in dieser Kategorie weisen dagegen einen höheren Beschäftigungsgrad als die anderen auf. Die Studierenden der jüngsten Altersklassen arbeiten hauptsächlich während den Ferien.

Andere Differenzen sind weniger augenfällig. So sind Frauen zum Beispiel geringfügig häufiger erwerbstätig als Männer. Dies ist im Wesentlichen auf die geschlechtsspezifischen Unterschiede in der Studienwahl zurückzuführen.

Es kann auch ein Zusammenhang zwischen Bildungsherkunft und Erwerbstätigenquote ausgemacht werden. Ausländische Studierende mit Vorbildung im Ausland sind am wenigsten häufig erwerbstätig. Dies dürfte zum Teil mit den Arbeitsbestimmungen für ausländische Studierende aus Nicht-EU-Mitgliedsstaaten zusammenhängen. Denkbar ist auch, dass ausländische Staatsangehörige eher geneigt sind, in der Schweiz zu studieren, wenn ihr Studienbudget nicht in erheblicher Weise von der Ausübung einer Erwerbstätigkeit abhängt.

Studierende, mit berufslehrorientiertem Elternhaus, gehen vergleichsweise am häufigsten einer Erwerbstätigkeit nach.

Weiterführende Informationen:

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Letzte Änderung: 23.11.2010
Zuletzt aktualisiert am: 10.02.2010
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