Seite drucken | Fenster schliessen
Statistik Schweiz
  • Share:
  • Facebook Externe Seite. Inhalt wird in neuem Fenster geöffnet.
  • Twitter Externe Seite. Inhalt wird in neuem Fenster geöffnet.
  • del.icio.us Externe Seite. Inhalt wird in neuem Fenster geöffnet.
  • Schliessen

Einflussfaktoren - AnalysenGesundheit nach Bildung und Einkommen

Thema

Die Gesundheitschancen sind nach dem Sozialstatus ungleich verteilt, wie zahlreiche Forschungsergebnisse belegen. Personen mit einem niedrigen sozialen Status haben häufiger eine schlechtere Gesundheit als Personen mit einem höheren Sozialstatus. Man spricht dann von einem Sozialgradienten. Der sozioökonomische Status wirkt sich jedoch nicht unmittelbar auf die Gesundheit aus. Vielmehr spielen die Lebensbedingungen, Unterschiede im Verhalten und in den persönlichen und sozialen Kompetenzen eine Rolle.

Ob das auch für die Schweiz gilt, wird hier für verschiedene Faktoren des Gesundheitszustands, der persönlichen und sozialen Ressourcen und des Gesundheitsverhaltens nach dem Bildungsabschluss und dem Einkommen untersucht:

  • Gesundheitszustand: Selbst wahrgenommene Gesundheit, Einschränkungen in den Alltagsaktivitäten, Rückenschmerzen und Schlafstörungen, Psychische Belastungen;
  • Persönliche und soziale Ressourcen: Kontrollüberzeugungen, Vertrauensperson;
  • Verhaltensweisen und Risikofaktoren: Tabakkonsum, Körperliche Aktivität, Ernährungsbewusstsein, Übergewicht.

Die Ergebnisse zeigen einen mehr oder weniger ausgeprägten Sozialgradienten hauptsächlich für den Bildungsabschluss. Der Einfluss vom Einkommen ist dagegen weniger stark und weniger konsistent. Insgesamt fallen die Unterschiede nach den Sozialgradienten bei den Männern stärker aus als bei den Frauen. Eine Ausnahme bildet das Übergewicht mit einem deutlichen Bildungsgradienten bei den Frauen. Des Weiteren nivellieren sich die Unterschiede bei Männern und Frauen häufig im Lebensalter ab 65 Jahren.

 

Daten

Datengrundlage ist die Schweizerische Gesundheitsbefragung von 2007 (SGB07).

 

Vorgehen

Die Analysen beziehen sich auf die 25 Jahre alte und ältere Bevölkerung in Privathaushalten. In diesem Alter ist in der Regel die Schul- und Berufsausbildung abgeschlossen und der Eintritt in das Berufsleben erfolgt.
Die Bildung wird über den höchsten Ausbildungsabschluss gemessen.
Aus den Angaben zum monatlichen Äquivalenzeinkommen werden Quartile gebildet, d.h. sie werden in Gruppen zu jeweils 25% eingeteilt. Für das Äquivalenzeinkommen wird das gesamte Einkommen eines Haushalts entsprechend einer speziellen Gewichtung auf die einzelnen Haushaltsmitglieder umgelegt .
Alle Ergebnisse werden zugleich nach Altersgruppen und Geschlecht dargestellt.

 

Vertrauensintervalle

In den Grafiken sind die Vertrauensintervalle (VI) angegeben, da die Daten aus einer Stichprobe stammen. Sie werden in den Grafiken mit ├┤ dargestellt. Das gewählte Vertrauensintervall gibt mit einer 95%-igen Wahrscheinlichkeit den Bereich an, in dem der tatsächliche Wert für die Grundgesamtheit liegt. Beispiel: 59.5% der Frauen ab 65 Jahren mit obligatorischer Bildung bezeichnen ihren Gesundheitszustand als sehr gut oder gut. Die Fehlergrenzen betragen ± 4.2. Der tatsächliche Anteil liegt also zwischen 55.3% und 63.7%. Mit Hilfe der Vertrauensintervalle lässt sich darüber hinaus bestimmen, ob Unterschiede statistisch signifikant oder zufällig entstanden sind. Bezogen auf das Beispiel bezeichnen 72.7% (VI ± 2.8) der Frauen ab 65 Jahren mit einer Ausbildung auf Sekundarstufe II und 83.6% (VI ± 5.4) mit einer Tertiärausbildung ihren Gesundheitszustand als sehr gut oder gut. Die Vertrauensbereiche betragen 69.9% - 75.5% bzw. 78.2% - 89.0%. Die Vertrauensintervalle überschneiden sich nicht. Die Unterschiede nach Bildungsniveau sind somit statistisch signifikant.

 

Zuletzt aktualisiert am: 02.02.2012
Seite drucken | Fenster schliessen