Einflussfaktoren - AnalysenGesundheit nach Bildung und Einkommen
Thema
Die Gesundheitschancen sind nach dem Sozialstatus ungleich verteilt, wie zahlreiche Forschungsergebnisse belegen. Personen mit einem niedrigen sozialen Status haben häufiger eine schlechtere Gesundheit als Personen mit einem höheren Sozialstatus. Man spricht dann von einem Sozialgradienten. Der sozioökonomische Status wirkt sich jedoch nicht unmittelbar auf die Gesundheit aus. Vielmehr spielen die Lebensbedingungen, Unterschiede im Verhalten und in den persönlichen und sozialen Kompetenzen eine Rolle.
Ob das auch für die Schweiz gilt, wird hier für verschiedene Faktoren des Gesundheitszustands, der persönlichen und sozialen Ressourcen und des Gesundheitsverhaltens nach dem Bildungsabschluss und dem Einkommen untersucht:
- Gesundheitszustand: Selbst wahrgenommene Gesundheit, Einschränkungen in den Alltagsaktivitäten, Rückenschmerzen und Schlafstörungen, Psychische Belastungen;
- Persönliche und soziale Ressourcen: Kontrollüberzeugungen, Vertrauensperson;
- Verhaltensweisen und Risikofaktoren: Tabakkonsum, Körperliche Aktivität, Ernährungsbewusstsein, Übergewicht.
Die Ergebnisse zeigen einen mehr oder weniger ausgeprägten Sozialgradienten hauptsächlich für den Bildungsabschluss. Der Einfluss vom Einkommen ist dagegen weniger stark und weniger konsistent. Insgesamt fallen die Unterschiede nach den Sozialgradienten bei den Männern stärker aus als bei den Frauen. Eine Ausnahme bildet das Übergewicht mit einem deutlichen Bildungsgradienten bei den Frauen. Des Weiteren nivellieren sich die Unterschiede bei Männern und Frauen häufig im Lebensalter ab 65 Jahren.
Daten
Vorgehen
Die Analysen beziehen sich auf die 25 Jahre alte und ältere Bevölkerung in Privathaushalten. In diesem Alter ist in der Regel die Schul- und Berufsausbildung abgeschlossen und der Eintritt in das Berufsleben erfolgt.
Die Bildung wird über den höchsten Ausbildungsabschluss gemessen.
Aus den Angaben zum monatlichen Äquivalenzeinkommen werden Quartile gebildet, d.h. sie werden in Gruppen zu jeweils 25% eingeteilt. Für das Äquivalenzeinkommen wird das gesamte Einkommen eines Haushalts entsprechend einer speziellen Gewichtung auf die einzelnen Haushaltsmitglieder umgelegt .
Alle Ergebnisse werden zugleich nach Altersgruppen und Geschlecht dargestellt.
Vertrauensintervalle
