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Statistik Schweiz
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Gesamtkonzept Mobilitäts- und Verkehrsstatistik

Die heutige Verkehrsstatistik hat sich aus einer Vielzahl von Erhebungen heraus entwickelt,
die in verschiedenen Bundesämtern nach und nach eingeführt wurden. So erstaunt es wenig,
dass hohe Detaillierungen vorkommen und anderswo Informationslücken bestehen oder der
Verknüpfung verschiedener Datensätze zahlreiche Hindernisse entgegenstehen. Da die
Mobilität in der Verkehrs-, Nachhaltigkeits-, Umwelt-, Energie- und Raumordungspolitik eine
zentrale Rolle spielt und diese Politikbereiche an Bedeutung gewinnen, wird der Ruf nach
soliden Entscheidungsgrundlagen immer lauter. Mit der Unterzeichung des Statistik- und des
Landverkehrsabkommens mit der EU, der Neuorganisation des Zugangs zum Schienennetz
und den umgestalteten Abgeltungen im öffentlichen Verkehr haben sich zudem die
Anforderungen an eine moderne Mobilitäts- und Verkehrsstatistik grundlegend verändert.
Aufgrund dieser Entwicklungen hat das Bundesamt für Statistik ein Gesamtkonzept verfasst,
mit welchem die Mobilitäts- und Verkehrsstatistik auf eine neue Basis gestellt werden soll.
Dieses wird auch von den betroffenen Bundesämtern des UVEK 1) mitgetragen, was in einer
Rahmenvereinbarung für die Jahre 2007-2011 geregelt wurde.

 
Das Gesamtkonzept zielt auf die Einführung eines kohärenten Systems für die Mobilitäts- und
Verkehrsstatistik und umfasst im Wesentlichen folgende Elemente:

  • Strukturierung des Statistikbereichs mit Hilfe eines Modells, welches die Ursachen-
    Wirkungsbeziehungen systemisch abbildet.
  • Definition der Informationen, welche aufgrund nationaler und internationaler Vorgaben
    sowie wichtiger politischer Bedürfnisse künftig beschafft werden sollen. Dazu gehören
    auch eine Vereinheitlichung des Detaillierungsgrads sowie das Schliessen wichtiger
    Lücken.
  • Regelung der Aufgabenteilung zwischen den beteiligten Ämtern sowie gegenseitige
    Verpflichtungen zur Datenlieferung.
  • Verbesserung der Produktionsprozesse und verstärkter Einbezug der von Unternehmen
    im öffentlichen Verkehr durchgeführten Erhebungen.
  • Festlegung einheitlicher Nomenklaturen, um so Datenverknüpfungen zu erleichtern.
  • Stärkere Ausrichtung der Datendiffusion auf verschiedenartige Zielpublika und Reduktion
    der Anzahl der nach Erhebungen gegliederten Printpublikationen. Im Zentrum stehen
    dabei eine Taschenstatistik und alle zwei Jahre eine Mobilitäts- und Verkehrsstatistik.

 

1) ARE, ASTRA, BAFU, BAV, BAZL, BFE

 

Zuletzt aktualisiert am: 29.01.2010
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