Verkehrsleistungen - Analyse - Güterverkehr - StrasseC. Schwere ausländische Sachentransportfahrzeuge 2008 (GQGV 08)
C1 Einleitung
Resultate und Erläuterungen beziehen sich auf:
• Erhebung zum grenzquerenden Güterverkehr 2008 (GQGV 08)
• Schwere ausländische (exkl. liechtensteinische) Sachentransportfahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen: Lastwagen, Lastenzüge und schwere Sattelzüge
• Jahr 2008
• Verkehr über alle Wochentage
• Schweizerisches und liechtensteinisches Strassennetz
Synthesebericht und weitere Informationen - siehe Erhebung GQGV

C2 Resultattabellen (Tabellen C)
Folgende Erhebungsmerkmale sind berücksichtigt:
• Fahrzeugmerkmale: C01, C03, C05
• Quartal: C05
• Warenart: C09 - C12, C14, C16 - C22, C24
• Frachtart: C10, C11, C13, C15, C23, C25
• Verkehrsart: C12 - C15
• Warenflüsse bzw. Transportströme: C18 - C21
• Transportdistanzen: C22 - C25
Tabellen - gleiche Seite weiter unten
Bitte beachten Sie die Hinweise zu den Tabellen (weiterführende Informationen)
C3 Kommentar zu den Ergebnissen
Im Rahmen von 4,4 Mio. Fahrten (davon 1,3 Mio. Leerfahrten) transportierten die schweren ausländischen Sachentransportfahrzeuge im Jahr 2008 Waren mit einem Gesamtgewicht von 41,3 Mio. Tonnen und erbrachten eine Transportleistung von 5,3 Mrd. Tonnenkilometern. Dabei legten sie zusammen 508 Mio. Kilometer zurück.
Die Transporte durch ausländische Sachentransportfahrzeuge in der Schweiz wurden im Jahr 2008 vor allem mit Fahrzeugen mit einem Gesamtgewicht des Zugfahrzeuges von mehr als 26 Tonnen durchgeführt (Tabelle C01), und zwar vorzugsweise mit Sattelzügen (C03). Die saisonale Schwankung der Transportleistung ist vergleichbar mit 2003: das Minimum liegt im 1. Quartal mit einem Anteil von 20,7%, und das Maximum im 2. Quartal (Anteil 29,7%, C05). Die beiden letzten Quartale machen je ungefähr ein Viertel aus. Die Wirtschaftskrise scheint sich im Jahr 2008 also kaum auf den ausländischen Schwerverkehr in der Schweiz ausgewirkt zu haben.
„Nahrungs- und Genussmittel“, „Metalle“ sowie „Chemische Erzeugnisse“ sind die häufigsten Warenarten (gemäss NST 2007). Sie machen zusammen ein Drittel des Transportguts bzw. 38% der Transportleistung aus (C09). „Palettisierte Güter“ sind mit einem Anteil von 43% am Transportgut (C10) bzw. 51% an der Transportleistung die wichtigste Frachtart (C11).
In Bezug auf das Transportgut wurden die ausländischen schweren Sachentransportfahrzeuge zu 51% im Import, zu 26% im Export und zu 22% im Transit eingesetzt. „Erze, Steine und Erden“ werden gewichtsmässig am meisten importiert, „Holz sowie Holzwaren“ liegen im Export an erster Stelle und im Transit überwiegen „Metalle“ (C12). Bei allen drei Verkehrsarten dominiert die Frachtart 4 „Palettisierte Güter“ (C13). In Bezug auf die Transportleistung verschiebt sich der Anteil der Verkehrsarten - bedingt durch längere Transportdistanzen - zu Gunsten des Transits (Anteil von 49%, C14).
Gefahrgüter machen knapp 3% des Transportgutes bzw. knapp 2% der Transportleistung aus. Dabei überwiegt die Kategorie „Entzündbare flüssige Stoffe“ mit einem Anteil von rund 52% an den Tonnen bzw. 35% an den Tonnenkilometern (C16). Diese Gefahrgutkategorie ist vor allem in den Warenarten „Chemische Erzeugnisse“ sowie „Kokerei- und Mineralölerzeugnisse“ vertreten (z. B. Benzin oder Heizöl, C17).
Bezogen auf die sieben Grossregionen der Schweiz transportieren die schweren ausländischen Fahrzeuge mengenmässig deutlich mehr Güter vom Ausland in die jeweilige Grossregion als umgekehrt. Der Import mit ausländischen Fahrzeugen geht vor allem in die Grossregionen Nordwestschweiz und Ostschweiz (inkl. Liechtenstein). Bezüglich Export liegt die Ostschweiz eindeutig an erster Stelle (C18). Auf Länderstufe transportieren und leisten die ausländischen Sachentransportfahrzeuge zwischen der Schweiz und Deutschland am meisten (C20 und C21).
In der Baubranche werden ausländische Fahrzeuge vor allem auf grenznahen Baustellen in der Schweiz eingesetzt. Dies zeigt sich darin, dass die typische Warenart des Bausektors „Erze, Steine und Erden“ zu rund zwei Dritteln auf kurzen Distanzen bis 25 Kilometer transportiert wird (bezogen auf das Schweizer Strassennetz). Bei Fertigwaren wie „Fahrzeuge“, „Maschinen“ und „Textilien“ werden hingegen rund zwei Drittel und im Fall der „Fahrzeuge“ sogar drei Viertel des Transportguts über Distanzen von mindestens 100 Kilometer transportiert (C22).
Tabellen C - 2008
