Seite drucken | Fenster schliessen
Statistik Schweiz

Strassenrechnung

Im Rahmen der Strassenrechnung werden die Einnahmen aus dem privaten motorisierten Strassenverkehr den Ausgaben für die Strasseninfrastrukur gegenübergestellt.

Die Gesamteinnahmen der öffentlichen Hand aus dem privaten motorisierten Strassenverkehr betrugen 2011 rund 8,4 Mrd. Franken. Davon stammten 59% von den Mineralölsteuern und 27% von den kantonalen Motorfahrzeugsteuern. Weitere Einnahmequellen waren die Schwerverkehrsabgaben, die Autobahnvignette sowie Mehrwertsteuer- und Zollerträge.

Einnahmen aus dem Strassenverkehr

Bruttoausgaben

Die Bruttoausgaben der öffentlichen Hand für das schweizerische Strassennetz beliefen sich 2011 auf insgesamt 8,3 Mrd. Franken. Von diesem Betrag entfielen 30% auf die Nationalstrassen, 34% auf die Kantonsstrassen und 36% auf die Gemeindestrassen. Über alle Strassenarten hinweg betrachtet, wurde am meisten Geld für den Neubau, den Ausbau und den Unterhalt der Infrastruktur ausgegeben (4,6 Mrd. Franken). Weitere Kostenpunkte waren der betriebliche Unterhalt und die Verwaltung (2,6 Mrd.) sowie die Verkehrsregelung und Signalisation (1,0 Mrd.). Zwischen 1995 und 2011 haben die Bruttoausgaben für die Strassen um 33% zugenommen.

Bruttoausgaben nach Kostenarten (Strasse), 2007

Strassenrechnung im engeren Sinne

Die Strassenrechnung im engeren Sinne misst, inwieweit die Einnahmen der öffentlichen Hand aus dem privaten motorisierten Strassenverkehr die entsprechenden Ausgaben zu decken vermögen. Folglich wird nicht mit den Bruttoausgaben gerechnet, sondern lediglich mit jenen Aufwendungen, welche dem privaten motorisierten Strassenverkehr zuzurechnen sind. Ausgeschieden werden unter anderem die Ausgaben für den Fuss- und Veloverkehr. 

Die Strassenrechnung existiert in zwei Ausführungen: als Ausgabenrechnung und als Kapitalrechnung. Im Falle der Ausgabenrechnung standen 2011 den Einnahmen von 8,4 Mrd. Franken zurechenbare Ausgaben von 7,2 Mrd. gegenüber. Die Ausgaben für das Strassennetz, welche dem privaten motorisierten Strassenverkehr dienen, wurden somit von diesem zu 118% gedeckt (Kostendeckungsgrad). Die Kapitalrechnung verwendet die gleichen Erträge wie die Ausgabenrechnung. Die Ausgaben hingegen sind etwas höher (7,5 Mrd. Franken). Der Eigenwirtschaftlichkeitsgrad der Kapitalrechnung beträgt 113%.

 

Strassenrechnung

in Millionen Franken
 1990200020052010r2011
Anrechenbare Einnahmen5'0237'6087'9928'4558'448
Ausgabenrechnung
Zurechenbare Ausgaben und Verzinsung6'1046'8616'8817'2487'151
Fehlbetrag / Überschuss1-1'0817471'1111'2071'297
Deckungsgrad in %82111116117118
Kapitalrechnung
Zurechenbare Kosten und Verzinsung5'0966'6806'9477'5257'486
Fehlbetrag / Überschuss1-739281'045930962
Eigenwirtschaftlichkeitsgrad in %99114115112113

1 Fehlbetrag = - / Überschuss = +

r revidiert

Stand: Dezember 2013

 

Kennzahlen, 2011

Anrechenbare Einnahmen8,4 Mrd. Fr.
davon aus Mineralölsteuern5,0 Mrd. Fr.
davon aus Motorfahrzeugsteuern2,3 Mrd. Fr.
Bruttoausgaben8,3 Mrd. Fr.
davon Investitionen in Infrastruktur4,7 Mrd. Fr.
davon Betriebsausgaben3,6 Mrd. Fr.
Kostendeckungsgrad gemäss Ausgabenrechnung118%
Eigenwirtschaftlichkeitsgrad gemäss Kapitalrechnung113%
Dokument / Objekt Titel Periode
Strassenrechnung der Schweiz: Resultate 2011. Download (XLS). Inhalt wird in neuem Fenster geöffnet. 451 KB   Strassenrechnung der Schweiz: Resultate 2011
(su-d-11.02.02_STR_2011)
Bundesamt für Statistik BFS
1995-2011

 

Publikationen

Informationen zur Erhebung

 

Seite drucken | Fenster schliessen