Gesamtrechnungen des Primärsektors - IndikatorenLandwirtschaftliche Gesamtrechnung - Produktionswert
Im Jahr 2011 und gemäss ersten Schätzungen entspricht der Produktionswert der Schweizer Landwirtschaft knapp demjenigen von 2010 (-0,4%). Die Erhöhung der erzeugten Mengen wurde durch eine erneute Senkung der Agrarpreise neutralisiert. Insbesondere hat sich die Übersättigung des Schweinemarktes verschärft.
Die Entwicklung der landwirtschaftlichen Erzeugung zwischen den Jahren 1985 und 2011 kann in drei Perioden aufgeteilt werden.
In der aktuellsten Periode (nach 1999) hat sich der Rückgang des Produktionswertes (zu laufenden Preisen) stark abgeschwächt. Die Schwankungen sind mehrheitlich Ausdruck der Wetterverhältnisse (z.B. Trockenheit im Jahre 2003). Von Preissenkungen, im Allgemeinen weniger ausgeprägt als in den neunziger Jahren, waren vor allem noch Getreide, Schweine und Milch bis 2007 betroffen. Im Jahr 2008 sind die Preise dieser Güter wieder gestiegen, was Ausdruck der hohen Rohstoffnachfrage auf dem Weltmarkt war. Ab 2009 geraten die Agrarpreise erneut unter Druck.
Bis 2004 haben die landwirtschaftlichen Dienstleistungen stark zugenommen, ein Zeichen für die wachsende Spezialisierung der landwirtschaftlichen Produktionsprozesse (z.B. externe vergebene Arbeiten für Saat und Ernte).
Ab 1992 bis heute ist das Volumen der Agrarproduktion sehr geringfügig zurückgegangen.
Die Periode zwischen 1992 und 1999 war durch den markanten Rückgang des Produktionswertes geprägt. Sie bildete den Übergang zu einem verallgemeinerten System von Direktzahlungen (Reform der Agrarpolitik) mit stufenweiser Liberalisierung der Agrarmärkte (allgemeine Senkung der Agrarpreise).
Die Periode zwischen 1985 und 1992 bildete die Endphase der Ausdehnung der schweizerischen Landwirtschaft seit dem 2. Weltkrieg, in welcher sowohl die erzeugten Mengen wie auch die erzielten Preise zugenommen hatten.
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