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Statistik Schweiz

Definitionen

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Abschreibungen
Bezifferung der Wertverminderungen, denen das Anlagevermögen während eines bestimmten Zeitraums durch normalen Verschleiss und übliches wirtschaftliches Veralten unterliegt. Ausgeklammert werden die Folgen von Katastrophen und der Erschöpfung der Rohstoffreserven. (175)
Aggregat
Sammelgrösse, die das Ergebnis der (wirtschaftlichen) Tätigkeit einer zusammenhängenden Gruppe von Einheiten misst (Gesamtwirtschaft, Sektor usw.). (200)
Arbeitsproduktivität
Die Arbeitsproduktivität entspricht der Bruttowertschöpfung (BWS) pro Arbeitsinput. Sie dient dazu, die Effizienz des Arbeitsinputs im Produktionsprozess zu messen. Auf Ebene einer Volkswirtschaft bezeichnet die Arbeitsproduktivität das Bruttoinlandprodukt (BIP) pro geleistete Arbeitsstunde. (894)
Arbeitsqualität
Bei der Messung der Produktivität pro geleistete Arbeitsstunde wird eine Aggregation der tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden vorgenommen. Nicht berücksichtigt werden dabei die Merkmale der Erwerbstätigen. Eine Arbeitsstunde, die beispielweise von einer Ärztin geleistet wird, entspricht in Bruttowertschöpfung (BWS) ausgedrückt also einer Arbeitsstunde, die von einem Praktikanten geleistet wird. Dies, obschon die Ärztin ein höheres Qualifikationsniveau aufweist. Diese Problematik wird durch die Messung der Arbeitsqualität behoben. Die Methode berücksichtigt bei der Aggregation der Arbeitsstunden die Merkmale der Arbeitskräfte (Ausbildung, Berufserfahrung und Geschlecht). Daraus resultiert das qualitätsbereinigte Arbeitsstundenvolumen. (900)
Arithmetisches Mittel

Das arithmetische Mittel, auch Durchschnitt oder arithmetischer Mittelwert genannt, wird errechnet, indem man die einzelnen Beobachtungswerte addiert und die Summe durch die Anzahl der Beobachtungswerte teilt.

In mathematischer Schreibweise ist der Mittelwert einer Anzahl n Beobachtungswerte x1, x2 bis xn definiert als x = (x1 + x2 + … + xn) / n.

Im Gegensatz zu einem anderen häufig verwendeten Lagemass, dem Median (siehe dort), wird das arithmetische Mittel durch die Grösse der Extremwerte stark beeinflusst. Bei einer streng symmetrischen Häufigkeitsverteilung fällt das arithmetische Mittel mit dem Median zusammen. Im Falle einer asymmetrischen Verteilung, z.B. des Einkommens, mit hohen Extremwerten liegt das arithmetischen Mittel über dem Median, bei tiefen Extremwerten darunter. Je deutlicher die Asymmetrie ist, desto grösser ist der Unterschied zwischen arithmetischem Mittel und Median. Um die Lokation einer Verteilung zu beschreiben ist das arithmetische Mittel darum nur bei ungefähr symmetrischen Verteilungen geeignet. Eine Variante des arithmetischen Mittels, das gewichtete Mittel, ordnet jeder Beobachtung ein Gewicht zu. (748)

Beitrag zum Wirtschaftswachstum
Der Beitrag eines Sektors oder einer Wirtschaftsbranche erlaubt die Messung des relativen Einflusses der Entwicklung ihrer Bruttowertschöpfung (BWS) zum Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP). (902)
Betriebsüberschuss
Saldo des Einkommensentstehungskontos. Einkommen aus Unternehmertätigkeit und Vermögen, die im Rahmen des Produktionsprozesses entstanden sind und die einer Produktionseinheit zur Verfügung stehen. (182)
Bevölkerung
Schema der verschiedenen Bevölkerungsbegriffe Externe Seite. Inhalt wird in neuem Fenster geöffnet. (135)
Branche
Eine Branche (oder ein Wirtschaftszweig) ist eine Zusammenfassung homogener Produktionseinheiten, die Produkte herstellen (oder Dienstleistungen erbringen), welche derselben Gesamtheit einer Wirtschaftszweignomenklatur angehören (z.B. NOGA). (204)
Bruttoanlageinvestitionen
Wert der dauerhaften Güter, die durch gebietsansässige produzierende Einheiten gekauft werden, um für eine Zeitdauer von mehr als einem Jahr im Produktionsprozess eingesetzt zu werden. Ausgaben zur Verbesserung, Reparatur oder Verlängerung der Lebensdauer vorhandener Anlagegüter werden ebenfalls als Bruttoanlageinvestitionen bezeichnet. In der Schweiz gliedern sich diese Investitionen in Ausrüstungsinvestitionen und in Bauinvestitionen. Letztere lassen sich ihrerseits in Hoch- und Tiefbauinvestitionen aufteilen. (97)
Bruttoenergieverbrauch
Bei einer nationalen Energiestatistik interessiert in erster Linie der gesamte Energieverbrauch innerhalb der Landesgrenzen, inklusive der innerhalb des Landes entstehenden Umwandlungsverluste. Dieser sogenannte Bruttoverbrauch setzt sich zusammen aus der inländisch gewonnenen Primärenergie, den Saldi des Aussenhandels der verschiedenen Energieträger und der Lagerveränderungen. Nationale Energiestatistiken befassen sich nicht mit der Leistung, also dem Energieverbrauch pro Zeiteinheit, obwohl dieser Aspekt für die Versorgung von Bedeutung ist. Ebenfalls unbeachtet bleibt der Austausch von sogenannter grauer Energie mit dem Ausland, d. h. die für die Herstellung von eingeführten oder exportierten Gütern benötigte und damit in diesen enthaltene Energiemenge. (239)
Bruttoinlandprodukt (BIP)
Das BIP ist ein Mass für die wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft im Laufe eines Jahres. Es misst den Wert der im Inland hergestellten Waren und Dienstleistungen, soweit diese nicht als Vorleistungen für die Produktion anderer Waren und Dienstleistungen verwendet werden - also die sog. Wertschöpfung. Das BIP wird in jeweiligen Preisen und in konstanten Preisen eines bestimmten Jahres errechnet. In konstanten Preisen wird die reale Wirtschaftsentwicklung im Zeitablauf frei von Preiseinflüssen dargestellt. (208)
Bruttoinvestitionen
Aggregat aus den Bruttoanlageinvestitionen und den Vorratsveränderungen (179)
Bruttonationaleinkommen
Das Bruttonationaleinkommen (BNE) setzt sich zusammen aus den Primäreinkommen (Einkommen aus Arbeit und Kapital), welches die gebietsansässigen Einheiten erhalten. Das BNE entspricht der Summe des BIP und des Saldos der vom Ausland erhaltenen und ans Ausland bezahlten Primäreinkommen. (186)
Bruttosozialprodukt
Das Bruttosozialprodukt (BSP) misst den Wert, welcher durch die einheimischen Produktionsfaktoren erwirtschaftet wird, sei dies auf eigenem Territorium oder im Ausland.
Da das BSP nach dem Einkommensansatz berechnet wird, wird die Bezeichnung Bruttonationaleinkommen vorgezogen (905)
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Zuletzt aktualisiert am: 29.01.2010
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