Neuchâtel, 11.05.2012 (BFS) – Der Bundesrat hat das Bundesamt für Statistik (BFS) beauftragt, ergänzende Indikatoren zum Bruttoinlandprodukt (BIP) zu erarbeiten. Dies, weil das BIP allein die Entwicklungen in Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt nicht umfassend abbildet. Das BFS setzt diesen Auftrag in zwei Phasen um. In der ersten Phase – dessen Resultat das BFS heute vorstellt – wurden bestehende statistische Informationen in einen gesamtgesellschaftlichen bzw. –wirtschaftlichen Kontext gestellt. Diese erste grobe Zusammenstellung macht deutlich, dass die Schweiz hinsichtlich der sozialen, ökonomischen und ökologischen Leistungsfähigkeit insgesamt gut abschneidet. Das BFS wird anschliessend das Indikatorenset und die Resultate weitervertiefen und -konsolidieren.
Die Medienmitteilung lesen
Neuchâtel, 17.01.2012 (BFS) - 95 Prozent der Wohnbevölkerung der Schweiz schätzen die Umweltqualität in ihrer Wohnumgebung als sehr gut oder eher gut ein. Diese wird von 74 Prozent der Bevölkerung als sehr starker oder eher starker Einflussfaktor für die persönliche Lebensqualität genannt. Von Luftverschmutzung am Wohnort fühlen sich 17 Prozent der Bevölkerung sehr gestört oder eher gestört. Dies zeigen die ersten Ergebnisse einer Befragung zum Thema Umwelt, welche das Bundesamt für Statistik (BFS) im Frühjahr 2011 im Rahmen der neuen Volkszählung erstmals durchgeführt hat.
Neuchâtel, 29.08.2011 (BFS) - Im Jahr 2009 beliefen sich die Umweltschutzausgaben der Wirtschaft auf 2,75 Milliarden Franken, was rund 0,5 Prozent des BIP entspricht. Die Umweltschutzausgaben der Industrie machten mit 1,1 Prozent der Bruttowertschöpfung weniger als die Hälfte der finanziellen Belastung aus, welche die europäische Industrie tragen muss. Im Vergleich zu 2003 sind die Umweltschutzausgaben der Industrie real um 10 Prozent zurückgegangen. Dies zeigen die ersten Ergebnisse einer vom Bundesamt für Statistik (BFS) durchgeführten Erhebung.
Bern/Neuchâtel, 13.07.2011 (BAFU/BFS) - Vor dem Jahr 2000 wurden im Umweltbereich zahlreiche Fortschritte gemacht. Seither gab es gewisse Verbesserungen, jedoch konnten bei Kernthemen wie Klimawandel oder Erhalt der Biodiversität die Ziele nicht erreicht werden. Im Inland steigt der Druck auf die Umwelt weiter an - wenn für manche Bereiche seit einigen Jahren auch etwas abgebremst. Mit den wachsenden Materialimporten nehmen die Auswirkungen im Ausland an Bedeutung zu. Das zeigt der Bericht «Umwelt Schweiz 2011», der gemeinsam vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) und dem Bundesamt für Statistik (BFS) erarbeitet wurde.
Die Landschaften der Schweiz ziehen täglich tausende von Erholungssuchen-den und Touristen an. Als langfristiges Kapital lässt sie sich jedoch nur erhal-ten und weiterentwickeln, wenn ihre vielfältigen Aspekte systematisch erfasst und dargestellt sind. So lassen sich ihre Werte besser kommunizieren und in die Politik integrieren. Mit der Landschaftstypologie Schweiz besteht nun eine räumliche Grundlage, die diese Lücke schliesst.
Der Kanton Zürich ist, die Zuwanderungsdebatte der letzten Wochen weist darauf hin, ein Bevölkerungsmagnet. Über ein Fünftel der Kantonsfläche dient Siedlungszwecken, Tendenz steigend. Seit den Achtzigerjahren sind 5'800 Hektaren Siedlungsgebiet neu entstanden, und zwar praktisch ausnahmslos auf Land, das früher der Landwirtschaft diente. Dies zeigt die schweizerische Arealstatistik, deren neuste Ergebnisse für den Kanton Zürich seit kurzem vorliegen.
Neuchâtel, 09.09.2010 (BFS) - Das Siedlungswachstum im Westen und Nordwesten der Schweiz hat sich von 12 Prozent in der Beobachtungsperiode 1982-1994 auf 9 Prozent in jener von 1994-2006 abgeschwächt. Auf die Schweiz hochgerechnet wurden in 12 Jahren auf 264 km2 neue Siedlungen gebaut. Dies entspricht nahezu der Fläche des Kantons Nidwalden oder gut 0,6 Prozent der Landesfläche. Der Zuwachs geht vorwiegend auf Kosten von Landwirtschafts-flächen. Dies sind aktuelle Teilergebnisse der dritten Erhebung der Arealstatistik des Bundesamtes für Statistik (BFS), die neu auch die Kantone Zürich, Zug und Schaffhausen einschliessen.
Seit kurzem betreibt der Bund eine öffentlich zugängliche Plattform für Geoinformationen. Nicht nur Fachleute nutzen dieses Geoportal, sondern auch Bürgerinnen und Bürger. Schwinden die Gletscher wirklich? Wie gross war mein Wohnort vor 100 Jahren? Wo wird Wasser zur Energiegewinnung entnommen? Diese und viele weitere Fragen können mit Geoinformationen beantwortet werden. Sie beschreiben die Gegebenheiten eines Landes in Form von Koordinaten, Ortsnamen, Postadressen oder anderen Kriterien. Zentral zugänglich sind diese Informationen seit kurzem auf www.geo.admin.ch, dem Geoportal des Bundes.
Neuchâtel, 22.09.2009 (BFS) - Zwischen 1990 und 2005 sind die Treibhausgasemissionen der Schweiz um 3,6 Prozent von 61 auf 63,2 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente gestiegen. Diese Zunahme geht zu mehr als 80 Prozent auf das Konto der Haushalte, deren Verkehrsemissionen 1,8 Millionen Tonnen (+20%) höher waren als 15 Jahre zuvor. Für die restlichen 0,4 Millionen Tonnen ist die Wirtschaft verantwortlich, deren Emissionen in diesem Zeitraum um 1 Prozent angestiegen sind. Diese Ergebnisse stammen aus einer Zusammenstellung der Treibhausgasemissionen nach Wirtschaftsakteuren, die das Bundesamt für Statistik (BFS) nach den Prinzipien der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechung erstellt hat.
Obschon in mehreren Bereichen Fortschritte erzielt wurden, bleibt der Druck auf die Umwelt weiterhin gross. Wie der vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) und vom Bundesamt für Statistik (BFS) veröffentlichte Bericht «Umwelt Schweiz 2009» zeigt, schwächen die Auswirkungen des Siedlungswachstums, des Verkehrs und des hohen Ressourcenverbrauchs die Wirkungen der getroffenen Massnahmen ab.
Das Statistische Jahrbuch der Stadt Zürich ist soeben erschienen. Bewährt und begehrt, ist es ein wichtiges Aarbeitsmittel für die einen oder aber ein schöner, zum Verweilen einladender Schmökerband für die anderen. Das Buch bietet mit seinen 544 Seiten die umfassendsten statistischen Informationen über die Stadt Zürich und seine Wohnquartiere
Neuchâtel, 25.11.2008 (BFS) - Im Jahr 2006 wurden für die Aktivitäten der Schweizer Wirtschaft und Haushalte rund 360 Millionen Tonnen Material benötigt. Die Verarbeitung, der Verbrauch und die Verbrennung von Material in der Schweiz erzeugten rund 60 Millionen Tonnen Emissionen in die Natur und insbesondere in die Luft. Gleichzeitig wurden 64 Millionen Tonnen Material gelagert, beispielsweise in Form von Gebäuden oder Infrastrukturen. Das Bundesamt für Statistik (BFS) publiziert erstmals eine ausgeglichene Bilanz der Materialflüsse.
Im Rahmen der von Statistik Stadt Zürich im vergangenen Jahr neu lancierten Publikationsreihe «Quartierspiegel» sind die Stadtquartiere Werd, Langstrasse und Hard erschienen. Das «Jahrbuch fürs Quartier» glänzt mit bedarfsgerechten Informationen, die in übersichtlicher, lesefreundlicher und unterhaltsamer Art präsentiert werden.
Die Bilanz der Schweizer Umwelt- und Ressourcenpolitik fällt in vielen Bereichen positiv aus, so etwa in Sachen Wasserqualität, Abfallentsorgung oder bei einzelnen Luftschadstoffen. Dies zeigt der am 1. Juni 2007 veröffentlichte Bericht «Umwelt Schweiz 2007» des Bundes. Doch hat sich der Gesamtzustand der Umwelt in der Schweiz nicht entscheidend verbessert. Unsere Lebens- und Konsumgewohnheiten machen die Fortschritte beim Umweltschutz zunichte. Die grössten Herausforderungen für die Zukunft bleiben der Ressourcenverbrauch und der Klimawandel.
Neuchâtel, 24.04.2007 (BFS) - Seit dem Jahr 2000 werden für die wirtschaftlichen Aktivitäten in der Schweiz pro Jahr rund 300 Millionen Tonnen Materialien benötigt. Nur gerade 35 Prozent davon werden in unserem Land gewonnen, die restlichen 65 Prozent stammen aus dem Ausland. Die Tertiarisierung unserer Wirtschaft schlägt sich auch in der Zusammensetzung der Materialimporte nieder. So ist der Anteil der Enderzeugnisse am gesamten Importvolumen zwischen 1990 und 2005 um 44 Prozent gestiegen. Die vor kurzem durchgeführte Studie des Bundesamtes für Statistik zeigt zudem auf, dass diese Entwicklung einen Anstieg der Umweltbelastungen zur Folge hat, welche durch die Schweiz im Ausland verursacht werden.
Neuchâtel, 09.02.2007 (BFS) - Obwohl die Schweiz noch immer mit wunderschönen Alpenlandschaften und zahlreichen verträumten Gegenden aufwarten kann, hat sie sich in den vergangenen Jahrzehnten grundlegend gewandelt - sie ist zu einem urbanen Land geworden. 74 Prozent der Schweizer Bevölkerung leben in Städten und Agglomerationen. Dieser Anteil lag 1980 noch bei 61,5 Prozent und 1990 bei 69 Prozent. In denselben Zonen konzentrieren sich 82 Prozent der Beschäftigten. Die mit Gebäuden und Infrastrukturen bebaute Fläche ist innerhalb von zwölf Jahren um 32 700 Hektaren (+13%) gewachsen. Die zahlreichen Indikatoren des Bundesamtes für Statistik (BFS) zum Thema tragen wesentlich zur systematischen Beobachtung des Raums und dessen Nutzung bei und zeigen dabei die Bedeutung der territorialen Dynamik auf, welche die Schweiz seit einigen Jahrzehnten erfährt.
Neuchâtel, 06.02.2007 (BFS) - Innerhalb von 24 Jahren hat die Siedlungsfläche im westlichen Teil der Schweiz um 11400 ha zugenommen, was gut der Hälfte des Neuenburgersees entspricht. Betrug das Siedlungswachstum von 1981-1993 15%, waren es von 1993-2005 - in der Zeit eines schwachen Wirtschaftswachstums - noch 9,3%. Der Zuwachs geht vorwiegend auf Kosten der Landwirtschaftsflächen, die im ganzen Zeitraum um 13'200 ha kleiner geworden sind. Dies geht aus den neuen Resultaten der Arealstatistik für 623 Westschweizer Gemeinden vom Bundesamt für Statistik (BFS) hervor.
Wohnungssuchende interessieren sich meist dafür, wer ihre potenziellen neuen Nachbarinnen und Nachbarn sind. Einen ersten Überblick darüber können sie sich seit kurzem am Schreibtisch verschaffen. Möglich macht dies eine neue, preisgekrönte Internetanwendung, die für jeden Punkt auf dem Gebiet des Kantons Zürich Informationen zur Bevölkerungszusammensetzung und zum Gebäudebestand in dessen Umgebung liefert.
Der Kanton Zürich setzt sich aus 171 Gemeinden zusammen. Diese sind zwar von grosser politisch-administrativer Bedeutung, räumlich jedoch meist nicht klar abgegrenzt. Prägend für die Landschaft sind vielmehr die verschiedenen Siedlungen: einzelne Häuser, Weiler, Dörfer, Quartiere und Städte. Seit 1870 erstellt das Statistische Amt im Anschluss an jede Volkszählung ein Verzeichnis der Siedlungen im Kanton Zürich. Das Verzeichnis 2000 umfasst deren 4448 und ist erstmals via Internet zugänglich.
Das Wetter machte im vergangenen Jahr keine grossen Kapriolen. Aus meteorologischer Sicht war 2005 im Kanton Zürich ein ziemlich normales Jahr - auch wenn es im Vergleich zum langjährigen Mittel etwas zu warm, zu trocken und zu sonnig ausfiel. Dies zeigt eine kürzlich veröffentlichte Studie des Statistischen Amtes.
Obwohl das Bruttoinlandprodukt (BIP) zwischen 1990 und 2002 real um 12,5 Prozent gestiegen ist, sind die von der Wirtschaft verursachten Treibhausgasemissionen in etwa stabil geblieben. Es scheint sich also eine Entkoppelung zwischen Emissionen und Wirtschaftswachstum abzuzeichnen. Dies gilt allerdings nicht in Bezug auf die Beschäftigung, die seit 1991, in Vollzeitäquivalenten gemessen, um 5,2 Prozent zurückgegangen ist. Das Bundesamt für Statistik (BFS) hat in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) im Rahmen einer Pilotstudie zum ersten Mal die Treibhausgasemissionen hinsichtlich ihrer anteilsmässigen Verursachung durch die Wirtschaftsbranchen und privaten Haushalte untersucht.
Durch menschliche Tätigkeiten und natürliche Ereignisse erhalten in der Schweiz jährlich rund 4150 Hektaren Boden eine neue Nutzung. Der grösste Teil dieser Veränderungen erfolgt durch die Ausbreitung von Siedlung und Wald auf Landwirtschaftsflächen. Neue Auswertungen der Arealstatistik des Bundesamtes für Statistik (BFS) liefern detaillierte Informationen zum Landschaftswandel.
Im Jahr 2003 beliefen sich die Umweltschutzausgaben der Unternehmen auf 2,5 Milliarden Franken, was etwa 0,6 Prozent des BIP entspricht. Im Vergleich zu den Schätzungen von 1993 sind sie real um 6,8 Prozent zurückgegangen. Die Umweltschutzausgaben der Industrie machten 1,4 Prozent der Bruttowertschöpfung dieses Sektors aus - eine Belastung, die vergleichbar ist mit jenem der Industrie der EU-15. Soweit einige Indikatoren aus einer repräsentativen Erhebung des Bundesamtes für Statistik (BFS).
Der «Atlas der Schweiz» das Gemeinschaftswerk von ETH Zürich, swisstopo und Bundesamt für Statistik (BFS) setzt mit seiner zweiten interaktiven Version einen weiteren, international einmaligen Meilenstein in der Kartografie. Der komplett überarbeitete, viersprachige «Atlas der Schweiz 2» wurde im 2D-Teil von ursprünglich 250 auf über 1000 Kartenthemen ausgebaut. Der 3D-Teil zeigt Panoramen und Blockbilder aus frei wählbaren Blickwinkeln, überlagert mit Themen und zahlreichen Geländeinformationen. Die 2D- und 3D-Karten lassen sich auf vielfältige, aber dennoch einfache Weise analysieren und kombinieren, nach eigenen Ideen gestalten, speichern und exportieren. So bieten sich 1000 Möglichkeiten, verschiedenste Aspekte und Ansichten der Schweiz zu erforschen und die Informationen zu nutzen.
In der Schweiz sind heute weniger als 2 Prozent der Landesfläche streng geschützt und ca. 20 Prozent geschützt. Die Analyse der Bodennutzung innerhalb und ausserhalb der Schutzgebiete zeigt, dass die Umsetzung der Schutzziele in vielen geschützten Gebieten nicht gelingt. Das Bundesamt für Statistik (BFS)liefert in der neusten Ausgabe der Schriftenreihe "Umweltstatistik Schweiz" Resultate zur Wirkung des Landschaftsschutzes.