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Statistik Schweiz

Definitionen

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Abfall-Recyclingquote
Anteil der gesammelten Abfälle im Verhältnis zum Gesamtvolumen der produzierten Abfälle. Rezyklierte Abfälle sind Abfälle aus Haushalt und Gewerbe, die für eine Wiederverwendung bzw. Verwertung bestimmt sind und getrennt vom Hauskehricht gesammelt werden. Dazu gehören Glas, Papier und Karton, PET, Aludosen, Haushalt-Aluminium, Weissblech, Batterien und Grüngut. (104)
Altlasten
Mit Schadstoffen belastete Standorte von Anlagen, Unfällen und Deponien, für die nachgewiesen ist, dass sie zu schädlichen oder lästigen Einwirkungen auf die Umwelt führen oder bei denen die Gefahr besteht, dass solche Einwirkungen entstehen. (140)
Arithmetisches Mittel

Das arithmetische Mittel, auch Durchschnitt oder arithmetischer Mittelwert genannt, wird errechnet, indem man die einzelnen Beobachtungswerte addiert und die Summe durch die Anzahl der Beobachtungswerte teilt.

In mathematischer Schreibweise ist der Mittelwert einer Anzahl n Beobachtungswerte x1, x2 bis xn definiert als x = (x1 + x2 + … + xn) / n.

Im Gegensatz zu einem anderen häufig verwendeten Lagemass, dem Median (siehe dort), wird das arithmetische Mittel durch die Grösse der Extremwerte stark beeinflusst. Bei einer streng symmetrischen Häufigkeitsverteilung fällt das arithmetische Mittel mit dem Median zusammen. Im Falle einer asymmetrischen Verteilung, z.B. des Einkommens, mit hohen Extremwerten liegt das arithmetischen Mittel über dem Median, bei tiefen Extremwerten darunter. Je deutlicher die Asymmetrie ist, desto grösser ist der Unterschied zwischen arithmetischem Mittel und Median. Um die Lokation einer Verteilung zu beschreiben ist das arithmetische Mittel darum nur bei ungefähr symmetrischen Verteilungen geeignet. Eine Variante des arithmetischen Mittels, das gewichtete Mittel, ordnet jeder Beobachtung ein Gewicht zu. (748)

Bestockte Flächen
Flächen, die mit Bäumen oder gebüschwaldbildenden Straucharten bewachsen sind. In der Arealstatistik entsprechen die bestockten Flächen der Summe von Wald und Gehölzen. (141)
Bevölkerung
Schema der verschiedenen Bevölkerungsbegriffe Externe Seite. Inhalt wird in neuem Fenster geöffnet. (135)
Bodennutzung
Sozio-ökonomische Nutzung der Erdoberfläche. Die Arealstatistik der Schweiz unterscheidet zwischen 74 Nutzungsarten. Im Unterschied zur Bodennutzung bezieht sich die Bodenbedeckung auf die physische Bedeckung der Erdoberfläche. Beispiel: für einen geteerten Parkplatz ist die Bodennutzung "Parkplatz" und die Bodenbedeckung "geteerte Fläche". (142)
Bruttoinlandprodukt (BIP)
Das BIP ist ein Mass für die wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft im Laufe eines Jahres. Es misst den Wert der im Inland hergestellten Waren und Dienstleistungen, soweit diese nicht als Vorleistungen für die Produktion anderer Waren und Dienstleistungen verwendet werden - also die sog. Wertschöpfung. Das BIP wird in jeweiligen Preisen und in konstanten Preisen eines bestimmten Jahres errechnet. In konstanten Preisen wird die reale Wirtschaftsentwicklung im Zeitablauf frei von Preiseinflüssen dargestellt. (208)
CO2-Äquivalente
Emissionen anderer Treibhausgase als CO2 (CH4, N2O, HFKW, PFKW und SF6) werden zur besseren Vergleichbarkeit entsprechend ihrem globalen Erwärmungspotenzial (GWP, Global Warming Potential ) in CO2-Äquivalente umgerechnet; 1 kg CH4 entspricht 21 kg CO2, 1 kg N2O entspricht 310 kg CO2 (Umrechnungswerte für einen Zeithorizont von 100 Jahren gemäss). (816)
CO2-Äquivalente
Emissionen anderer Treibhausgase als CO2 (CH4, N2O, HFKW, PFKW und SF6) werden zur besseren Vergleichbarkeit entsprechend ihrem globalen Erwärmungspotenzial (GWP, Global Warming Potential) in CO2-Äquivalente umgerechnet; 1 kg CH4 entspricht 21 kg CO2, 1 kg N2O entspricht 310 kg CO2 (Umrechnungswerte für einen Zeithorizont von 100 Jahren gemäss). (880)
Emission
Abgabe von Schadstoffen, Schall oder Strahlung aus natürlichen oder anthropogenen (vom Menschen verursachten) Quellen in die Umwelt. (143)
Gebäudeareal
Umfasst gemäss Arealstatistik die Gebäudegrundflächen und den zugehörigen Umschwung. (144)
GIS
Ein geografisches Informations-System (GIS) ist ein computergestütztes System zur Erfassung, Verarbeitung, Analyse und Präsentation von raumbezogenen Daten. (145)
Grossregionen
Genferseeregion: Waadt, Wallis, Genf
Espace Mittelland: Bern, Freiburg, Solothurn, Neuenburg, Jura
Nordwestschweiz: Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Aargau
Zürich: Zürich
Ostschweiz: Glarus, Schaffhausen, Appenzell A.Rh., Appenzell I.Rh., St.Gallen, Graubünden, Thurgau
Zentralschweiz: Luzern, Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden, Zug
Tessin: Tessin (657)
Immission
Belastung durch Luftschadstoffe, Lärm, Erschütterung und Strahlung am Ort ihrer Einwirkung. (147)
Industrieareal
Im Industrieareal sind gemäss der Arealstatistik Grundflächen und Umschwung von Bauten mit industrieller oder gewerblicher Nutzung enthalten. Neben den eigentlichen industriellen Produktionsstätten gehören auch Lagerhallen und -plätze, Verteilzentren, teilweise militärische Bauten (Armeemotorfahrzeugparks, Zeughäuser), Sägereien, Schreinereien, Baufirmen, Autofriedhöfe und Abstellplätze von Autoimportfirmen oder Güterumschlagplätze zum Industrie- und Gewerbeareal. Der Umschwung schliesst auch Silos, Öltanks, Förderanlagen und elektrische Installationen, Rasenflächen, Ziergärten, Parkplätze, Wege, Zufahrten und Industriegeleise sowie Bestockungen, Gebüsch und Sträucher innerhalb des Areals mit ein. Das Industrieareal ist Teil der Siedlungsfläche. (970)
Kohlendioxid (CO2)
Farbloses, nicht brennbares Gas, das in der Luft und in Mineralquellen vorkommt. Es entsteht als Hauptprodukt aus jeder Verbrennung und ist das wichtigste anthropogen erzeugte klimawirksame Spurengas. (148)
Lagemass(e)
Ein Lagemass ist eine mathematisch definierte statistische Kenngrösse, welche die Lage (Lokation) einer Reihe von Beobachtungswerten beschreibt. Die gebräuchlichsten Lagemasse sind das arithmetische Mittel (siehe dort) und der Median (siehe dort). Arithmetisches Mittel und Median gibt es auch in einer gewichteten Form, d.h. bei Beobachtungswerten, die nicht alle dasselbe Gewicht haben. (749)
Landwirtschaftliche Nutzflächen
Die landwirtschaftlichen Nutzflächen umfassen Wies- und Ackerland, Heimweiden, für Obstbau, Rebbau und Gartenbau genutzte Areale sowie alpwirtschaftlich genutzte Flächen. (96)
Median, unteres und oberes Quartil

Der Median oder Zentralwert teilt die nach Grösse geordneten Beobachtungswerte in zwei gleich grosse Hälften. Die eine Hälfte der Werte liegt über, die andere unter dem Median.

In mathematischer Schreibweise ist der Median einer Anzahl n Beobachtungswerte x1, x2 bis xn so definiert: Die Beobachtungen seien x(1) < x(2) < < x(n).

Wenn n eine ungerade Zahl ist, dann ist der Median der Beobachtungswert in der Mitte: x((n+1) / 2).

Bei gerader Anzahl n liegt der Median in der Mitte zwischen den zwei mittleren Beobachtungen:

(1/2)x(n/2) + (1/2)x((n/2) + 1).

Im Gegensatz zu einem anderen häufig verwendeten Lagemass, dem arithmetischen Mittel (siehe dort), wird der Median durch Extremwerte nicht beeinflusst. Bei einer streng symmetrischen Häufigkeitsverteilung fällt der Median mit dem arithmetischen Mittel zusammen. Im Falle einer asymmetrischen Verteilung, z.B. des Einkommens, mit hohen Extremwerten liegt er unter dem arithmetischen Mittel und bei tiefen Extremwerten darüber. Je deutlicher die Asymmetrie ist, desto grösser ist der Unterschied zwischen arithmetischem Mittel und Median. Der Median ist auch bei asymmetrischen Verteilungen geeignet, die Lokation der Verteilung zu beschreiben. Eine Variante des Medians, der gewichtete Median, ordnet jeder Beobachtung ein Gewicht zu.

Teilt man die der Grösse nach geordneten Beobachtungswerte in vier Gruppen mit einer gleichwertigen Anzahl Fälle auf, so stellt der Wert des unteren Quartils denjenigen Wert dar, der zwischen dem Wert des letzten beobachteten Falles des ersten Viertels und dem Wert des ersten beobachteten Falles des zweiten Viertels liegt. Der Wert des oberen Quartils stellt denjenigen Wert dar, der zwischen dem Wert des letzten beobachteten Falles des dritten Viertels und dem Wert des ersten beobachteten Falles des vierten Viertels liegt. (8)

Mittelwert(e)
siehe „Lagemasse“ (oder „Arithmetisches Mittel“, „Median“) (750)
Naturschutzausgaben
Die Naturschutzausgaben beziffern den finanziellen Aufwand, der für den Natur- und Landschaftsschutz geleistet wird sowie für die Instandsetzung von Natur und Landschaft. Sie umfassen sowohl die laufenden Ausgaben als auch Investitionen. (892)
Ozon (O3)
Farbloses, giftiges Gas mit leicht stechendem Geruch. Ozon entsteht bei starker Sonneneinstrahlung durch Umwandlung eines Gemischs von Stickoxiden und Kohlenwasserstoffen. (149)
Ozonschicht
Schicht in der Atmosphäre zwischen 20 und 50 km Höhe. Diese ist unentbehrlich für die Existenz irdischen Lebens, da sie ultraviolette Strahlung fast ganz absorbiert. Durch verschiedene Substanzen (z.B. FCKW) wird die Ozonschicht abgebaut. (150)
PM10
(Englisch: Particulate Matter <10 µm) Staubpartikel mit einem Durch-messer von weniger als 10 Mikrometern. Sie können bis in tiefere Lungenabschnitte vordringen. (105)
Quartil, unteres und oberes
siehe «Median». (751)
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Zuletzt aktualisiert am: 12.01.2010
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