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Statistik Schweiz

Umwelt - Indikatoren8 Umweltzustand - Ozon-Konzentration

Ozon (O3) ist ein Sekundärstoff, der unter Einwirkung von Sonnenlicht aus Stickoxiden (NOx) und flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) gebildet wird. Im Gegensatz zum Ozon der Stratosphäre (20 bis 50 km über der Erdoberfläche), welches uns vor der Ultraviolettstrahlung der Sonne schützt, ist das Ozon in der bodennahen Troposphäre für Mensch und Natur schädlich. Es kann die Gesundheit des Menschen kurz- und längerfristig beeinträchtigen und die Umwelt schädigen.

Laut Luftreinhalteverordnung LRV darf das Stundenmittel höchstens ein Mal pro Jahr mehr als 120 Mikrogramm pro Kubikmeter betragen. Das Reduzieren der O3-Belastung ist aber ein relativ kompliziertes Unterfangen, da die Verringerung der Produktion der Primärstoffe (NOx und VOC) nötig ist. Die Verringerung der Ozon-Vorläufersubstanzen führt nicht zu einer Minderung des Ozons im gleichen Umfang: eine Reduktion der Vorläufersubstanzen um 50% bewirkt lediglich eine 10- bis 20-prozentige Verringerung der Ozon-Spitzenkonzentrationen.

Der Ozon-Immissionsgrenzwert wird an allen Messstationstypen regelmässig überschritten. Grenzwertüberschreitungen werden häufiger an ländlichen Standorten und in Höhenlagen als in Städten gemessen, dies in Folge der Ausbreitung und der komplexen Reaktionen zwischen den Luftschadstoffen. Südlich der Alpen kommt es wegen der intensiveren Sonneneinstrahlung auch häufiger zu Richtwertüberschreitungen. Der Hitzesommer 2003 führte allerorts zu Höchstwerten.

Quelle: Bundesamt für Umwelt: NABEL-Messprogramm Daten zur Grafik



Weiterführende Informationen:

 

Zuletzt aktualisiert am: 01.11.2010
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